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Hält sich ein Husten hartnäckig, sollte die Ursache beim Arzt abgeklärt werden.

Hält sich ein Husten hartnäckig, sollte die Ursache beim Arzt abgeklärt werden. / Foto: © picture alliance / Arco Images GmbH

Erste Hilfe im Krankheitsfall

So lässt sich Husten stoppen

Am Tag macht er uns sprachlos, in der Nacht raubt er uns den Schlaf. Husten ist lästig – gehört aber zu den typischen Symptomen einer Erkältung. Wer nicht rechtzeitig gegensteuert, hat oft noch wochenlang mit einer Bronchitis zu kämpfen. Hustenstiller, Hustenlöser oder Antibiotika: Was hilft gegen Husten?

Welche Art Husten habe ich?

Husten ist zunächst ein Schutzreflex. Er warnt uns, wenn unsere Atemwege bedroht sind. Und er signalisiert gleichzeitig unseren Mitmenschen: Achtung, hier ist eine mögliche Infektionsquelle! Doch nicht jeder Husten ist gleich.

Bei der richtigen Einordnung helfen zwei Fragen. Erstens: Wie lange hustet man schon? Sind es bereits bis zu drei Wochen, spricht man von akutem Husten. Zweitens: Ist der Husten produktiv? Das heißt: Bildet sich in den Bronchien Schleim? Dann sind die Atemwege überfordert, und jeder Hustenstoß hilft, sie davon zu befreien. Ohne Schleimauswurf spricht man dagegen von trockenem Husten.

Im Verlauf einer Erkältung kommt es zunächst zwei bis drei Tage zu trockenem Reizhusten, gefolgt von rund sieben Tagen produktivem Husten. Die Abheilungsphase kann dann bis zu acht Wochen dauern und wird häufig wieder von trockenem Husten begleitet. Alles was darüber hinaus andauert, wird als chronisch eingestuft und sollte dringend von einem Arzt abgeklärt werden.

Dahinter können sehr unterschiedliche Krankheiten stecken, zum Beispiel Asthma, Raucherhusten oder eine chronisch obstruktive Bronchitis (COPD). Dauerhusten kann darüber hinaus auch ein Warnsignal für eine Herzerkrankung sein.

Haendewaschen schützt vor Viren

Regelmäßiges Händewaschen schützt vor Erkältungs-Viren
(Foto: © ZB - Fotoreport)

Was passiert beim Husten im Körper?

In den Atemwegen befinden sich Hustenrezeptoren. Werden sie gereizt, lösen sie, gesteuert über die Nerven und das Gehirn, einen Hustenreflex aus. Was passiert dabei genau? Der Reiz an den Rezeptoren entsteht, wenn wir schnell und tief einatmen. Der Kehlkopf verschließt sich, die Atemmuskulatur zieht sich zusammen, in den Bronchien baut sich hoher Druck auf. Der Kehlkopf öffnet sich erneut und stößt Luft aus – in einer enormen Geschwindigkeit von bis zu 1000 Kilometer pro Stunde. Mit jedem Stoß werden die Bronchien dabei von Schleim und Schadstoffen befreit.

Was hilft am besten gegen Husten?

Bei Atemwegsinfekten werden häufig Antibiotika verschrieben. Dabei sind 90 bis 95 Prozent der Infekte von Viren verursacht, gegen die Antibiotika nicht helfen. Sie können außerdem starke Nebenwirkungen wie Magen-Darm-Beschwerden auslösen. Bei zu häufiger Gabe kann sich sogar eine Resistenz entwickeln. Deshalb sollte man bei einer akuten Bronchitis versuchen, die Symptome lieber mit Hustenstillern und -lösern zu behandeln, um den Leidensdruck zu verringern.

Hier liefert auch die Naturapotheke sanfte und verträgliche Möglichkeiten: So haben 20 klinische Studien gezeigt, dass etwa der Wurzelextrakt der südafrikanischen Kapland-Pelargonie die Symptome einer Bronchitis deutlich lindert (z. B. "Umckaloabo", Apotheke).

Bleibt der produktive Husten länger als zwei Wochen, sollte man einen Arzt aufsuchen. Das gilt auch bei zusätzlichen Symptomen wie etwa Atemnot, Fieber, starken Schmerzen oder einem schweren Krankheitsgefühl.

Wie kann man Husten vorbeugen?

Um es gar nicht erst so weit kommen zu lassen, sollte man im Alltag auf ein paar Dinge achten. Wichtig ist, sich regelmäßig die Hände zu waschen – mit Seife oder einem speziellen Desinfektionsmittel. Das reduziert das Risiko, Viren zu übertragen, enorm. Zudem gilt: lieber in die Armbeuge niesen oder husten, als die Hände vor den Mund nehmen! Besonders hilfreich: Immer gut lüften! Denn Heizungsluft trocknet die Schleimhäute aus und macht es den Viren so besonders leicht, in den Körper einzudringen.


Tipps bei Erkaeltungen

(Foto: © picture alliance/Bildagentur-online)

Dem Husten keine Chance geben: Die besten SOS-Tipps bei Erkältungen:

Niedrige Temperaturen, nasskaltes Wetter – schon fängt es an, im Hals zu kratzen. Jetzt ist schnelles Handeln nötig!

Wenn sich eine Erkältung ankündigt ...
■ Körper aufheizen: In die Badewanne oder Sauna gehen, danach ins Bett. So schwitzt man Erreger über Nacht aus.
■ Schleimhäute beruhigen: 1 gehackte Zwiebel, 3 Esslöffel Honig, 125 ml Wasser 5 Minuten kochen, abkühlen lassen. Dreimal am Tag 1 Esslöffel davon einnehmen.
■ Füße heiß baden: 1 Handvoll Kochsalz in 10 Liter warmem Wasser auflösen, Füße baden, Socken anziehen, schlafen.

Wenn der Husten schon einsetzt ...
■ Krank melden: Im Bett bleiben und auskurieren hilft am besten. Sich weder zur Arbeit noch zum Sport schleppen!
■ Halsschmerzen lindern: 2 Teelöffel Salbeitee mit 250 ml Wasser aufbrühen, 10 Minuten ziehen lassen, 1/2 Teelöffel Meersalz dazu. Mehrmals täglich damit gurgeln.
■ Bronchien kurieren: Ein Glas warme Milch mit Honig trinken. Die Milch entspannt die Schleimhäute, der Honig wirkt dem Hustenreiz entgegen.

Autor: Jan Bockholt