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Bei einer normalen Erkältung helfen Hausmittel und Pflanzenpräparate.

Bei einer normalen Erkältung helfen Hausmittel, wie z.B. ein Kamilledampfbad, und Pflanzenpräparate. - Foto © picture alliance / dpa Themendienst

Fünf Tipps gegen Erkältungen

So stoppen Sie Infekte

Das bisschen Husten! Bei einer normalen Erkältung sitzt man deren Symptome gern aus und wartet, bis die Beschwerden von allein verschwinden. Das könnte ein Fehler sein. Prof. Matthias Tisch, Leiter der HNO-Poliklinik am Bundeswehrkrankenhaus Ulm: "Nach drei Wochen husten 50 Prozent der Betroffenen bei einer Bronchitis noch immer. Dadurch steigt die Gefahr, dass das Leiden chronisch wird und in einer dauerhaften Lungenkrankheit endet."

Immerhin ein Viertel der Patienten hustet sogar noch nach einem Monat. Im schlimmsten Fall kann sich aus einer verschleppten Erkältung eine Chronisch obstruktive Lungenerkrankung (COPD) entwickeln, eine bleibende Verengung der Bronchien. Dauert der Husten länger als zwei, drei Wochen an, sollte man daher zu einem Arzt gehen.

Fünf Tipps gegen Erkältungen

Behandlung ja – Antibiotika bitte eher selten: Bei einer normalen Erkältung wirken Haus- und Pflanzenmittel ebenso gut, manchmal sogar besser.

1. Salzwasser für die Nase
Spülungen mit einer isotonischen Salzlösung befördern Viren schnell und einfach nach draußen. Nasenduschen wirken auch prophylaktisch gegen Infekte.
2. Ätherische Öle
Spezielle Erkältungsbäder erleichtern das Durchatmen und entspannen, wenn die Glieder schmerzen. Badezusätze mit Fichtennadeln oder mit Eukalyptus wirken besonders gut.
3. Einheizen mit Ingwer
Wärmt von innen und vertreibt Keime auf natürliche Art: ein etwa ein Zentimeter langes Stück von der Ingwerknolle abschneiden, schälen, klein hacken und mit 200 Milliliter kochendem Wasser übergießen. Zehn Minuten ziehen lassen, eventuell mit Honig süßen.
4. Pflanzen statt Antibiotikum
Pflanzliche Mittel sind oft effektiver als Antibiotika. Zudem verursachen sie keine Magen-Darm-Beschwerden oder Pilzinfektionen, die bei Antibiotika auftreten können. Aktuelle Studien zeigen, dass ein Spezialextrakt aus der Kapland-Pelargonie (z. B. "Umckaloabo", Apotheke) antiviral, antibakteriell und schleimlösend wirkt. Weiterer großer Vorteil: Die Erreger bilden gegen pflanzliche Mittel keine Resistenzen, da diese nicht in ihren Stoffwechsel eingreifen.
5. Gut gewickelt
Halswickel lindern Schluckbeschwerden und Schmerzen durch eine Dunstatmosphäre, die zwischen Haut und Tuch entsteht. Kühlen, feuchten Baumwolloder Leinenlappen um den Hals legen, darüber einen trockenen Schal. Hat der feuchte Wickel Hauttemperatur, beide Tücher abnehmen.


Bei einer normalen Erkältung helfen Hausmittel und Pflanzenpräparate

Auch anhaltende Beschwerden im Hals oder pochende Kopfschmerzen, die möglicherweise durch eine Nasennebenhöhlenentzündung verursacht werden, sollten von einem Mediziner abgeklärt werden. "Eine Nichtbehandlung ist keine Alternative", warnt der Experte. Dabei muss der Weg nicht immer sofort zum Arzt führen. Auch Selbsthilfe kann sinnvoll sein, denn bei einer normalen Erkältung ohne Komplikationen können Hausmittel und Pflanzenpräparate durchaus sehr gut helfen.

Myrtol, Efeu, Schlüsselblume und Kapstadt-Pelargonie wirken dabei auf unterschiedliche Weise in den Atemwegen. Prof. Tisch: "Am besten lässt man sich von einem Apotheker beraten." Der weiß nämlich, wann welches Mittel die optimale Wirkung entfaltet und bei welchem die Heilerfolge auch nachgewiesen sind. Gerade bei scheinbar harmlosen Sommerinfekten könnte die Ursache übrigens eine ganz andere sein als vermutet – zum Beispiel eine Allergie oder Heuschnupfen. Prof. Tisch: "Auch eine Pollenallergie zeigt sich manchmal durch Hüsteln. Genau wie bei verschleppten Erkältungen gilt hier: Besser rechtzeitig zum Arzt!" Auch aus einer unbehandelten Allergie kann nämlich COPD oder Asthma entstehen.


Krisenherde: Hier lauern Gefahren

Nebenhöhlen
Setzen sich Viren oder Bakterien fest, droht eine Nasennebenhöhlenentzündung. Symptome: starkes Druckgefühl, bohrende Kopfschmerzen, Fieber.

Rachen
Starke Schmerzen, sichtbarer Eiter und Stimmverluste weisen auf eine Entzündung der Mandeln, der Stimmlippen oder des Kehlkopfes hin.

Lunge
Unbehandelter Husten kann chronisch werden, Bakterien können eine Lungenentzündung auslösen.

Autor: Esther Langmaack