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Feuchtigkeit: Spezielle Cremes halten die Haut im Winter geschmeidig.

Die Haut leistet lebenswichtigen Barriereschutz. Spezielle Cremes halten sie im Winter geschmeidig. - Foto © picture alliance / Bildagentur-o

Pflegetipps für kalte Monate

Herbstkur für die Haut

Herbst und Winter bedeuten Stress für unsere Haut. Richtige Pflege stärkt ihren Schutzmantel und hält sie zart. Hier die besten Pflegetipps.


Morgens aus der heißen Dusche an die frische Luft, abends aus dem ersten Frost nach Hause zum Kuschelabend: Was nach romantischer Herbststimmung klingt, ist für die Haut purer Stress. Denn der ständige Temperaturwechsel zwischen drinnen und draußen bringt sie aus dem Gleichgewicht und entzieht ihr Feuchtigkeit. Die braucht sie aber, um als Schutzhülle schädliche Umwelteinflüsse abzublocken. Gerade jetzt, wo sie ohnehin an natürlicher Abwehrkraft einbüßt.

Gezielte Pflege für die Haut

Sinken die Temperaturen unter acht Grad, reduziert die Haut nämlich automatisch die Fettproduktion. Zudem wird sie empfindlicher, da sich die UV-bedingte Verdickung der Hornhaut aus Sommertagen, die sogenannte Lichtschwiele, zurückbildet. Höchste Zeit also, dem sensiblen Organ den nötigen Energieschub zu geben – mit gezielter Pflege.


Alarmzeichen erkennen

Manche Symptome unserer Haut weisen bereits frühzeitig auf einen Mangel oder Erkrankungen hin.

Ekzeme sind eine Überreaktion der Haut, gegen die wirkstofffreie Cremes helfen können. Gibt es nach kurzer Zeit keine Besserung, den Arzt konsultieren!
Rissige Mundwinkel können einen Mangel an Vitamin B12 oder Eisen anzeigen. Sie können jedoch auch Hinweis auf ein beginnendes Diabetes-Leiden sein. Unbedingt vom Arzt abklären lassen!
Bläuliche Haut- & Lippenfarbe kann Sauerstoffmangel im Blut signalisieren – und damit eine Herzschwäche. Beides tritt aber auch im Vorfeld einer Bronchitis auf. Hier kann schon Salbeitee helfen. In allen anderen Fällen: sofort zum Arzt!


"Mit einer Tagescreme, einer Nachtcreme und einer milden Reinigungslotion ist die Gesichtshaut schon bestens versorgt", sagt Dr. Ute Siemann-Harms, Oberärztin der Hautklinik des Hamburger Universitätskrankenhauses Eppendorf. Bei längeren Aufenthalten im Freien rät die Dermatologin jedoch zusätzlich zu Sonnenschutz. Schließlich dringen gefährliche UV-Strahlen auch durch den bewölkten Herbsthimmel.

Nach einem ausgiebigen Spaziergang sind die Lippen spröde geworden? Eine Honigmaske macht sie geschmeidig. Dazu einen Teelöffel Honig und einen halben Teelöffel Zucker zu einer Paste verrühren. Das Peeling mit dem Zeigefinger vorsichtig einmassieren. Abgestorbene Hautschüppchen werden entfernt und die Durchblutung angekurbelt.

Frische & Feuchtigkeit

Vorsicht ist jedoch bei großflächigeren Schälkuren, sogenannten Peelings, geboten: "Zu häufig angewendet, können sie die Haut reizen oder sogar ihren Schutzmantel zerstören", warnt Dr. Siemann- Harms. Daher maximal einmal pro Woche und nur bei großporiger Haut peelen. Bei empfindlicher, trockener Haut ist es besser, ganz darauf zu verzichten. Um den Rest des Körpers optimal mit Feuchtigkeit zu versorgen, empfiehlt Dr. Siemann- Harms lipidreichere Grundlagen, wie zum Beispiel Lotionen mit Urea, einem feuchtigkeitsbindenden Harnstoff.

