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Stärkt das Immunsystem: Grapefruit enthält viel Vitamin C.

Foto © www.piqs.de / th_imhof (Flashbühne) und JürgenWald , CC (Some rights are reserved.)

Für Augen, Muskeln, Blut und Stoffwechsel

Nahrungsmittel: die 30 besten Fitmacher

Herz und Nerven werden durch sie geschützt. Die Abwehr braucht sie, um Krankheitserreger zu besiegen, die Knochen, um stark zu bleiben. Vitalstoffe sind überlebenswichtig. Gut, dass sie in unzähligen Lebensmitteln stecken. Doch vielen Menschen reicht das nicht. Sie wollen mehr - oder bei Defiziten mit Pillen und Pulvern nachhelfen. Nahrungsergänzungsmittel sind beliebt, versprechen sie uns doch fast uneingeschränkte Gesundheit: von geistiger Fitness bis hin zu optimaler Sehkraft und sportlichen Höchstleistungen. Pro Jahr geben die Deutschen rund 1,3 Milliarden für den künstlichen Ersatz aus. Aber sind wir auf die Pillen wirklich angewiesen?

"Sicher nicht", sagt Antje Gahl, Ökotrophologin von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE). "Wenn sich ein gesunder Mensch ausgewogen ernährt, braucht er im Normalfall keine Zusatzpräparate." Eine Unterversorgung sei in unseren Breiten sehr selten, so die Expertin weiter. "Selbst einseitige Ernährung lässt sich nicht einfach durch künstliche Vitamine ausgleichen", mahnt Michael Ristow, Ernährungsmediziner und Lehrstuhlinhaber für Humanernährung in Jena. Wer viel Obst und Gemüse isst, verringert das Risiko vieler Krankheiten. Ristow: "Mit Nahrungsergänzungsmitteln ist das so nicht der Fall. Denn in Tomate und Möhre stecken neben Vitaminen und Mineralien noch Ballaststoffe und sekundäre Pflanzenstoffe, die für unsere Gesundheit ebenfalls wichtig sind."

Es gibt jedoch Ausnahmen: Stellt der Arzt etwa einen Nährstoffmangel fest, lässt sich dieser oft nicht allein durch Lebensmittel ausgleichen - besonders bei einer Unterversorgung mit Eisen oder Jod. "Eine Vitamin-D-Ergänzung ist manchmal bei älteren Menschen sinnvoll, da die Haut mit zunehmendem Alter nicht mehr so viel davon produziert", so Gahl. "Frauen, die schwanger werden wollen oder in den ersten Schwangerschaftswochen sind, sollten zusätzlich Folsäurepräparate einnehmen. Denn die verhindern Missbildungen des Kindes aufgrund eines Nährstoffmangels." Und wer als Sportler Probleme mit Muskelkrämpfen hat, kann einige Tage vor dem Wettkampf Magnesium schlucken. Das hilft. Expertin Gahl rät trotzdem: "Größere Mengen Vitalstoffe sollte niemand ohne ärztliche Anweisung einnehmen."

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Vitamine, Mineralien & Spurenelemente sind unentbehrlich. Der große Überblick: Das leisten sie, so viel brauchen wir, und hier sind sie enthalten:

Für den Stoffwechsel

1. Vitamin B5 oder Pantothensäure ist ein Stoffwechselenzym, das besonders an der Energiegewinnung beteiligt ist. Es spielt eine Rolle beim Auf- und Abbau von Kohlenhydraten, Fetten, Aminosäuren und der Synthese von Cholesterin - wichtig für die Bildung vieler Hormone. Tagesbedarf*: 6 mg Enthalten in: Innereien, Vollkornprodukten, Eiern, Nüssen

2. Vitamin B1 oder Thiamin hilft, Kohlenhydrate zu spalten, und versorgt auf diese Weise Muskeln und Nervenzellen rasch mit Energie. Zudem unterstützt es verschiedene Enzyme bei ihrer Arbeit. Tagesbedarf: 1 bis 1, 3 mg Enthalten in: Weizenkeimen, Schweinefleisch

3. Vitamin B2 oder auch Riboflavin ist ein typisches Milchvitamin: Es kurbelt den Stoffwechsel an, sorgt so für Energie. Außerdem unterstützt es die Aufgaben des Vitamins B6 und des Niacins. Tagesbedarf: 1, 2 bis 1, 5 mg Enthalten in: Milchprodukten, Ei, Leber, Fisch, Spinat

4. Chrom ist ein Ultraspurenelement. Das heißt, der Körper benötigt davon nur geringste Mengen. Chrom ist notwendig, damit das Hormon Insulin den Blutzucker senken kann, und für die Eiweißsynthese. Tagesbedarf: 30 bis 100 µg Enthalten in: Vollkornprodukten, Pilzen, Früchten

(* Der Tagesbedarf bezieht sich auf Jugendliche und Erwachsene.)

Autor: Nicole Simon