HÖRZU Android Logo
HÖRZU
TV-Programm
kostenlose App
Get it on Google Play
HÖRZU iOS Logo
HÖRZU
TV-Programm
kostenlose App
Get it on Google Play
HÖRZU Logo
Unterhaltung Filter
Kategorie einstellen
Erste Anzeichen eines Burn-out oder einer Depression ernst nehmen.

Bevor trübe Stimmung die Oberhand gewinnt, helfen Entspannungsverfahren wie Autogenes Training und Yoga, sich wieder besser zu fühlen. - Foto ©

Autogenes Training, Yoga, Jogging

Burn-out: Tipps zur Selbsthilfe

Was unsere Seele stark macht: Wie Sie erste Warnzeichen eines Burn-out erkennen und was helfen kann. Hier die Expertentipps.

Die dunklen Wintermonate, Termindruck und das dumpfe Gefühl der Aussichtslosigkeit: Manche Zeiten sind härter als andere. Wenn aber auch noch die Freude an allem fehlt und sich keine Besserung einstellt, kann diese Stimmung bereits Hinweis auf ein Burn-out sein. Dr. Wolfgang Blohm, Leiter der Fachklinik für Hypnose und Psychotherapie in Breklum, sagt: "Fühlt sich alles leer an, bringen Dinge, die früher Freude machten, keinen Spaß mehr, sollte man sich beobachten, denn das sind auch erste Anzeichen eines Burn-out oder einer Depression."

Achten Sie auf die Stimmung

Laut einer Untersuchung der AOK haben sich Erschöpfungszustände wie Burn-out in den letzen Jahren verneunfacht. Schätzungsweise sind weltweit zehn Millionen Menschen betroffen. Bis zu 30 Prozent der Bevölkerung leiden unter schweren Erschöpfungszuständen. Zudem begleiten Schlafstörungen die unbestimmte Traurigkeit oder das Gefühl der Überforderung.

Dr. Wolfgang Blohm erklärt, was Burn-out und Depression im Anfangsstadium gemeinsam haben. "Zuallererst verlieren die Menschen den Kontakt zu ihren Gefühlen und zu sich selbst", sagt der Experte. "Irgendetwas hat sich verändert, das spüren die Menschen, aber was genau es ist, das wissen sie nicht." Die Arbeit wird irgendwie erfüllt, ein gesunder Ehrgeiz oder Stolz, weil etwas gut gelungen ist, fehlt. Spaziergänge, Sport, Angeln oder Treffen mit Freunden liefern keinen Ausgleich mehr, wie es vorher einmal war.

Warnsignale ernst nehmen

"Einige machen immer mehr, fordern sich stärker, arbeiten härter. Dieses Verhalten endet dann oft in einem Burn-out", sagt der Psychotherapeut. Und weiter: "Andere resignieren und verlieren jeglichen Antrieb. Das sind später oft die Depressiven. Aber die Quelle ist bei beiden die gleiche. Sie verlieren den Kontakt zu sich selbst." Dr. Wolfgang Blohm rät deswegen, die Warnsignale ernst zu nehmen. "Symptome sind wichtige Informationen, die anzeigen, dass sich etwas ändern muss."

Statt auf die Hilfe von Antidepressiva setzt er dabei auf eine gezielte Therapie, die den Betroffenen langfristig helfen soll, verfahrene oder anstrengende Situationen allein zu meistern. Wer also gerade zu Beginn einer Verstimmung bewusst auf seine Empfindungen hört, kann rechtzeitig und sogar ohne professionelle Hilfe wieder lernen, wo seine Grenzen liegen, wann eine Überforderung beginnt und wann man eventuell Situationen ändern muss, um einem Burn-out zu entkommen.


Selbsthilfe: Fünf Tipps gegen Burn-out

Bevor trübe Stimmung die Oberhand gewinnt, helfen diese Maßnahmen, sich wieder besser zu fühlen:

1. Sinne aktivieren
Versuchen Sie, Dinge bewusst zu fühlen, riechen, hören, spüren und schmecken.

2. Fakten abwägen
Konzentrieren Sie sich wieder stärker auf alles, was bislang gelungen ist, etwa die Ausbildung, Reisen.

3. Entspannung finden
Burn-out-Betroffene profitieren sehr davon, wenn sie eine Entspannungsmethode wie autogenes Training oder Yoga lernen.

4. Hilfe suchen
Offenbaren Sie sich Freunden, der Familie oder einem Arzt.

5. Sport heilt
Studien belegen, dass etwa Joggen die Psyche stärkt und Depressiven sowie Burn-out-Geplagten hilft.

Autor: Esther Langmaack