HÖRZU Android Logo
HÖRZU
TV-Programm
kostenlose App
Get it on Google Play
HÖRZU iOS Logo
HÖRZU
TV-Programm
kostenlose App
Get it on Google Play
HÖRZU Logo
Unterhaltung Filter
Kategorie einstellen
Jeder sollte seine Haut selbst regelmäßig auf Veränderungen kontrollieren.

Jeder sollte seine Haut selbst regelmäßig auf Veränderungen kontrollieren - mindestens alle zwei Monate. / Foto: © picture alliance/chromorange

So schützt Selbstkontrolle

Was die Haut verrät

Habe ich da einen Pickel, oder ist das ein Ekzem? Und der dunkle Fleck: bloß ein Zeichen des Alters oder etwa eine bösartige Erkrankung? Unsere Haut ist mit stattlichen zwei Quadratmetern Fläche unser größtes Organ und bietet damit viel Platz für kleine, aber auch große Probleme. Ob es sich um Schönheitsmakel wie Altersflecken handelt oder gar um aggressive Tumore – mehr als 15.000 verschiedene Hautkrankheiten sind bekannt, und es kommen jedes Jahr neue hinzu.


Schutzfaktor Selbstkontrolle

Nicht nur die regelmäßigen Vorsorgeuntersuchungen beim Hautarzt sind wichtig. Auch ein Selbstcheck kann vor vielen Hauterkrankungen schützen. Betrachten Sie deshalb Ihre Haut – besonders die dem Licht ausgesetzten Bereiche – alle zwei Monate, und achten Sie auf Veränderungen. "Rechtzeitig erkannt sind heute fast alle Hautkrebsarten heilbar", sagt Dr. Kay Nienstedt.


"Hautprobleme haben in den vergangenen Jahren stark zugenommen", sagt Dr. Kay Nienstedt, Dermatologe und Allergologe am Hamburger Laserzentrum. Jeder vierte Deutsche, so belegen Statistiken, leidet an Hautproblemen. Und selbst Babys kommen immer öfter mit einer kranken Hülle auf die Welt. Dabei ist unsere Körperoberfläche lebenswichtig für uns und weit mehr als nur Verpackung. Sie bietet Schutz vor Kälte und Hitze, vor Viren und Bakterien. Sie lässt uns fühlen und Nähe empfinden.

Risiko Allergien

Aber was macht unsere Oberfläche überhaupt krank? "Häufig sind Infektionen mit Viren oder Bakterien verantwortlich", so der Dermatologe. "Ein Großteil der Erkrankungen wird durch Allergien ausgelöst." Plötzlich reagiert der Körper auf bestimmte Chemikalien, Kosmetika, Farbstoffe, Konservierungsmittel oder auch Lebensmittel wie Nüsse, Milch und vieles andere mehr mit Ekzemen und Quaddeln. "Ein weiterer Risikofaktor sind UV-Strahlen", so der Experte. Denn eine Überdosis Sonne sei in einem hohen Maß verantwortlich dafür, dass manchmal Hautkrebs entsteht.

Oft unterschätzt wird die enge Verknüpfung von Haut und Seele. Wir erröten, weil uns etwas peinlich ist, oder wir bekommen eine Gänsehaut, wenn wir berührt sind. Trauer geht unter die Haut, und Wut lässt uns aus derselben fahren. Warum sich Gefühle so sichtbar auf unserer Haut ausdrücken, haben Wissenschaftler exakt erforscht. Zum einen entwickeln sich Nerven und Haut bereits im Mutterleib aus den gleichen Zellen. Außerdem boykottiert emotionaler Stress die Arbeit der so wichtigen Immunzellen der Haut. Das begünstigt die Entstehung von Pickeln, Neurodermitis und Co.

Autor: Susan Junghans-Knoll