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"Hauptsache gesund" (MDR) mit Moderatorin Dr. Franziska Rubin über Diabetes

In "Hauptsache gesund" (MDR) geht es mit Moderatorin Dr. Franziska Rubin am 19.5. um Diabetes; Bild: © MDR/Axel Berger

Der beste Schutz vor Diabetes

Diabetes vorbeugen

Für die meisten Experten ist er längst eine Volksseuche: Diabetes. Bei vier Millionen Menschen in Deutschland wurde die Erkrankung bereits diagnostiziert. Weit schlimmer aber ist, dass weitere zwei Millionen diabeteskrank sind und nichts davon wissen.

Ursachen für Diabetes

Die Ursache ist bei den meisten gleich und offensichtlich: Übergewicht. Die überschüssigen Pfunde wirken im Organismus wie ein schleichendes Gift und greifen langsam und daher lange Zeit unbemerkt neben Knochen und Gelenken vor allem den Stoffwechsel an. Zudem zeigen neueste Untersuchungen, dass Diabetes Eiweißablagerungen bei Nervenzellen im Gehirn verursacht und das Alzheimer-Risiko beträchtlich erhöhen kann.

Neben Nikotinsucht gilt mittlerweile auch kontinuierlicher Schlafmangel als ein großes Risiko für Typ-2-Diabetes. Der Alters-Diabetes, wie man diese Form der Zuckerkrankheit lange nannte, wurde früher nur bei älteren Menschen beobachtet.

Unter Diabetes leiden immer mehr Jugendliche

Heute leiden auch immer mehr Jugendliche unter zu viel Zucker im Blut. Ihre Körperzellen können den süssen Treibstoff nicht mehr aufnehmen, denn dafür brauchen sie Insulin. Das Hormon arbeitet wie eine Art Türöffner für den Zucker.

Doch die Bauchspeicheldrüse von Typ-2-Diabetikern stellt mit der Zeit immer weniger Insulin her. Zudem sprechen die Körperzellen nur schlecht auf das Hormon an. Der Zucker bleibt im Blut und schädigt Adern, Augen, Herz, Nieren und Gehirnzellen.

Dabei ließe sich die Krankheit in ihrem Anfangsstadium relativ leicht in den Griff bekommen. Eine der wichtigsten Maßnahmen ist das Abnehmen. Manchmal pendelt sich allein dadurch der Blutzucker wieder ein, oder er erreicht zumindest ein Niveau, das Ärzte gut therapieren können.

Bewegung hilft gegen Diabetes

Bewegung ist bei einer Therapie gegen Diabetes genauso von Bedeutung wie gesundes Essen. Denn Sport verbessert die Wirkung des Insulins im Körper, er baut schneller Fett ab, und der Blutzuckerspiegel kann besser reguliert werden.

Aktivitäten wie Radfahren, Gartenarbeit oder Spazierengehen tragen zu einem geringeren Risiko für den Typ-2-Diabetes bei. Wichtig ist, dass man sich mindestens dreimal pro Woche für 30 Minuten ausgiebig bewegt.

Naturheilmittel gegen Diabetes

Der pflanzliche Wirkstoff EGb 761 aus Ginkgo-Blättern ("Tebonin", Apotheke) kann, wie Studien zeigen, den Hirnstoffwechsel verbessern und damit Schädigungen vorbeugen.

Vererbter Diabetes

Zum Teil ist Diabetes sogar Familiensache. Mittlerweile belegen zahlreiche Forschungsarbeiten: Ist ein Elternteil erkrankt, beträgt das Erkrankungsrisiko der Kinder 30 bis 40 Prozent.

Die Ursache besteht wahrscheinlich in einem Zusammenspiel von Genen und Lebensstil der Familie. Wird sehr fett und zuckerreich gegessen, erhöht sich auch das Diabetesrisiko aller Familienmitglieder. Oder auch nicht. Schließlich hat es jeder bis zu einem gewissen Punkt selbst in der Hand, ob er es so weit kommen lässt oder nicht.

Hauptsache gesund (MDR)

Im wöchentlichen Gesundheitsmagazin "Hauptsache gesund" (MDR, immer mittwochs) geht es am 19.05. um Diabetes und Durchblutungsstörungen.

Testen Sie Ihr persönliches Diabetesrisiko!*

Wenn Sie wissen, ob Sie gefährdet sind, können Sie einem Diabetes wirksam vorbeugen. Das finden Sie so heraus: Addieren Sie die Punkte der 9 Testfragen, und lesen Sie die Auswertung am Ende des Tests.

1. Wurde bei Ihnen bereits ein erhöhter Blutzuckerspiegel festgestellt?
● Ja - 5 Punkte
● Nein - 0 Punkte

2. Wie alt sind Sie?
● Unter 35 - 0 Punkte
● 36 bis 50 - 1 Punkt
● Älter als 51 - 3 Punkte

3. Wie hoch ist Ihr Body-Mass-Index (BMI)?
● Kleiner als 25 - 0 Punkte
● Zwischen 25 und 30 - 2 Punkte
● Über 30 - 4 Punkte

4. Leiden Sie unter Bluthochdruck?
● Ja - 3 Punkte
● Nein - 0 Punkte

5. Wie häufig steht bei Ihnen Sport auf dem Programm?
● Nie - 3 Punkte
● Einmal die Woche - 1 Punkt
● Mindestens dreimal pro Woche - 0 Punkte

6. Rauchen Sie?
● Nie - 0 Punkte
● Gelegentlich - 2 Punkte
● Regelmäßig - 4 Punkte

7. Gibt es Diabetiker in Ihrer Familie?
● Nein - 0 Punkte
● Ja, unter Geschwistern oder Eltern - 5 Punkte
● Ja, unter Onkeln und Tanten oder Cousins und Cousinen - 3 Punkte

8. Sind Sie Kaffeetrinker?
● Ja - 0 Punkte
● Nein - 1 Punkt

9. Haben Sie in letzter Zeit häufiger Durst?
● Ja - 2 Punkte
● Nein - 0 Punkte

Testauswertung

0 bis 8 Punkte:
Sie haben ein geringes Risiko, einen Diabetes vom Typ 2 zu entwickeln. Achten Sie weiter auf Bewegung und gesunde Ernährung.

9 bis 17 Punkte:
Sie sind gefährdet, in den nächsten zehn Jahren an Diabetes zu erkranken. Nun ist es wichtig, dass Sie vorsorgen. Wer sich mehrmals die Woche bewegt, kann sein Risiko deutlich senken. Das gilt auch für gesundes Essen. Gemüse sollte ab jetzt täglich auf Ihrem Teller landen. Verwenden Sie nur hochwertige Fette und möglichst wenig Zucker.

18 bis 30 Punkte:
Vorsicht! Sie sind stark gefährdet, in den nächsten Jahren Diabetes Typ 2 zu entwickeln. Vielleicht sind Sie auch schon erkrankt. Ein einfacher Bluttest aus der Apotheke kann einen ersten Hinweis geben. Lassen Sie sich von einem Arzt beraten, wie Sie Ihr Risiko senken können.

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* Der Test wurde auf der Basis eigener Recherchen entwickelt. Wissenschaftlich fundierte Hinweise auf mögliche bestehende Diabetes-Risiken kann er nicht geben. Er dient im Wesentlichen als erste Orientierungshilfe und kann auf keinen Fall eine gründliche ärztliche Diagnose ersetzen.

Autor: G. F.