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Wie gesund ist unser Essen?

Foto: www.piqs.de / Fotograf: MichelleAngela, CC (Some rights are reserved.)

Insider-Tipps von Foodwatch-Chef Thilo Bode

Wie gesund ist unser Essen?

Am Morgen Müsli-Mix, am Nachmittag Fruchtjoghurt, am Abend Tiefkühlpizza – industriell hergestellte Kost ist aus unserem Alltag kaum wegzudenken. Manch einer rümpft vielleicht über Tütensuppen die Nase, greift dann aber zu Puddingpulver und Brühwürfeln.

Die Zahlen sprechen für sich: Der Verbrauch von Tiefkühlkost hat sich von 1978 bis 2008 fast verdreifacht, meldet das Deutsche Tiefkühlinstitut, von 13,7 auf 39 Kilogramm pro Person und Jahr. Bei Fertigprodukten insgesamt liegt der Verbrauch deutlich höher. Nach Angaben des Verbandes der Aromenindustrie verzehrt der Bundesbürger jedes Jahr im Schnitt 137 Kilogramm aromatisierte Lebensmittel, darunter Fertiggerichte, Fast Food, Wurst, Milcherzeugnisse, Säfte und Süßigkeiten. Immer in der Hoffnung, dass diese Lebensmittel schon in Ordnung sein werden.

Das aber bezweifeln die Verbraucherschützer. Klar, es ist ihr Job. Doch auch beim Kunden wächst das Misstrauen gegenüber der Industrie. Zuletzt erregten unappetitliche Imitate die Gemüter, allen voran der Analogkäse, der ohne Kuhmilch, dafür aber mit billigem Pflanzenfett, Milcheiweiß und Aromen hergestellt wurde. Oder der Mogelschinken, der mit Wasser gestreckt und Geliermitteln versehen war. Ärgerliche Ausnahmen? "Nein", sagt Thilo Bode, Geschäftsführer von Foodwatch: "Verbraucher werden systematisch getäuscht und betrogen."

Der Lebensmittelmarkt ist hart umkämpft, Produzenten sparen, wo sie können – an Rohstoffen. Selbst Markenunternehmen tricksen. "Der Konzern Unilever hat etwa den Fettgehalt der Margarine Rama um zehn Prozent reduziert, ohne den Verbraucher zu informieren", berichtet Armin Valet von der Verbraucherzentrale Hamburg."„Der Preis blieb gleich." Auch Iglo habe im Schlemmerfilet den Fischgehalt gesenkt. "Dafür enthält das Produkt mehr Panade, ist insgesamt fetthaltiger. Auf der Packung steht aber: 'Jetzt mit noch mehr knuspriger Auflage'", sagt Valet.

Autor: Sonja Popovic