"Irrtümlicherweise setzen ihn viele Menschen mit Urin gleich und scheuen sich deshalb davor, ihn anzuwenden. Der Harnstoff in den Cremes wird jedoch künstlich hergestellt", sagt die Expertin. Der Clou: Die reichhaltigen Lotions (am besten mit zehn Prozent Urea) wirken bei rissigen Stellen wie Kitt. Glatte Wunder vollbringen auch Produkte mit Hyaluronsäure. Der hoch effiziente Wirkstoff ist in der Lage, pro Gramm bis zu sechs Liter Wasser zu binden, und polstert die Haut auf diese Weise nachhaltig auf.

Um unnötiges Austrocknen zu vermeiden, ist in der Fröstelperiode eher Schonwaschgang angesagt: Man sollte so selten wie möglich baden, die Temperatur des Wassers sollte dabei nicht höher als 36 Grad Celsius sein. Noch gesünder sind lauwarme Duschen mit pH-hautneutralen Waschgels. Sie verhindern, dass die wertvollen körpereigenen Schutzlipide aus der Oberhaut geschwemmt werden.

Schön im Schlaf

Die Stiefkinder des Herbstes sind zweifellos unsere Füße. Versteckt in festen Schuhen, führen sie ein Schattendasein. Und das, obwohl auch sie täglich Schwerstarbeit leisten – was sich auch in schwieliger, rissiger Haut bemerkbar macht. Tipp: Die Füße abends dick mit fettreicher Creme einschmieren, Socken anziehen und alles über Nacht einwirken lassen. Denn dann ist die Haut am aufnahmefähigsten. Dr. Siemann-Harms hat ein noch simpleres Rezept: "Die natürlichste Art, die Haut fit zu erhalten, ist ausreichend zu schlafen." Denn nur so bekommen die Hautzellen genügend Zeit, sich wunderbar zu regenerieren.


Dermalogica: individuelle Hautpflegeprodukte

Die englische Kosmetikerin und Dermalogica Gründerin Jane Wurwand hat vor rund 28 Jahren in Amerika ein Weiterbildungsinstitut – das International Dermal Institut – gegründet. Ihr Ziel war es, ein kontinuierliches Weiterbildungsangebot für Kosmetikerinnen zu schaffen. Sehr schnell hat sie aber gemerkt, dass es auf dem Markt im Grunde keine Produkte gibt, die ihren hohen Ansprüchen genügen und hat aus diesem Grund die Marke Dermalogica ins Leben gerufen.

Die Produkte von Dermalogica enthalten schon seit der Gründung der Marke kein Mineralöl, keine austrockenenden Alkohole und auch keine künstlichen Duft- und Farbstoffe. Darüber hinaus wird komplett auf Tierversuche verzichtet.

Bei Dermalogica steht immer die Hautgesundheit im Fokus und das Thema Individualität. Denn auch die besten Produkte können nur dann optimal wirken, wenn sie perfekt auf die Haut abgestimmt sind. Aus diesem Grunde hat Dermalogica die Face Mapping Hautanalyse entwickelt. Dabei wird die Haut in 14 Zonen unterteilt und kann so sehr genau analysiert werden. Danach können die Produkte ganz individuell auf die Besonderheiten und Bedürfnisse der Haut abgestimmt werden. Dazu verwendet Dermalogica ein "Baukastensystem". Das bedeutet, dass die Produkte aus den einzelnen Linien zu einem individuellen Pflegepaket kombiniert werden.

In Deutschland gibt es Dermalogica inzwischen seit rund 10 Jahren. Die Marke wird hauptsächlich über Kosmetikerinnen vertrieben. Seit ca. 3 Jahren gibt es die Pflegeprodukte aber auch an ausgesuchten Standorten in Hamburg, Berlin, Köln, Stuttgart und München im Einzelhandel zu kaufen.

Autor: Anne-Kathrin Hasse