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Der neue Weg zum Wunschgewicht: mehr essen, weniger wiegen

Foto © www.piqs.de / eckhard krause , CC (Some rights are reserved.)

Ökotrophologin Ulrike Gonder exklusiv in HÖRZU

Der neue Weg zum Wunschgewicht

Muss es immer Verzicht sein? Nein! Wer es schafft, klug Kalorien und Kohlenhydrate einzusparen, hat beim Abnehmen noch Genuss und kann viele Pfunde loswerden. Ökotrophologin Ulrike Gonder exklusiv in HÖRZU.

Eine Diät hat es nicht leicht: Keiner mag sie. Jeder möchte sie so schnell loswerden wie die lästigen Pfunde. Am liebsten soll sich nichts ändern - außer der Anzeige auf der Waage.

Schön wär's. Aber so einfach ist es leider meist nicht. Es gelingt vielleicht jenen, die über die Feiertage mit Gans, Gebäck und Glühwein ein wenig über die Stränge geschlagen haben und nur etwas Disziplin und Sport brauchen, um zu ihrer alten Form zurückzufinden. Die meisten Menschen aber kämpfen mit zehn, 20 oder mehr Kilogramm Übergewicht: Über die Hälfte der Deutschen ist zu dick - das hat die Nationale Verzehrsstudie der Bundesregierung 2008 ergeben. Und nicht selten drohen gesundheitliche Probleme wie Diabetes oder Herz-Kreislauf-Leiden.

Weniger Kalorien essen

Was also hilft am besten? Eine pauschale Antwort scheint es nicht zu geben, denn die Menschen sind einfach zu unterschiedlich. Moderne Konzepte bieten jedoch Ansätze, die sich jeder zunutze machen und individuell in seinen Alltag einbauen kann. In einem sind sich alle Experten einig: An irgendeiner Stelle muss gespart werden! "Wer abnehmen will, sollte weniger Kalorien zu sich nehmen, daran geht kein Weg vorbei", sagt auch Prof. Volker Schusdziarra von der TU München. Entscheidend sei aber das Wie. Der Internist und Gastroenterologe verfasst Ratgeber ("Satt essen und abnehmen", MMI, 16,95 Euro) und leitet eine Sprechstunde für Übergewichtige.

Bevor es ans Abnehmen geht, lässt er seine Patienten aufschreiben, was sie essen und wie viel. So lernt er ihre Gewohnheiten kennen. "Sie sollen die Nahrung wiegen. Die Menge lasse ich ihnen, sonst sind sie hungrig", sagt er. Dann müssen seine Patienten ihre Lieblingsspeisen nennen. "Auch die taste ich zunächst nicht an. Sie sind wichtig. Essen ist für viele ein Stabilisator der Psyche."

"Je weniger der neue Trott vom alten abweicht, desto besser ist das langfristig." - Prof. Volker Schusdziarra

Im nächsten Schritt sucht Schusdziarra nach geeigneten Kompromissen. Will jemand nicht auf seine Schokolade verzichten, gibt es mehrere Möglichkeiten: Entweder findet der Mediziner eine gleichwertige, aber kalorienärmere Alternative oder er reduziert die Menge. Dritte Alternative: Er gleicht bei anderen Mahlzeiten aus, und zwar so, dass es für den Betroffenen akzeptabel ist. "Jeder will satt und zufrieden sein. Je weniger der neue Trott vom alten abweicht, desto besser ist das langfristig", sagt der Arzt. Verboten ist nichts, man muss sich aber bewusst machen, was man isst.

Autor: Sonja Popovic