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Die besten Naturheilmittel: Salbeitee hilft gegen Halsschmerzen.

Die besten Naturheilmittel: Salbeitee hilft gegen Halsschmerzen. / Foto: © picture alliance / Arco Images GmbH

Sanfte Medizin

Die besten Naturheilmittel

Eines ist klar: Pillen schluckt keiner gern. Vor allem dann nicht, wenn es auch natürliche Wege gibt, das Leiden zu lindern. Tatsächlich wählen mehr als zwei Drittel der Deutschen pflanzliche Präparate und klassische Anwendungen wie Wickel oder Inhalationen, wenn alltägliche Beschwerden wie etwa Schnupfen oder Schmerzen auftreten. Viele junge Menschen kennen die Rezepte ihrer Großmütter oder Heilklassiker der Landfrauen noch aus der Kindheit und wenden diese heute wieder an.

Das Tolle an der einfachen grünen Medizin: Viele Zutaten haben wir schon daheim im Küchenschrank, sei es nun Honig, Essig, Rosmarin oder Thymian. Meist muss man also nicht einmal das Haus verlassen, um sich schnell besser zu fühlen. Noch mehr Rezepte, einfach und natürlich gesund zu werden, finden Sie übrigens im neuen Ratgeber ''Die besten Hausmittel von A bis Z'' (Südwest, 272 S., 14,99 Euro). Ein Gang zur Apotheke muss dann nur noch sein, wenn bei pflanzlichen Präparaten eine genaue oder hohe Wirkstoffkonzentration nötig ist, um gute Heileffekte zu erzielen.


ATEMWEGE

Inhalation mit Salz: Erleichtert das Atmen 1 TL Salz mit 3–4 l kochendem Wasser in eine tiefe Schüssel geben. Darüberbeugen, Handtuch über Kopf und Schüssel legen und die Dämpfe mindestens 10 Min. einatmen.

Rettichsaft: Für die Abwehr Schwarzen Rettich gründlich abbürsten, aushöhlen, mit Kandis füllen. Saft ziehen lassen und auffangen. Teelöffelweise einnehmen.

Ein Fußbad

Foto: © picture alliance

Fußbad: Gegen erste Erkältungszeichen Einen Thymian-Schachtelhalm-Sud aus je 8 TL Kraut und 2 l kochendem Wasser herstellen, 10 Min. ziehen lassen, in eine Fußwanne mit kaltem Wasser füllen, bis 33 Grad erreicht sind. Füße reinstellen, langsam heißes Wasser nachfüllen.

Nasenspülung: Schwemmt Erreger weg Regelmäßiges "Nasenduschen" mit isotonischer Salzlösung (0,9 g Kochsalz in 100 ml Wasser) wirkt vorbeugend gegen und heilend bei Schnupfen. Fertige Salzmischungen und Geräte sind in Apotheken und Drogerien erhältlich.

Ingwertee: Hemmt Entzündungen Er wärmt von innen und bekämpft Infekte auf natürliche Art. Dafür ein daumengroßes Stück Ingwer schälen, in dünne Scheiben schneiden und mit knapp 1 l Wasser überbrühen. Ziehen lassen, in Thermoskanne warm halten, über den Tag verteilt schluckweise trinken. Nach 16 Uhr nicht mehr!

Thymiantee: Gegen Reizhusten 2 TL Thymiankraut mit 200 ml heißem Wasser überbrühen und zugedeckt 10 Min. ziehen lassen. Kapland-Pelargonie Gut gegen Bronchitis Inhaltsstoffe aus Wurzeln der Kapland-Pelargonie wirken antibiotisch, bessern Atemwegsentzündungen und aktivieren die Selbstheilungskräfte (z. B. "Umckaloabo", Apotheke). Die Heilpflanze stärkt die Immunabwehr, das zeigen mehrere Studien. Kann auch vorbeugend eingesetzt werden.

Efeu: Löst auch harten Husten Saponine aus Efeu verflüssigen den Schleim und lindern so den Husten. Besonders für Kinder gut geeignet (Apotheke).

Knoblauchtee: Gegen Abgeschlagenheit Hilft gegen Müdigkeit bei Infekten: 1 gehackte Knoblauchzehe und 2 TL getrocknete Eukalyptusblätter mit 200 ml heißem Wasser überbrühen und 5 Min. zugedeckt ziehen lassen. Abseihen, eventuell mit Honig süßen. Vier Tassen täglich trinken.

Holundersaft: Gegen Fieber 3-mal täglich 200 ml erhitzen, mit Honig und Zitronensaft verfeinern und möglichst heiß trinken.

Essigsocken: Gegen Fieber 2 EL Essig zu einem Liter warmem Wasser geben (36 Grad), ein Paar Wollsocken darin eintauchen, auswringen und anziehen. Darüber trockene Socken streifen. Etwa 15 Min. anbehalten. Sinkt das Fieber nicht, die Anwendung wiederholen.

