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Die Yoga-Übung "Der Baum" hilft, Schwindel frühzeitig zu erkennen.

Selbsttest für die Gesundheit: Die Yoga-Übung "Der Baum" hilft, Schwindel frühzeitig zu erkennen. / Foto: picture alliance/Beyond © / Foto Startseite: © picture-alliance / Spectrum Colour Library

10 praktische Selbsttests

Wie gesund bin ich?

Nehmen Sie sich mal ein paar Minuten Zeit, horchen Sie in Ihren Körper hinein. Was spüren Sie? Ein Brennen unter den Füßen? Ein starkes Pochen im Brustbereich? Druck im Kopf? Schmerz in den Beinen? Bestimmt möchten Sie jetzt gern wissen, was das zu bedeuten hat. Nur: Wie findet man das heraus? Ganz einfach: mit diesen zehn Selbsttests (siehe unten), die sich in mehreren Studien bewährt haben und von Experten empfohlen werden.

Die Tests kosten nichts und zahlen sich reichlich aus. "Sie ersetzen zwar nicht den Arztbesuch", sagt Apothekerin Sabine Gnekow von der Adler Apotheke in Hamburg. "Aber sie helfen einem, den eigenen Körper besser zu verstehen, schnell und einfach die Alarmzeichen richtig zu deuten. Und sie zeigen, wann es tatsächlich erforderlich ist, einen Spezialisten aufzusuchen."

Hilfe zur Selbsthilfe

In keinem anderen Land der Welt gehen die Menschen so oft zum Arzt wie in Deutschland. Durchschnittlich 18-mal im Jahr sitzt der Bundesbürger im Wartezimmer. Dies zumindest ergab eine aktuelle Statistik der Barmer Ersatzkasse. Inzwischen sind über 30.000 Krankheiten registriert. Die meisten davon gelten als harmlos. Sabine Gnekow empfiehlt trotzdem: "Im Alleingang sollten nur leichte gesundheitliche Störungen behandelt werden, die nicht länger als drei bis fünf Tage anhalten und deren Ursache bekannt ist."

Schon kleine Veränderungen im Körper wie etwa Schwellungen, extreme Müdigkeit oder vergrößerte Muttermale können ernsthafte Erkrankungen ankündigen. Deshalb ist es wichtig, auf das eigene Frühwarnsystem zu achten. Hier finden Sie zehn Tests, die Sie unbedingt machen sollten – am besten sofort.

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Der schnelle Check für den Körper

1. VENENLEIDEN?

Knöchelumfang messen!

➜ Gefahr: Haben Sie am Abend manchmal kribbelnde, geschwollene und schwere Beine? Die Venenklappen können defekt sein. Ein Blutstau kann zu Krampfadern, Venenentzündungen, Thrombosen führen.

➜ So geht’s: Messen Sie am Morgen und am Abend den Umfang Ihrer Fesseln an der schmalsten Stelle, und notieren Sie beide Werte. Wiederholen Sie diese Prozedur ein paar Tage lang.

➜ Ergebnis: Wenn die Fesseln am Abend regelmäßig zwei Zentimeter dicker sind, ist ein Venen-Check ratsam, etwa in Apotheken oder auch bei der Deutschen Venen-Liga, die in Kooperation mit Fachkliniken mehrmals im Jahr gratis Kurzuntersuchungen anbietet (www.venenliga.de).

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2. FUSSFEHLSTELLUNG?

Auf Löschpapier stellen!

➜ Gefahr: Wenn die Fußsohlen brennen, die Gelenke wehtun oder es in der Wade zieht, liegt es vielleicht an einer Fußverformung. Durch starke Belastungen entwickeln sich Spreiz-, Hohl- oder Plattfüße, die schmerzen und den gesamten Bewegungsapparat beeinträchtigen.

➜ So geht’s: Malen Sie Ihre Fußsohlen mit Wasserfarbe an, und stellen Sie sich auf ein Löschpapier.

➜ Ergebnis: Bei gleichmäßigen dunkleren Abdruckstellen ist der Fuß okay. Fehlt in der Mitte die Kuhle oder wirkt der Mittelfußabdruck zu breit, weiß der Orthopäde Rat. Abdrücke von Fehlstellungen findet man zum Beispiel unter www.fusshilfe.de.

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3. KREISLAUFSCHWÄCHE?

Stepp-Übungen machen!

➜ Gefahr: Schnellt der Puls schon bei wenig Belastung in die Höhe, ist die Kreislauf-Fitness schlecht. Herzinfarkt-Risiko!

➜ So geht’s: Messen Sie 15 Sekunden lang Ihren Ruhepuls, multiplizieren Sie den Wert mit vier. Steigen Sie drei Minuten lang zwei Treppenstufen hinauf und hinunter. Messen Sie danach wieder den Puls.

➜ Ergebnis: Beträgt die Differenz zwischen Ausgangswert und Trainingspuls mehr als 70 Schläge, braucht das Herz eine Stärkung – am besten täglich 20 Minuten Bewegung.

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4. SCHWINDEL?

Balance halten!

➜ Gefahr: Leiden Sie häufig ohne Grund unter Taumeligkeit, steckt eventuell eine Störung der Gleichgewichtsorgane im Innenohr dahinter. Es kann aber auch ein Frühwarnzeichen für Herzrhythmusstörungen oder einen Schlaganfall sein.

➜ So geht’s: Stellen Sie sich gerade hin, heben Sie den rechten Fuß und drücken ihn ans linke Knie! Strecken Sie die Arme über den Kopf. Bleiben Sie so 15 Sekunden lang stehen. Wechseln Sie dann das Bein.

➜ Ergebnis: Halten Sie nicht die Balance, haben Sie Koordinationsprobleme. Erhöhte Sturzgefahr! Hilfe leisten Schwindelambulanzen in Krankenhäusern. Yoga-Übungen wie "Der Baum" trainieren den Gleichgewichtssinn.

Autor: Anja Matthies