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Himbeeren sind nicht nur süß und lecker, sie schützen auch unsere Gesundheit

Himbeeren sind nicht nur wunderbar süß und lecker, sie schützen auch unsere Gesundheit. / Foto © istock

Superobst Himbeere

Himbeeren sind so gesund: Wirkung, köstliche Rezepte und Pflanz-Tipps

Wunderbar, dass Himbeeren auch noch gesund sind. Denn weil sie so lecker schmecken, essen wir sie ohnehin oft und gerne. Doch vor welchen Krankheiten können uns die Gartenfrüchte schützen? Wie pflanzen wir sie am besten an? Und − ganz wichtig − mit welchen Rezepten zaubern wir die feinsten Himbeer-Köstlichkeiten?

Als Tiefkühlobst gibt es Himbeeren natürlich das ganze Jahr. So richtig lecker wird's allerdings, wenn's die Früchtchen frisch vom Strauch gibt, also zwischen Juni und Anfang September.

Gleich lesen:
∙ Warum Himbeeren so gesund sind
∙ Wie viele Kalorien haben Himbeeren?
∙ Himbeeren pflanzen & ernten
∙ Tarte, Overnight-Oat & Schoko-Himbeeren: Die besten Rezepte

Warum Himbeeren so gesund sind

Reich an Vitaminen, Spurenelementen und sekundären Pflanzenstoffen ist die Himbeere ein kleines Multitalent in Sachen Gesundheit.

1. Immunsystem stärken
Die Himbeere enthält Provitamin A, B-Vitamine und vor allem eine vergleichsweise hohe Menge an Vitamin C. Letzteres macht sie zu einer leckeren Helferin unserers Immunsystems, die zum Beispiel vor Erkältungskrankheiten schützen kann. Das enthaltene Biotin macht Haare glänzend, Nägel fest und die Haut schön.

2. Schutz vor Krebs
Wie Heidelbeeren enthalten auch Himbeeren wertvolle sekundäre Pflanzenstoffe. Zum Beispiel Flavonoide, die durch biochemische Prozesse im Körper entstehende freie Radikale absorbieren, die unsere Körperzellen angreifen. Sie wirken entzündungshemmend und können das Krebsrisiko reduzieren.

3. Gut für Knochen, Zähne & Muskeln
In Himbeeren sind die Mineralstoffe Phosphor und Kalzium in größerer Menge zu finden. Beide sorgen für starke Zähne und Knochen. Das ebenfalls enthaltene Magnesium ist gut für die Muskeln. Zuletzt ist noch der bemerkenswert hohe Gehalt an Eisen zu nennen, das blutrreinigend und blutbildend wirkt.


Foto © istock

5. Entgiftend
In der vollreifen Himbeere schmeckt man sie kaum, sie sind aber enthalten: Säuren und Gerbstoffe. Und die können die Leber bei ihrer wichtigen Entgiftungsarbeit unterstützen. Die enthaltene Zitronensäure wirkt harntreibend und -reinigend. Auch eine fiebersenkende Wirkung wird den enthaltenen Säuren zugesprochen.

6. Speziell für Frauen
Tee aus den Blättern der Himbeere stimuliert die Gebärmutter mit einer dem Östrogen ähnlichen Wirkung (weswegen Schwangere eher darauf verzichten sollten). Krampflösend wirkt es bei Beschwerden während der Menstruation. Weil es den Muttermund weich macht, wird der Tee auch gerne von Hebammen kurz vor der Geburt eingesetzt.

Wie viele Kalorien haben Himbeeren

Pro 100 g nur 53 Kalorien: Damit zählt die Himbeere definitiv zu den schlanken Obstsorten und ist mit all ihren gesunden Inhaltsstoffen und dem geringen Zuckergehalt auch beim Abnehmen ein toller Snack für Zwischendurch oder Nachtisch-Ersatz. Die Beeren enthalten darüber hinaus den besonders bekömmlichen Ballaststoff Pektin.

Himbeeren richtig pflanzen und ernten

Bis in den Herbst hinein Himbeeren aus dem eigenen Garten? Herrlich − und kein gärtnerisches Hexenwerk. Wichtig ist ein guter Standort: Zum einen sollte er sonnig (oder leicht schattig) sein. Zum anderen brauchen Himbeeren einen gut durchlüfteten Boden, also vor dem Pflanzen gut durcharbeiten. Die Zugabe von Kompost und Dünger ist empfehlenswert (auch später noch), denn Himbeeren lieben es humus- und nährstoffreich.


Foto © istock

Um zu wachsen, brauchen die Ranken etwas, woran sie sich "festhalten" können, also spendiert man ihnen ein Spalier (die Basisversion funktioniert mit stabilen Holzzstäben und dazwischen gespanntem Gartendraht) oder ein Rankgitter. Wenn's mehrere Sträucher werden: Zwischen den einzelnen Pflanzen etwa einen halben Meter Abstand lassen, den Wurzelballen direkt vor dem Einpflanzen 10 Minuten wässern. Ideale Zeit zum Einpflanzen ist der Herbst, im Frühling ist's notfalls auch noch möglich. Zurückgeschnitten wird die Pflanze nach der Ernte. Dabei nur die Triebe abschneiden, die Früchte getragen haben.