Rosenöl: Gegen Pollenallergien Ätherisches Rosenöl kann helfen, eine Allergie zu überwinden. Dafür öfter mal an dem Öl schnuppern oder Rosenwasser auf Wattepads träufeln und auf die Augen legen. Wer allergisch reagiert, kann Kamille, Melisse oder Lavendel probieren.


BEWEGUNGSAPPARAT

Franzbranntwein: Gegen Muskelkater Wer Muskelkater fürchtet, sollte direkt nach einer anstrengenden Trainingseinheit den Körper mit dem Mix einreiben. Aber nicht zu oft anwenden! Alkohol trocknet die Haut aus.

Johanniskrautöl: Gegen Verletzungen, Gelenkschmerzen Das Öl (Reformhaus) leicht erwärmen und danach gründlich einmassieren.

Heusäckchen: Gegen Rückenschmerzen Den Heublumensack (Apotheke) über Wasserdampf erhitzen und auf die betroffenen Stellen legen. Nach etwa einer Stunde abnehmen.

Fangopackungen: Gegen Verspannungen Wärme fördert die Durchblutung und löst Verspannungen. Fangopackungen für den Hausgebrauch gibt es in der Apotheke.

Cayennepfeffer: Gegen Muskelschmerzen Der Wirkstofff Capsaicin aus Chilischoten kann Verspannungen effektiv lösen. 3 EL getrocknete, geschnittene und entkernte Chilischoten mit 250 ml Speiseöl auf kleinster Flamme 10 Min. lang in einer Pfanne erwärmen, abkühlen lassen und durch ein Sieb filtern.

Ananasenzym: Gegen Entzündungen Enzyme wie Bromelain aus der Ananas steuern Stoffwechsel- und Heilungsprozesse. Studien zeigen, dass rheumatische Erkrankungen durch Enzymtherapien (z. B. "Wobenzym Plus", Apotheke) schneller abklingen.

Heisse Rolle: Bei Nackenschmerzen Drei Geschirrhandtücher aufeinanderlegen, mit kochendem Wasser übergießen, aufrollen und danach mit einem trockenen Tuch umwickeln. Die Rolle nun auflegen.

Rosmarinbad

Foto: © picture alliance/chromorange

Rosmarinbad: Bei verhärteten Muskeln Badezusätze (Drogerie) zum 38 Grad warmen Wasser in die Wanne geben und darin für etwa 20 Min. entspannen.

Eisenhut: Bei Rückenschmerzen Bei akuten, schmerzhaften Verspannungen, Muskel- und Nervenschmerzen hilft "Aconit Schmerzöl" (Apotheke). Betroffene Zone ein- bis dreimal täglich einreiben.

Beinwell: Bei Rückenschmerzen Der Wirkstoff des Beinwell hemmt Schmerzen, lindert Entzündungen und wirkt abschwellend, so das Ergebnis von Studien (z. B. "Traumaplant", Apotheke).

Akupressur: Gegen Rückenschmerzen Besonders effektiv, wenn der untere Rücken betroffen ist. Dann die beiden Kuhlen im Bereich des Kreuzbeins kreisförmig mit Daumen oder Zeigefinger massieren.

Petersilie: Bei Sportverletzungen Ein Bund Petersilie klein hacken, mit einem steif geschlagenen Eiweiß mischen und auf ein Tuch streichen. Dieses für zwei Stunden auf die Verletzung geben, sodass es gut einwirken kann.


HALS, NASE, OHREN

Zwiebelkompresse: Gegen Ohrenschmerzen Eine fein gehackte Zwiebel in ein Baumwollsäckchen geben, über Wasserdampf erwärmen und dann ausdrücken, bis Saft austritt. Das Säckchen auf das schmerzende Ohr legen, mit einem Schal befestigen. 20 Min. wirken lassen.

Salbeitee: Gegen Halsschmerzen 3 TL frische Salbeiblätter klein schneiden, 5 Min. in ½ l Wasser kochen, abseihen, in eine Thermoskanne füllen. 2- bis 3-mal täglich 1 Tasse trinken.

Quarkwickel: Gegen Halsschmerzen 500 g Quark mit 1 TL Essig vermischen und auf ein feuchtes Baumwolltuch streichen. Das Tuch um den Hals wickeln. Darüber noch ein Baumwolltuch legen und den Wickel mit einem Schal fixieren. Dann mindestens ein bis zwei Stunden oder sogar über Nacht angelegt lassen.

Zimt

Foto: © picture alliance / Arco Images GmbH

Zimt: Gegen Schnupfen Lässt die Nasenschleimhäute abschwellen: eine Messerspitze gemahlenen Zimt eine Minute lang gut kauen, danach gründlich ausspucken. Eventuell sollte man den Mund kurz mit Wasser ausspülen.


