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Sonnenlicht ist die beste Therapie gegen Winterdepressionen.

Sonnenlicht ist die beste Therapie gegen Winterdepressionen. / Foto: © picture-alliance / Sven Simon

Gegen Herbstdepressionen

10 Tipps für gute Laune

Etwas Wehmut schwingt immer mit, wenn man dem Sommer Adieu sagen muss. Mit jedem Tag wird es jetzt wieder dunkler, Regen und Sturm halten Einzug, die Temperaturen sinken – und mit ihnen oft auch die Stimmung. Gegen die äußere Kälte helfen Schal und Mütze, aber was wärmt uns innerlich? Hier einige Anregungen, die viel Sonne in die Seele bringen.

1. Raus ins Freie! "Winterfrust ist eine biologische Reaktion, die vor allem durch Lichtmangel hervorgerufen wird", sagt die Psychologin Dr. Silke Brand (www.praxisdrbrand.de). Ihre Empfehlung: "Fangen Sie so viel Licht wie möglich ein, gehen Sie am besten jeden Tag eine halbe Stunde raus – auch wenn das Wetter trübe ist." Beim Spaziergang in herbstbunten Wäldern oder einer grünen Parkanlage ist die Welt nicht mehr ganz so grau.

2. Mit Licht duschen Wer es trotzdem zu dunkel findet, kann es mit einer Lichttherapie versuchen. Dr. Brand: "Dabei setzt man sich ein bis zwei Wochen lang jeden Tag vor eine Vollspektrumlampe. Mit mindestens 2000 Lux hat sie viel stärkeres Licht als zum Beispiel eine Schreibtischlampe. Die Therapie gibt es in Spezialambulanzen oder bei Fachärzten."

3. Vollkornprodukte essen Brot, Haferflocken und andere Vollwertspeisen enthalten viel Tryptophan, einen Vorläufer des Glückshormons Serotonin. Obendrein vertreibt Vollkorn Müdigkeit, daher wirkt es zum Frühstück am besten. Auch gut: Gerichte mit Hirse. Sie gilt dank ihrer Vitalstoffe als "fröhliches Getreide" und Stimmungsaufheller.

4. Aufs Wunder-Vitamin setzen Vitamin D ist eine Hormon-Vorstufe, die der Körper dringend braucht. "Eigentlich wird es produziert, wenn die Sonne scheint", so Dr. Brand, "aber man kann es auch mit der Nahrung aufnehmen, etwa durch Weißen Thunfisch, Makrele, Eier oder Pilze. Man sagt, 200 Gramm Pilze ersetzen zwei Tage Sonnenschein." Auch geeignet: Fischöl-Kapseln (Apotheke).

5. Rauf aufs Rad! Fahrradfahren verbindet die Aufnahme von natürlichem Licht mit Sport – und beides signalisiert dem Körper: Es ist zwar Herbst, aber wir fallen nicht in den Winterschlaf! "Darum ist es ideal, morgens schon Frühsport zu treiben", so die Psychologin.

6. Bunte Kleidung tragen Leuchtende Farben beleben! Darum tut es gerade im Herbst und Winter gut, sich nicht dem allgemeinen Schwarz und Grau anzupassen, sondern bunte Kleidung aus dem Schrank zu holen. Wer das zu gewagt findet, kann zumindest farbenfrohe Accessoires wie Tücher und Schals tragen. Nur Mut, es wirkt tatsächlich!

7. Düfte ins Haus holen Der Sommer riecht nach Orangenhainen, Jasmin und Blumenwiese. Mit Aromakerzen oder -lampen kann man ihn zu Hause jetzt wieder aufleben lassen. Schon fühlt man sich wie im letzten Urlaub. Denn nichts ruft schöne Erinnerungen so gut ins Gedächtnis zurück wie Düfte.

8. Erkältungen vorbeugen Nährstoffreiches Essen (Kürbis, Kohl) und viel Flüssigkeit (zwei Liter pro Tag) stärken die Abwehrkraft. Auch Naturheilmittel helfen: Eine in der Fachzeitschrift "Pneumologie" veröffentlichte Studie belegt, dass der Wirkstoff der Kapland-Pelargonie ("Umckaloabo", Apotheke) auch vor virusbedingten Atemwegsinfekten schützt und Krankheitsverläufe verkürzt.

9. Nähe suchen Nicht nur bei Babys löst Hautkontakt ein Gefühl der Geborgenheit aus, auch bei Erwachsenen erhöhen Berührungen die Konzentration der "Wohlfühlhormone" Serotonin und Dopamin im Körper. Darum öfter mit dem Partner kuscheln, Freunde umarmen, das Haustier streicheln – gerade Tiere wirken sehr beruhigend.

10. Musik erleben Rhythmus ist wie ein Rausch. Hat er uns erfasst, werden wir von ihm getragen – die Muskeln zucken, die Füße wippen, wir bewegen uns fast von selbst. Schöne Klänge sind Balsam für die Seele: Sie gehen vom Ohr ins Gehirn und aktivieren dort Bereiche, die für das Glücksgefühl zuständig sind.

Autor: Melanie Schirmann