Neben den klassischen Sommerhimbeeren gibt es auch Herbsthimbeeren, die bis in den Oktober Früchte tragen. Diese Sorten werden nach der Ernte komplett nah am Boden geschnitten.

Die leckersten Himbeer-Rezepte

Von supereinfach und megaschnell bis zu etwas aufwändigeren Kreationen: Das sind unsere Lieblingsrezepte mit Himbeeren!

Himbeeren in Schokolade
Frische (oder ganz frisch aufgetaute), möglichst feste Himbeeren
Lieblingsschokolade (schönster Kontrast zur Himbeersüße ist allerdings Habbitter oder Edelbitter)
1-2 EL Sahne oder Milch


Foto © istock
Das Ergebnis ist mindestens so gut wie die bekanntere Variante mit den Erdbeeren und ein wunderbares Sommerleckerli, das auch Gäste happy macht. So geht's: Schokolade mit Sahne oder Milch zum Schmelzen bringen. Himbeeren in die Schokolade geben (nicht zu viele auf einmal), mit einer Gabel herausfischen und auf mit Backpapier ausgelegtes kleines Blech/Brett geben. Wer mehr Mühe investieren mag, tunkt die Himbeeren nur zu zwei Dritteln ein (sieht edler aus). Danach eine Stunde in den Kühlschrank stellen zum Abkühlen und Aushärten. Kalt servieren.

Overnight Oats mit Himbeeren
5 EL Haferflocken (grobe)
1 Naturjoghurt
etwas Milch
50 g Himbeeren
1 TL Honig
Nach Belieben dazu: gehackte Mandeln oder Nüsse, Zimt

Foto © istock
Fünf Himbeeren zerdrücken und mit Joghurt, Milch, Honig (und ggf. Zimt und Mandeln) gründlich vermischen. In ein Glas füllen, restliche Himbeeren obendrauf und über Nacht mit Deckel beziehungsweise zugedeckt in den Kühlschrank stellen. Das Ergebnis ist ein feines, nährstoffreiches Frühstück am nächsten Morgen!

Himbeer-Tarte
300 g Mehl
200 g Butter
100 g Zucker
1 Ei
Prise Salz

500 g Himbeeren
200 g Quark (40%)
1 Becher Schmand
1 Ei
1 Päckchen Vanillezucker
Honig oder Himbeermarmelade


Foto © istock

Klein geschnittene Butter mit Zucker und Ei verrühren. Mehl dazu und kneten, bis ein glatter (Mürb-)Teig entsteht. In Frischhaltefolie wickeln und für 1 Stunde in den Kühlschrank. In einer runden, eingefetteten Kuchenform ausrollen, mehrmals mit der Gabel einstechen und bei 200 °C im Ofen 15 Minuten vorbacken. Die Hälfte der Himbeeren mit Quark, Schmand, Ei und Vanillezucker gut verrühren, in die Form geben. 45 Minuten bei 180 Grad backen. Die restlichen Himbeeren auf dem Kuchen verteilen und zum Schluss mit etwas flüssigem Honig oder glattgerührter Himbeermarmelade beträufeln.

Himbeer-Smoothies
250 g Himbeeren
150 ml Milch
150 g Joghurt
2 EL Honig


Foto © istock

Alle Zutaten in den Smoothie-Mixer geben oder in eine Schüssel für den Zauberstab, schön schaumig mixen, in zwei Gläser füllen und genießen! Zur Dekoration gerne Minzblätter verwenden. Das sieht nicht nur hübsch aus, die frische Minze passt auch perfekt zum lieblichen Himbeergeschmack.

Himbeer-Schoko-Muffins
250 g Mehl
120 g Zucker
1 Päckchen Backpulver
1 Prise Salz
120 g Butter
2 Eier
200 ml Milch
150 g dunkle Schokolade
100 g Himbeeren (frisch oder tiefgekühlt)


Foto © istock

Trockene Zutaten miteinander vermengen. Schokolade im Wasserbad schmelzen. Butter erwärmen und mit Milch, Eiern und zuletzt der Schokolade vermengen. Trockene und flüssige Zutaten mit den Himbeeren mischen und in den Mulden des Muffinblechs (gefettet oder mit Papierförmchen ausgelegt) verteilen. Im vorgeheizten Ofen bei 180 Grad etwa 15-20 Minuten backen.

Himbeer-Eiswürfel
Himbeeren
Eiswürfelform
Wasser

Foto © istock

Rezept ist fast schon zu viel gesagt − aber die im Gefrierfach in Wasser eingefrorenen Früchte sehen nicht nur schick aus, sie sind auch eine perfekte Ergänzung zum Prosecco-Aperitiv oder ganz simpel zum Wasser.

Autor: Katharina Happ