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Lecker und gesund: gefüllte Kohlrouladen mit Weißkohl

Lecker und gesund: gefüllte Kohlrouladen mit Weißkohl, der das Immunsystem stärkt / Foto: © picture-alliance / dpa / Stockfood

Steckrüben, Grünkohl & Co.

So gesund ist unser Wintergemüse

Wer sich in den nächsten Monaten mit ausreichend Vitaminen und Mineralstoffen versorgen will, muss nicht zu exotischem Obst greifen: In unserem heimischen Wintergemüse stecken mehr als genug Vitalstoffe, um gesund durch die kalte Jahreszeit zu kommen. Wie gut, dass Kraut und Rüben ihr Image als billige Sattmacher inzwischen verloren haben und neben den bekannten Klassikern auch fast vergessene Sorten wieder im Handel zu finden sind. Hier eine kleine, aber gesunde Auswahl:

Teltower Ruebchen

1 Teltower Rübchen (Foto: © picture alliance / Arco Images GmbH)

Speiserüben, die im Umland der brandenburgischen Stadt Teltow angebaut werden. Wichtigste Inhaltsstoffe: Glucosinolate und Bitterstoffe. Wirkung: Die Pflanzenstoffe sollen Krebs vorbeugen, vor allem im Dickdarm. Geschmack: Pikant mit leichter Schärfe, ähnlich wie Rettich. Verwendung: Klassisch werden die Rüben mit in Butter karamellisiertem Zucker gedünstet, mit Fleischbrühe abgelöscht und als Beilage verzehrt. Schmecken auch als Rohkost, wie Radieschen.

Steckrueben

2 Steckrüben (Foto: © picture alliance / Arco Images GmbH)

Vermutlich eine Mischung aus Kohlrabi und Rüben, Ernte von September bis Mai. Wichtigste Inhaltsstoffe: Vitamin A und C, Trauben- und Fruchtzucker, Senföle. Wirkung: Ihre antibakteriellen Stoffe helfen bei Erkältungen und Gelenkschmerzen. Auch heilend bei Geschwüren und Magen-Darm-Erkrankungen. Geschmack: Herbsüß, wie Möhren. Verwendung: In Würfeln gedünstet oder gegart eine gute Beilage für Fleischgerichte. Können auch zu Püree verarbeitet werden.

Rosenkohl

3 Rosenkohl (Foto: © picture alliance/WILDLIFE)

Schmeckt nach dem ersten Frost am besten, weil Kälte die Zuckerproduktion in den Röschen erhöht. Wichtigste Inhaltsstoffe: Vitamin C, Zink, Folsäure, Kalium, Magnesium. Wirkung: Beruhigt die Nerven, schützt vor grippalen Infekten. Hilft bei Verstopfung, kann den Blutdruck senken und vor Arterienverkalkung schützen. Geschmack: Herb-süßlich, leicht bitter. Verwendung: Strünke einschneiden, in Salzwasser 5 – 7 Minuten kochen. Zucker oder Brühe mildert das Aroma. Wird gern mit zerlassener Butter oder ausgelassenem Speck serviert.

Pastinaken

4 Pastinaken (Foto: © picture alliance/WILDLIFE)

Saison von Oktober bis März. Je dicker die Pastinaken, desto weicher ist das Fruchtfleisch. Wichtigste Inhaltsstoffe: Kalzium, Phosphor, Zink und Vitamin B2. Wirkung: Fördern die Verdauung und sind harntreibend. Geschmack: Süßlich-würzig, leicht nussig, zwischen Möhre und Sellerie. Verwendung: Erst schälen, dann waschen. Pastinaken können gedünstet, gekocht und gebraten werden, passen in Eintöpfe und Cremesuppen, schmecken als Auflauf oder Püree, machen sich geraspelt auch gut im Salat.

