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Zika-Virus

iStock

Von Mücken übertragene Infektion

Zika-Virus: Die wichtigsten Fragen zur Epidemie

Das Zika-Virus steht im Verdacht, schwerwiegende Schädel-Fehlbildungen bei Neugeborenen auszulösen. Gerade Schwangere sollten darum von Reisen in Zika-Gebiete absehen. Wir beantworten die wichtigsten Fragen rund um die tückische Infektion, Übertragungswege und Schutzmaßnahmen.

1. Ist der Zusammenhang zwischen Zika-Virus und Fehlbildungen bewiesen?

Noch nicht, die abschließende Klärung dieser Frage per Studien läuft aktuell. Es gilt unter Experten jedoch als äußerst wahrscheinlich, dass Infektionen gerade im ersten Drittel (Trimester) der Schwangerschaft das Risiko für Mikrozephalie erhöhen. Dabei handelt es sich um eine Schädel-Fehlbildung des Babys, bei der ein deutlich verkleinerter Kopf und meist eine geistige Beeinträchtigung auftreten.

2. Wie werden Zika-Viren übertragen?

Verschiedene Mücken der Gattung Aedes können bei ihrem Stich die Viren auf den Menschen übertragen. Diese Mücken lösen auch das Dengue- und Chikungunya-Fieber aus. Eine Mückenart der Gattung, die Tigermücke, ist inzwischen auch in Süddeutschland verbreitet.

3. Welche Länder sind von der Zika-Epidemie betroffen?

Am stärksten betroffen ist Brasilien, wo das Zika-Virus vermutlich während der Fußball-WM 2014 eingeschleppt wurde. Aber auch in vielen weiteren Ländern Latein- und Südamerikas sind bereits Fälle dokumentiert worden, darunter Costa Rica und Mexiko. In Deutschland gab es in den vergangenen Jahren immer wieder einzelne Infektionen, die Fernreisende aus dem Urlaub mitgebracht hatten.

4. Wie kann ich mich vor einer Ansteckung mit dem Zika-Virus schützen?

Eine Impfung oder vorbeugende Medikamente gibt es nicht. Der beste Schutz ist daher, entweder gar nicht erst in Zika-Gebiete zu reisen – diese Empfehlung gilt vor allem für Schwangere – oder sich möglichst effektiv vor Mückenstichen zu schützen. Zu den bewährtesten Maßnahmen zählen helle, lange Kleidung, Moskitonetze und das Auftragen eines Repellents.

5. Woran erkenne ich eine Infektion mit dem Zika-Virus?

Häufig verursacht eine Ansteckung mit dem Zika-Virus überhaupt keine Symptome. Falls doch, handelt es sich um eher milde Krankheitszeichen wie leichtes Fieber, Augenschmerzen und Hautausschlag. Infektionskrankheiten wie das Dengue- oder Chikungunya-Fieber rufen allerdings ähnliche Symptome hervor. Zweifelsfrei feststellen lässt sich die Zika-Infektion nur mittels Blutuntersuchung in einem auf Tropenkrankheiten spezialisierten Labor.
Noch Fragen? Weitere, ausführliche Informationen rund um das Zika-Virus lesen Sie auf lifeline.de!

Autor: Sarah Wagner