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Tipps gegen Erkältungen: Wie Sie sich in der kalten Jahreszeit schützen

Durchschnittlich zwei- bis viermal pro Jahr erwischt Erwachsene eine Erkältung, Bild: © picture alliance / dpa Themendienst

Schutz in der kalten Jahreszeit

Tipps gegen Erkältungen

Das Rascheln der welken Blätter, das Prasseln der Regentropfen auf nassem Asphalt, das Pfeifen des Windes durch graue Äste, das Knirschen von Schuhsohlen auf frostigen Böden – so klingt der Herbst.

Doch auch andere Geräusche sind dafür typisch: das Schniefen, Niesen und Husten derjenigen, die sich pünktlich zum nasskalten Wetter eine kräftige Erkältung eingefangen haben. Normalerweise schützt das Immunsystem effektiv vor den meisten schädlichen Angreifern. Denn es besteht aus einer Reihe raffinierter körpereigener Schutzwälle.

Abwehrmechanismen

An vorderster Front verhindern Haut und Schleimhäute, dass Krankheitserreger überhaupt in den Körper eindringen. Das Sekret auf ihrer Oberfläche befördert Erreger so schnell nach draußen, wie sie hereingekommen sind. Auch andere Mechanismen helfen dabei, etwa die kleinen Härchen in der Nase, die feinste Fremdkörper aus der Atemluft auffangen.

Dringen Krankheitserreger trotz dieser ausgeklügelten Abwehrmaßnahmen ein, versuchen die weißen Blutkörperchen und deren Helfer, sie unschädlich zu machen. Als Abwehrpolizei patrouillieren sie ständig im Blut. Machen sie Fremdkörper ausfindig, fressen sie diese buchstäblich auf.

Doch kein System ist perfekt. So finden immer wieder Viren und Bakterien einen Weg, sich in unserem Körper auszubreiten. Durchschnittlich zwei- bis viermal pro Jahr erwischt Erwachsene eine Erkältung. Kinder trifft es bisweilen sogar acht bis zehnmal. Wird es draußen kälter, haben die Viren besonders leichtes Spiel bei ihrem Angriff auf unseren Körper. Deshalb sollte jeder sich spätestens jetzt gut wappnen.

Immunsystem aktivieren

Studien zeigen, dass regelmäßige Bewegung wie beim Walken, Radfahren oder Schwimmen hilft, den Stoffwechsel im Körper zu aktivieren. Denn je stärker der Blutfluss ist, desto besser kann auch das Immunsystem arbeiten.

Die gute Nachricht für Faulpelze: Man sollte es dabei nicht übertreiben, zu viel Sport kann die Abwehr sogar überfordern. Einer der größten Feinde des Immunsystems ist zudem lang anhaltender Stress. Läuft im Job die Zeit davon, sorgen die Stresshormone dafür, dass das Abwehrsystem heruntergeregelt wird. Wer sein Arbeitspensum nicht verkleinern kann, sollte es mit Yoga oder autogenem Training versuchen. Denn Abbau und Vermeidung von Stress tragen zur Regeneration des Immunsystems bei.

Nasensprays oder -duschen mit Meersalz helfen dabei, mögliche Krankheitserreger von den Schleimhäuten zu spülen. Wechselbäder, regelmäßige Saunabesuche und Frischluft härten ab. Die wohl einfachste Methode, sein Immunsystem in Form zu bringen, läuft ganz nebenbei im Schlaf. Denn während man schlummert, arbeiten die Zellen und Antikörper der Abwehr besonders intensiv. Bei längerem Schlafmangel steigen dagegen, wie Studien zeigen, Cortisolspiegel, Blutzucker und Blutdruck an.

Auch "Doktor Natur" bietet Wege, das Immunsystem zu aktivieren. Insbesondere der Wirkstoff aus der südafrikanischen Kapland-Pelargonie ("Umckaloabo", Apotheke) hat sich im Kampf gegen hartnäckige Erkältungserreger bewährt. Aktuelle Studien belegen, dass der Wurzelextrakt auf dreifache Weise effektiven Schutz bietet: Er aktiviert unsere Abwehrzellen und lindert schnell die typischen Erkältungssymptome. Zudem hemmt er bei akuten Infekten die Viren- und Bakterienvermehrung direkt in den Schleimhautzellen. Dadurch wird eine Ausbreitung der Infektion im ganzen Körper verhindert und die Krankheitsdauer um mehrere Tage verkürzt.