FRAUENLEIDEN

Mönchspfeffer: Bei Menstruationsbeschwerden Mönchspfeffer reguliert bei ganz jungen Frauen, aber auch während der Wechseljahre auf natürliche Weise den Zyklus, bessert Hitzewallungen und andere typische Beschwerden vor der Menopause. Präparate sind in Apotheken erhältlich. Wichtig: Die volle Wirkung setzt erst nach einigen Wochen ein.

Wärmflasche: Gegen Schmerzen Menstruationskrämpfe lassen sich mit einer Wärmflasche auf dem Bauch lindern.

Gänsefingerkraut: Gegen Prämenstruelles Syndrom (PMS) 2 TL Kraut mit 150 ml kochendem Wasser übergießen, nach 10 Min. abseihen. 3 Tassen täglich während der PMS-Phase.

Lavendelöl

Foto: © picture alliance/chromorange

Lavendelöl: Gegen Prämenstruelles Syndrom (PMS) Je 6 Tropfen Lavendel- und Rosenholzöl mit einem halben Becher Sahne mischen und ins 37 bis 39 Grad warme Badewasser geben. 2- bis 3-mal wöchentlich maximal 30 Min. baden.

Eisenkrauttee: Gegen unregelmäßige Periode 2 TL Kraut mit 150 ml kochendem Wasser übergießen und nach 10 Min. abseihen. 14 Tage lang drei Tassen täglich.

Traubensilberkerze: Gegen Wechseljahrsbeschwerden Die wirksamen Inhaltsstoffe der Heilpflanze Cimicifuga wirken östrogenartig. Präparate aus der Apotheke nach Anleitung nehmen.

Oreganotee: Gegen Regelschmerzen 3 TL Kraut mit 200 ml kochendem Wasser übergießen, nach 5 Minuten abseihen und bis zu drei Becher täglich trinken.

Schwarzkümmelöl: Gegen Bauchschmerzen Von diesem Öl (Apotheke oder Reformhaus) entweder 2-mal täglich 20 Tropfen einnehmen oder damit eine Bauchmassage durchführen. Die Bewegungen dabei bitte im Uhrzeigersinn vornehmen.

Salbei: Gegen Hitzewallungen und starkes Schwitzen 3 TL Salbeiblätter klein schneiden, 5 Min. in ½ l Wasser kochen. 2- bis 3-mal täglich eine Tasse trinken.

Aloe Vera: Gegen Brustspannen Je 30 ml Aloe-vera-Gel (Apotheke) mit 30 ml Ringelblumenöl mischen, kräftig schütteln, die Brust abreiben, einziehen lassen. Der Mix ist im Kühlschrank eine Woche haltbar. Täglich einmassieren.

Grapefruitöl: Bei Schwangerschaftsübelkeit Eine Schale mit heißem Wasser füllen, mit 4–6 Tropfen Grapefruitöl in den Raum stellen.

Granatapfel: Bei Hormonmangel 1 EL Granatapfelkerne täglich liefert zusätzlich natürliche Pflanzenhormone.


SEELE

Baldrian: Gegen Schlafstörungen Hilft bei Unruhe, Prüfungsangst oder Sorgen, die einem den Schlaf rauben. Hoch dosierter Baldrianextrakt sorgt auf natürliche Art für Entspannung und guten Schlaf.

Johanniskraut: Gegen Depressionen Hoch dosiertes Johanniskraut soll gegen leichte bis mittlere Depressionen wirken. Tagesdosis: 900 mg. Achtung: Johanniskraut kann die Wirkung der Antibabypille beeinträchtigen!

Lavendelöl: Gegen Angstgefühle Aktuelle Studien zeigen, dass Lavendelöl die Reizverarbeitung im Nervensystem verbessert. Angst und Unruhe lösen sich, der Schlaf wird besser. Präparate (z. B. "Lasea", Apotheke) entfalten nach einigen Tagen ihre Wirkung, können über längere Zeit eingenommen werden und machen nicht müde!

Fußmassage: Bei Einschlafstörungen Die indische Ayurvedalehre setzt auf Ölmassagen. Um besser einzuschlafen, einfach 1 EL Sesamöl erwärmen, sanft in die Füße einmassieren. Dabei gezielt jeden einzelnen Zeh leicht drücken und kneten. Anschließend warme Socken anziehen und einschlummern.

warme Milch mit Honig

Foto: © picture alliance / Arco Images GmbH

Milch: Zum Einschlafen Warme Milch mit Honig gilt als Klassiker unter den gesunden Schlafmitteln. 250 ml Milch langsam erwärmen. Wichtig: nicht kochen lassen, denn das zerstört die wirksamen Inhaltsstoffe.

Keimzumpe: Gegen Erschöpfung Das "natürliche Valium" beruhigt wohltuend und fördert den Schlaf (Apotheke).

Autor: Esther Langmaack