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Eiertomaten sind prima als Brotbelag geeignet.

Eiertomaten haben ein festes Fruchtfleisch und sind prima als Brotbelag geeignet. - Foto © picture alliance / Arco Images G

Plus Tomatenkunde

Die Kraft der Tomaten

Knallrot, prall und fruchtig. Jetzt sind Tomaten besonders lecker: ganz reif und voll Aroma. Ein köstlicher Kontrast zu dem Angebot, das man den Rest des Jahres in den Supermarktregalen findet. Auch optisch trumpfen die Früchte auf mit zahllosen Formen und Farben: Da gibt es grüne, gelbe, rosafarbene, dunkelviolette, getigerte oder gestreifte, längliche und bizarr geformte.

Insgesamt 10.000 Sorten werden angebaut. Eine enorme Vielfalt. Und die kommt an: Etwa 24 Kilogramm Tomaten genießt jeder Deutsche im Schnitt pro Jahr – Tomatensaucen und Tomatenmark mitgerechnet. Beide sind sogar noch gesünder als frische Ware, denn sie enthalten wesentlich mehr Lycopin, einen Pflanzenfarbstoff, der für das Rot des Nachtschattengewächses sorgt. Wer viel davon zu sich nimmt, senkt laut Experten das Risiko, an Herz-Kreislauf-Leiden oder an Prostatakrebs zu erkranken. Außerdem, so ergab eine Studie, schützt der Stoff die Haut vor Sonneneinstrahlung. Ein Esslöffel Tomatenmark täglich baut einen Basis-Sonnenschutz auf, der in etwa dem Lichtschutzfaktor (LSF) 4 entspricht.

Tomaten: Einkauf und Lagerung

Beim Einkauf sollten Tomaten frei von Druckstellen sein. Bei dem wasserreichen Gemüse, das botanisch gesehen eigentlich eine Beerenfrucht ist, kann die verletzte Schale nämlich leichter anschimmeln. Zudem sollte man Tomaten nicht im Kühlschrank lagern, denn dort büßen sie viel an Aroma ein. Besser ist es, sie bei Zimmertemperatur getrennt von anderen Obst- und Gemüsesorten aufzubewahren. Auf einer sonnigen Fensterbank können junge Früchte nachreifen, bevor sie im Salat, in der Suppe oder auf dem Brot landen.

Auch gefüllt oder geschmort sind Tomaten ein Geschmackserlebnis. Das galt für Gewächshaussorten bisher nicht immer. Nun ist es Forschern aber gelungen, das Erbgut der Tomate komplett zu entschlüsseln und jedes einzelne der rund 35.000 Gene zu identifizieren – auch das Aroma-Gen. Die Forscher planen jetzt, Tomaten genetisch so zu verändern, dass sich Geschmack und Färbung perfekt entwickeln – auch im Gewächshaus. Schöne neue Tomatenwelt? Wohl kaum. Nichts ist so gut wie eine sonnenverwöhnte Frucht vom Feld oder aus dem eigenen Garten.


Kleine Tomatenkunde: Für jeden Anlass die passende Frucht

1. Kirschtomate
Mit einem Fruchtgewicht von gerade mal 15 Gramm ist sie die kleinste ihrer Art. Geschmack: intensiv süßlich. Sie ist das perfekte Naschgemüse und schöne Plattendeko auf jeder Party.

2. Rispentomate
Da sie mit dem Zweig geerntet wird und an der Pflanze ausreift, duftet sie besonders und ist sehr geschmacksintensiv. Sie hat viel Saft und viel Fruchtfleisch, ist somit vor allem für Saucen geeignet.

3. Fleischtomate
Bis zu 250 Gramm bringt dieses Schwergewicht auf die Waage. Die Sorte "Ochsenherz" auch gern mal das Doppelte. Am besten entfaltet sich das süß-säuerliche Aroma in Tomatensuppen und -saucen.

4. Gelbe Tomate
Die ältesten Sorten Europas waren wohl gelb, wie der Name Pomodoro (ital.: Goldapfel) vermuten lässt. Geschmacklich stehen sie ihren Schwestern in nichts nach und sind im Salat eine bunte Abwechslung.

5. Eiertomate
Namensgebend ist ihre längliche Form. Sie hat weniger Kerne und lässt sich wegen des festen Fruchtfleisches gut schneiden. Allerdings ist sie auch weniger saftreich – dafür aber prima als Brotbelag geeignet.

Autor: Anne-Kathrin Hasse