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Beim Fasten dürfen Brötchen, Obst, Molke, Suppe oder Saft gegessen werden.

Fasten bedeutet nicht den totalen Verzicht. Tatsächlich stehen Brötchen, Obst, Molke, Suppe oder Saft auf dem Speiseplan. Die Kalorienmenge pro Tag sollte allerdings 300 bis 500 nicht übersteigen. - Foto © picture alliance

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Richtig fasten

Wohlfühlen, entgiften, ein neues Verhältnis zum Essen finden. Es gibt viele Gründe zu fasten – aber eine wichtige Grundregel: Man sollte es nie einfach so ohne Vorbereitung beginnen. Die zehn besten Tipps:

1. Zeitplanung - Fürs Heilfasten gibt es keine festen Termine

Traditionell beginnt die Fastenzeit am Aschermittwoch und endet an Ostern. Für das individuelle Heilfasten ist sie jedoch nicht verbindlich. Man sollte eher darauf achten, dass die Phase, in der man fastet, möglichst stressfrei, entspannt ist und eigenen Bedürfnissen entgegenkommt. Wer etwa gern wandert, sollte im Frühling oder Herbst starten.

2. Vorbereitung - Es geht schon vorher richtig los

Mindestens eine Woche vor der Fastenkur beginnt die Planung. Vor dem eigentlichen Start sollten nämlich zwei bis drei Entlastungstage eingehalten werden, an denen man schon reduziert isst. Wärmflasche, Bittersalz und geeignete Fastennahrung sollten ebenfalls bereitstehen, da man in den ersten Tagen ein stärkeres Ruhebedürfnis hat.

3. Die richtige Bewegung - Anspannung und Entspannung

Einfach nur herumliegen und nichts tun ist während des Fastens keine gute Idee. Erstens denkt man nur ans Essen, zweitens greift der Körper die Eiweißvorräte in den Muskeln an. Wer sich bewegt, etwa wandert oder Yoga macht, kann den Muskelabbau verhindern.

4. Ausreichend trinken - Mehr ist manchmal wirklich mehr

Drei bis vier Liter am Tag gelten als ideal, um den Stoffwechsel beim Fasten zu unterstützen. Kräutertee und Mineralwasser sind die klaren Favoriten. Ganz nebenbei sorgen sie auch noch für schöne Haut. Und das kleine Hungergefühl zwischendurch bekämpfen diese Getränke ebenfalls sehr gut.

5. Bloß nicht frieren! - Wichtige Wärmefaktoren

Brrrh! Es ist nicht nur die Wärme der Speisen, die fehlt. Beim Nahrungsentzug verstärkt auch die Stoffwechselumstellung das Kältegefühl. Wer fürs Fasten verreist, sollte warme Socken und kuschelige Oberbekleidung einpacken. Wärmflasche nicht vergessen! Die ist auch für die Leberwickel wichtig.

6. Fasten und arbeiten - Keine kluge Kombination!

Fasten bedeutet besonders für Anfänger eine große Umstellung. Vor allem in den ersten Tagen kann es sehr anstrengend sein. Viele haben dann Kopfschmerzen, schlafen schlechter, können sich kaum konzentrieren. Das geht meist nach drei Tagen vorüber, trotzdem muss man bedenken: Fasten sollte auch eine Entlastung vom Alltag sein. Für alle, die nicht so lange freinehmen können, gilt: Die Umstellungstage vor und nach dem Fasten kann man mit Arbeit kombinieren.

7. Hochleistung für die Leber - Es gibt viel zu tun

Die Leber ist unsere Entgiftungszentrale. Natürlich wird sie beim Fasten besonders gefordert. Um sie zu unterstützen, hilft es, jeden Tag einen feuchtwarmen Leberwickel zu machen. Angenehmer Nebeneffekt: Der Wickel entspannt den ganzen Körper.

8. Fastennahrung - Was man beim Fasten essen darf

Fasten bedeutet nicht den totalen Verzicht. Tatsächlich stehen Brötchen, Obst, Molke, Suppe oder Saft auf dem Speiseplan. Die Kalorienmenge pro Tag sollte allerdings 300 bis 500 nicht übersteigen. Beim Buchinger-Fasten werden etwa in Milch eingeweichte Semmeln intensiv gekaut. Die volle Konzentration auf wenige Nahrungsmittel schärft das Bewusstsein für Essen und Geschmack.

9. Darm - Extrareinigung von innen

Es hilft nichts: Wer fasten will, muss seinen Darm reinigen. Denn das Ziel ist ja seine Entlastung und Entgiftung. Am Starttag und an jedem zweiten Fastentag steht daher eine Darmentleerung an. Dafür gibt es Passage- und Bittersalz (Apotheke) oder Einläufe.

10. Ballast über Bord - Abnehmen geht anders

Viele Menschen wollen einfach mal schnell Gewicht abbauen. Zwar schwinden beim Fasten leicht sechs Kilogramm pro Woche, aber die meisten sind nach einer Weile wieder drauf. Für einen nachhaltigen Abnehmerfolg hilft es nur, langfristig die Ernährung umzustellen.

Autor: Esther Langmaack