Schwarzwurzeln

5 Schwarzwurzeln (Foto: © picture alliance / Arco Images GmbH)

Sie gelten als "Winterspargel" und sind mit dem Löwenzahn verwandt. Wichtigste Inhaltsstoffe: Kalzium, Phosphor, Inulin, Magnesium, Vitamin B1. Wirkung: Entwässernd, gut für Sättigung und Darmflora. Geschmack: Intensiver als Spargel, würzig-nussig. Die Konsistenz ist eher mit der von Möhren vergleichbar. Verwendung: Die Wurzeln können vor oder nach dem Kochen geschält werden. Dabei bitte Handschuhe tragen, denn der klebrige Milchsaft färbt ab! Das Gemüse 25 Minuten kochen, wie Spargel mit Sauce Hollandaise oder flüssiger Butter verzehren. Schwarzwurzeln können auch gebraten, frittiert, überbacken werden.

Rote Bete

6 Rote Bete (Foto: © picture alliance/WILDLIFE)

Saison von September bis März. Achtung: Große, dicke Exemplare sind oft holzig. Wichtigste Inhaltsstoffe: Folsäure, Betain, Kalium. Wirkung: Kräftigen die Gallenblase und fördern die Blutbildung. Schützen vor Grippe, Herzinfarkt, Schlaganfall. Geschmack: Süßlich, leicht erdig. Verwendung: Nicht nur sauer einlegen! Die Knollen passen gut in Rohkostsalate. Püriert ergeben sie mit Möhren oder Kürbis tolle Gemüsesuppen. Tipp: 30 Minuten mit Schale kochen, dann pellen. Übrigens: Weiße und gelbe Sorten färben weniger.

Gruenkohl

7 Grünkohl (Foto: © picture alliance/WILDLIFE)

Ernte nach dem ersten Frost, dann bis März erhältlich. Wichtigste Inhaltsstoffe: Vitamine A, C und E, Kalzium, Flavone. Wirkung: Hilft bei Darmträgheit und Appetit- losigkeit, wirkt frühzeitigem Altern entgegen und kann Krebs vorbeugen. Geschmack: Süßlich-herb und würzig. Verwendung: Grünkohl immer erst in Salzwasser blanchieren, dann ein bis zwei Stunden schmoren – am besten mit Schmalz, Zwiebeln und Räucherfleisch oder -wurst. Die Zugabe von Birne oder Milch kann den leicht bitteren Geschmack schön abmildern.

Weißkohl

8 Weißkohl (Foto: © picture alliance/WILDLIFE)

Wie alle Kopfkohlsorten verliert Weißkohl durch das Kochen kein Vitamin C, sondern bildet dadurch im Gegenteil noch mehr. Wichtigste Inhaltsstoffe: Vitamin C, Eiweiß, Folsäure. Wirkung: Stärkt das Immunsystem, hilft bei Magengeschwüren und Krebsleiden. Geschmack: Mild-würzig. Verwendung: Klassische Zutat für Eintöpfe mit aromatischem Fleisch oder Wurst. Weißkohl kann aber auch als Auflauf, Roulade oder Krautsalat zubereitet werden. Kümmel, Fenchel oder Anis machen den Kohl bekömmlicher.

Feldsalat

9 Feldsalat (Foto: © picture alliance/Anka Agency International)

Schmeckt zwischen Oktober und Januar am besten, weil Kälte sein Aroma verstärkt. Enthält von allen Salaten am meisten Vitamine und Mineralien. Wichtigste Inhaltsstoffe: Vitamin C, Kalzium, Kalium, Eisen, Folsäure. Wirkung: Stärkt die Abwehr, beugt Gallensteinen und Nierenleiden vor, hilft gegen Darmträgheit. Geschmack: Mild und leicht nussig. Verwendung: Passt etwa mit einer leichten Vinaigrette, Apfel, Walnüssen oder Pinienkernen gut zu Käse- oder Pilzgerichten. Nie luftdicht verpackt lagern, er wird dann rasch gammelig.

Porree

10 Porree (Foto: © picture alliance/WILDLIFE)

Heißt auch Lauch, ist ein Zwiebelgemüse. Wichtigste Inhaltsstoffe: Vitamin C und K, Folsäure. Im grünen Teil viel Beta-Carotin. Wirkung: Fördert die Verdauung, unterstützt die Abwehr von Viren und Bakterien, wirkt entgiftend und krebshemmend. Geschmack: Pikant-herb, zwiebelähnlich. Verwendung: Gibt Suppen eine schöne Würze, verfeinert aber auch Gratins oder Fischgerichte.

Autor: Melanie Schirmann