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Kalzium, z.B. in Milch und Käse, ist ein Starkmacher für die Knochen.

Mineralstoffe sind wichtig für die Gesundheit. - Foto: © www.piqs.de / MichelleAngela, CC (Some rights are reserved.)

Kalium, Zink & Co.

Warum Mineralstoffe so wichtig sind

Es aktiviert bis zu 300 Enzyme, gilt als Stress-Schutzschild und ist wichtig für das reibungslose Zusammenspiel von Nerven und Muskeln. Für den Hamburger Ernährungswissenschaftler und Buchautor Prof. Michael Hamm ("Food Medizin", Knaur, 16,95 Euro) ist die Sache deshalb klar: "Magnesium ist das Hochleistungs-Element schlechthin." Wie Eisen, Zink oder Kalium ist der Mineralstoff für einen funktionierenden Körper unabdingbar. Und das hat Folgen.

Nehmen wir über die tägliche Nahrung auf Dauer zu wenig davon auf, drohen körperliche Schäden. Notfalls muss mit geeigneten Präparaten nachgeholfen werden. Das gilt auch bei Erkrankungen. Wie bei Diabetes (siehe hier) besteht dann oft ein erhöhter Mineralstoffbedarf. Was wir täglich wirklich brauchen, zeigt folgender Überblick:

Eisen: Als Bestandteil des Blutfarbstoffs Hämoglobin ist Eisen unerlässlich für die Blutbildung und den Sauerstofftransport. Eine krebsschützende Wirkung wird immerhin diskutiert. Tagesbedarf: bis zu 15 Milligramm. Spinat, Brokkoli, Fenchel und Haferflocken enthalten viel Eisen.

Magnesium: Erwachsene sollten täglich zwischen 300 und 400 Milligramm davon aufnehmen. Die besten Nahrungsquellen sind Gemüse, Vollkornprodukte, Hülsenfrüchte, Nüsse und Kartoffeln. Neben der Diabetes-Prophylaxe und auch -Therapie ist der Mineralstoff unter anderem wichtig für ein gut funktionierendes Herz-Kreislauf-System, wie neue Studien zeigen ("Magnesium Verla", Apotheke). Insbesondere organische Magnesiumverbindungen (Citrate) ermöglichen eine optimale Verwertung und sind außerdem besser verträglich.

Kalzium: Der Starkmacher für die Knochen. Eine ausreichende Kalzium-Versorgung bietet den besten Schutz vor Osteoporose (Knochenerweichung). Die empfohlene Tageszufuhr für Erwachsene liegt bei 1000 Milligramm. Milch, Buttermilch, Käse, Joghurt und Kefir gelten dabei als gute Kalziumquellen, aber auch grüne Gemüse und Sesam. Wichtig: Vitamin D fördert den Kalziumstoffwechsel.

Kalium: Der Mineralstoff ist von zentraler Bedeutung für den Zellstoffwechsel, die Muskeln und das Herz. Bei einem Mangel kann es zu Muskelschwäche, Herzrhythmusstörungen sowie Darmträgheit kommen. Der Tagesbedarf für Erwachsene liegt bei etwa 2000 Milligramm. Bananen, Obstsäfte und Trockenfrüchte sind dabei die bedeutendsten Kaliumlieferanten in der Nahrung.

Natrium: Ohne das Mineral könnte der Körper kein Wasser speichern. So fördert es dessen Aufnahme und bindet es in den Geweben. Hilft in homöopathischer Dosierung auch bei Entgiftungskuren. Reich an Natrium: Wurst, Käse, aber auch Matjes. Erwachsene sollten pro Tag um die 550 Milligramm Natrium aufnehmen. Sportler haben allerdings einen erhöhten Bedarf.

Zink: Der Turbo für den Stoffwechsel. Zink aktiviert Hormone und die Immunabwehr. Erhöhte Infektanfälligkeit und gestörte Wundheilung deuten auf einen Zinkmangel hin. Tagesbedarf für Erwachsene: bis zu zehn Milligramm. Gute Zinkquellen sind Rindfleisch, Geflügel, Fisch, Eier und Käse. Zink aus Lebensmitteln tierischer Herkunft ist übrigens besser verfügbar als jenes aus pflanzlichen Quellen.

Fünf Gründe für eine optimale Magnesium-Versorgung

1. Diabetes
Durch regelmäßige Magnesiumgaben verbessert sich die Iinsulinempfindlichkeit bei Diabetikern, der Blutzuckerspiegel lässt sich leichter kontrollieren.

2. Diäten
Das Risiko für einen Magnesiummangel ist hier besonders hoch. Experten empfehlen, bis zu 400 Milligramm zuzuführen – verteilt über den Tag.

3. Kopfschmerzen
Vor allem bei Schülern können sie, ähnlich wie Bauchweh und Reizbarkeit, auf einen Magnesiummangel hindeuten.

4. ADHS
Hyperaktivitätsprobleme bei Kindern lassen sich, so neue Studien, auf zu wenig Magnesium zurückführen.

5. Allergien
Durch eine gezielte Magnesiumzufuhr werden auch Heuschnupfen-Symptome gemildert.

Autor: Georg Francken