Der Wirkstoff bietet eine effektive pflanzliche Alternative zu Antibiotika, die durch ihren weltweiten inflationären Einsatz zunehmend zu einer stumpfen Waffe werden. Neu ist der alkoholfreie Umckaloabo-Saft für Kinder ab einem Jahr, dessen Nutzen die deutschen Zulassungsbehörden gerade erneut bestätigt haben.

Schutz in der kalten Jahreszeit

Wer viel Zeit in geschlossenen Räumen verbringt und die Heizung aufdreht, erhöht das Risiko für Erkältungen. Zum einen trocknet die warme Luft die Schleimhäute aus, damit wird die Einflugschneise für Viren frei: Nase und Rachen. Zum anderen können Erreger so leichter von Mensch zu Mensch zu springen. Also öffnen Sie die Fenster morgens und abends für etwa 15 Minuten, denn so wird die trockene, mit Viren beladene Luft durch frische ersetzt.

Zudem sollte man jede freie Minute draußen im Tageslicht verbringen, sei es in der Mittagspause oder morgens beim Joggen. Denn die Dunkelheit lässt die Produktion von Vitamin D sinken – was das Immunsystem schwächt.

Bei der Arbeit und im Alltag sind es vor allem die kleinen Tipps, die schützen. Viele Viren und Bakterien werden beim direkten Kontakt übertragen, sagen Experten des Robert-Koch-Instituts und empfehlen: Waschen Sie Ihre Hände mehrmals täglich für mindestens 20 bis 30 Sekunden mit Seife – auch zwischen den Fingern.

Fassen Sie sich möglichst nicht mit den Händen ins Gesicht, denn auf diesem Weg können Viren von den Händen über die Schleimhäute der Augen, der Nase und des Mundes in den Körper gelangen. Wenn Kollegen, Freunde oder Familienmitglieder erkrankt sind, sollten Sie auf Umarmungen und Küsse besser verzichten.

Wer jetzt denkt, der beste Schutz sei es, sich komplett zurückzuziehen, liegt jedoch falsch. Denn ein soziales Netzwerk mit einigen sehr guten Freunden ist extrem wichtig für ein funktionierendes Abwehrsystem. Vor allem Lachen stärkt die Immunabwehr, regt die Verdauung an und macht glücklich.

Gesundes essen

Obst und Gemüse bieten dem Körper die beste Grundlage, gesund durch die kalten Tage zu kommen. Denn auch die Bestandteile des Immunsystems brauchen Vitamine und Nährstoffe, um richtig arbeiten zu können.

Gerade im Herbst gibt es in den Supermärkten kistenweise Nüsse zu kaufen. Greifen Sie ruhig zu! Das in ihnen enthaltene Vitamin E ist ein wichtiger Schutz für die Zellmembranen. Vitamin-E-Mangel stört die Funktion vieler Immunzellen. Eine zusätzliche Dosis durch Vitaminbrausen oder Tabletten ist nicht nötig. Nur wenn der Arzt etwa bei alten oder kranken Menschen einen Mangel feststellt, sind die Präparate sinnvoll.

Auch Fischöl scheint gut für die Abwehr zu sein, es enthält wertvolle Omega-3-Fettsäuren. Eine gesunde Darmflora ist ebenfalls wichtig, denn die im Verdauungstrakt beheimateten Mikroorganismen sind essenzieller Bestandteil des Immunsystems.

Wer seinem Darm mit Milchsäurebakterien auf die Sprünge helfen möchte, sollte Joghurt, Kefir oder Dickmilch mit lebenden Bakterien wählen. Zudem regen Ballaststoffe (Getreide, Kartoffeln und Gemüse) die Aktivität des Darms an.

Essen Sie sich fit – für eine fröhliche, gesunde Winterzeit!

Autor: Georg Francken