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Frische Beeren locken mit vollem Aroma und vielen Vitaminen.

Gesund und lecker: Jetzt sind viele heimische Beeren sonnensatt und voller Geschmack. - Foto © picture alliance / Bildagentur-o

Gesundheit aus dem Glas

Frische Beeren-Drinks

Ab ins Körbchen! Am Wegrand, auf Wiesen und Feldern, im eigenen Beet – überall kann man sie jetzt pflücken. Erdbeeren, Himbeeren und ihre vielen heimischen Kollegen verführen mit köstlichem Duft zum Naschen. Auch in Marmeladen, auf Torten, in Desserts oder Milchshakes schmecken sie köstlich. Und im Gegensatz zu anderen Schleckereien sind sie sogar sehr gesund, denn die kleinen Wonneproppen schmecken nicht nur nach Sommer, sie stecken auch voller Vitalstoffe.

Alles Wissenswerte über die süßen Früchte verrät Ihnen unser Beeren-Ratgeber:

1. Erdbeeren
Wohl kaum eine Nation ist so erdbeerverrückt wie wir: Jeder Deutsche isst pro Jahr knapp drei Kilo der roten Früchte. Die Königin unter den Beeren hat Ende Mai Hochsaison. "Frisch sind Erdbeeren, wenn sie gut duften und ihre Kelchblätter prall und grün sind", erklärt die Hamburger Ernährungsexpertin Meike Schmalstieg. "Vor allem sollten sie rundum rot sein. Grüne Stellen reifen nach der Ernte nämlich nicht nach."
Inhaltsstoffe: Sie liefern mehr Vitamin C als Zitronen. Zudem Kalium und Magnesium.

2. Brombeeren
Finden kann man sie überall in der Natur. "Doch von der Hand in den Mund sollten wilde Brombeeren wegen des Fuchsbandwurms lieber nicht gegessen werden", warnt die Fachfrau. Die violetten Früchte haben von Juli bis September Saison. Im Kühlschrank halten sie sich zwei Tage. Dafür die Beeren nebeneinander auf einen Teller legen. Im Schälchen werden sie schnell matschig.
Ihre Heilkräfte: Sie wirken entzündungshemmend, helfen bei Heiserkeit und Halsschmerzen.
Inhaltsstoffe: Brombeeren sind reich an Vitamin E, Kalzium und Ellagsäure.

3. Himbeeren
Die zarteste Versuchung, seit es Beeren gibt: Die Himbeere startet Anfang Juni richtig durch. Doch sie ist hochsensibel. Eine echte Diva! Deshalb wird sie nur von Hand geerntet, ist immer naturbelassen und sollte möglichst frisch gegessen werden.
Inhaltsstoffe: Himbeeren enthalten viel Biotin, das Schönheitsvitamin für gesunde Haare und Nägel. Zudem: Natrium, Eisen und Zitronensäure, die den Harnstoffwechsel beeinflusst, treibend und reinigend wirkt.

4. Heidelbeeren
Die dunkelblauen Kugeln, auch Blaubeeren oder Bickbeeren genannt, werden von Juni bis September geerntet. Sie sind gesund fürs Herz und schützen vor Arteriosklerose.
Inhaltsstoffe: In Heidelbeeren stecken Anthocyane. Ein US-Forscherteam konnte nachweisen, dass diese Stoffe Ablagerungen in den Arterien nicht nur vorbeugen, sondern auch zurückbilden können. Der Gerbstoff Tannin hemmt zudem Entzündungen.

5. Johannisbeeren
Ob rot oder schwarz – die kleinen Beeren, die ab Juni reifen, sind fast immer sauer. Am besten genießt man sie deshalb in einem süßen Dessert. Aus Schwarzen Johannisbeeren wird übrigens der legendäre Likör Cassis hergestellt, der zusammen mit Champagner den berühmten Kir Royal ergibt.
Inhaltsstoffe: Johannisbeeren sind als Vitamin-C-Lieferanten Spitzenreiter: "In 100 Gramm befindet sich mehr als das Doppelte unseres Tagesbedarfs", sagt die Expertin Meike Schmalstieg. Ihre Gamma-Linolensäure lindert Hautleiden wie Neurodermitis.

6. Stachelbeeren
Raue Schale, süßer Kern! Die borstigen Stachelbeeren werden hierzulande von Juni bis August geerntet. Beim Kauf sollte man darauf achten, dass ihre Schalen heil, die Früchte nicht runzelig sind. Stachelbeeren kommen in vielen Variationen vor: Es gibt sie weiß, gelb, rot und sogar gestreift!
Inhaltsstoffe: Unter den heimischen Beeren haben sie den höchsten Zuckergehalt. Zudem steckt viel Silizium drin. Meike Schmalstieg: "Die Früchte sind auch reich an Pektin, einem löslichen Ballaststoff, der darmreinigend und verdauungsfördernd wirkt."

7. Holunderbeeren
Sie sind erst im September reif. Alle grünen Teile des Holunderstrauchs sind giftig, ebenso die Kerne der blauschwarzen Beeren.
Inhaltsstoffe:
Holunderbeeren enthalten ein toxisches Glykosid, das unter anderem in die hochgiftige Blausäure zerfällt. Sie werden deshalb immer nur gekocht verzehrt, als Gelee oder als Saft. Der ist ein altes Hausmittel gegen Erkältungen. Keine andere Frucht hat zudem so viel Selen.


Beeren-Drinks - Gesundheit aus dem Glas

Rezepte, die erfrischen und fit halten:

1. Erdbeer-Shake

Zutaten:
100 g frische Erdbeeren
½ Orange
200 ml Milch
½ TL flüssiger Honig
½ TL Leinöl
frischer Zitronensaft

Zubereitung:
Erdbeeren putzen und klein schneiden, Orange auspressen, mit der Milch pürieren. Restliche Zutaten zugeben, mit Zitronensaft abschmecken.


2. Johannisbeer-Lassi

Zutaten:
100 g rote Johannisbeeren
2 TL Honig
1 Mango
einige Eiswürfel
150 ml Vollmilchjoghurt

Zubereitung:
Johannisbeeren, Honig und das Fruchtfleisch der Mango pürieren. Durch ein Sieb abseihen. Glas mit Eiswürfeln füllen, mit Joghurt auffüllen und die Fruchtmischung dazugießen.


3. Beeren-Bowle

Zutaten:
5 g Ingwer
halbe Limette
200 Gramm Beerenmischung (Erdbeeren, Blaubeeren, Johannisbeeren)
Zucker
Mineralwasser
einige Eiswürfel

Zubereitung:
Ingwer durch eine Knoblauchpresse drücken und in ein großes Glas geben. Ausgepresste Limette und zerkleinerte Beeren zugeben, mit Zucker abschmecken. 25 Min. ziehen lassen, mit Mineralwasser und Eiswürfeln auffüllen.

Autor: Susan Junghans-Knoll