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Kosmetikprodukte

Jedes dritte Kosmetikprodukt ist mit Schadstoffen belastet. - Foto: © dpa - Report

Diese Produkte sollten Sie meiden

Giftige Kosmetik

Eigentlich sollen sie uns guttun, Haut und Haare geschmeidig und schön machen. Tatsächlich aber schaden viele Kosmetikartikel der Gesundheit. Laut dem Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) ist allein jedes dritte Kosmetikprodukt mit Chemikalien belastet, die hormonähnliche Wirkung entfalten. Zwar gibt es bei riskanten Inhaltsstoffen gesetzlich geregelte Grenzwerte, doch Umweltmediziner wie Dr. Joachim Mutter warnen vor dem sogenannten Cocktaileffekt: "Die Gesamtheit aller Produkte, die wir am Tag benutzen, kann eine heikle Mischung ergeben."


TV-Tipp

"Service: Gesundheit: Demenz - Der alltägliche Kampf gegen das Vergessen". Do, 13.03., HR, 18.50 Uhr (s. auch TV-Tipps rechts)


Hier lauern Gefahren:

1. Nagellack

Ausschlag im Gesicht oder am Hals bringen die wenigsten Frauen mit lackierten Fingernägeln in Verbindung. Schuld daran ist jedoch oft der Konservierungsstoff Formaldehyd in Lacken. Schlimmer noch: Das Bundesamt für Risikobewertung warnt sogar davor, dass er Krebs im Nasen- und Rachenraum auslösen kann, wenn man seine Dämpfe einatmet.

2. Deo

Deodorant
- Foto: © picture-alliance / Frank May

Der schweißhemmende Effekt vieler Deos wird verstärkt durch ein Leichtmetall: Aluminium. "Es steht unter Verdacht, im Kindesalter Entwicklungsstörungen auszulösen sowie Alzheimer und Krebs", warnt der Experte. Harte Beweise dafür fehlen zwar noch, das Bundesinstitut für Risikobewertung rät jedoch vorsorglich davon ab, nach der Rasur aluminiumhaltige Deos zu verwenden. Dann würden die Krankmacher noch tiefer in die Haut eindringen.

3. Cremes

Auch in anderen Kosmetika wie Cremes stecken Konservierungsmittel. Vorzugsweise Parabene, die das Produkt vor Verderb durch Mikroorganismen schützen sollen. Dr. Mutter weist auf einen folgenschweren Nebeneffekt hin: "Beim Menschen können Parabene wie Hormone wirken und das Wachstum von Tumorzellen fördern." Aus diesem Grund verzichten einige Hersteller mittlerweile auf den Zusatzstoff und bewerben ihre Produkte explizit als "parabenfrei". Ein Qualitätsmerkmal ist das noch lange nicht, denn häufig werden als Ersatz andere Chemikalien beigefügt.

4. Shampoos

In Haarshampoo ist oftmals der Stoff Methylisothiazolinon (MIT) enthalten, eine Chemikalie, deren Allergiepotenzial fünfmal höher ist als jenes von Parabenen. Studien legen außerdem nahe, dass durch Haarwäschen mit MIT-haltigen Pflegeprodukten Gehirnzellen absterben können.

5. Sonnenschutz

Sonnenschutz
- Foto: © picture alliance/Bildagentur-online

In vielen Produkten soll der Zusatzstoff Nano-Titandioxid den schädlichen Einfluss von UV-Strahlung verhindern. Hört sich gesund an – mittlerweile ist aber bekannt, dass der Stoff Entzündungen im Körper begünstigt und das Erbgut verändern kann. "Leidtragender ist am Ende immer der Verbraucher, der zu allem Überfluss auch noch zur Kasse gebeten wird", beklagt Dr. Mutter.

6. Lotionen

Dieses samtweiche Hautgefühl nach dem Eincremen – leider wird es oft nur von Mineralöl vorgegaukelt. Klingt unschön und hat unschöne Folgen. "Mineralöl verschließt die Haut und unterbindet ihre Atmung", so Dr. Mutter. Mit der Reinigung wird der Ölfilm nie vollständig entfernt. Unter ihm lagern sich Stoffwechselprodukte ab, die Haut trocknet aus – es wird immer mehr Creme nötig. Für die Kosmetikindustrie ist das ein lukratives Geschäft, denn der Rohstoff ist billig. Auf der Packung tarnt er sich mit Bezeichnungen wie Paraffinum liquidum oder Petrolatum.


Einkaufsratgeber

So finden Sie Produkte, die unbedenklich sind:

Prüfen Sie immer die Liste der Inhaltsstoffe! Ist diese nicht verständlich, findet man Hilfe beim INCI-Register, das alle Stoffe aufführt und erläutert (www.haut.de). Die kostenlose iPhone-App ToxFox des BUND entlarvt schädliche Produkte schon im Drogeriemarkt. Unser Experte Dr. Mutter rät zudem: "Auf Nummer sicher geht man mit Naturkosmetik, die im besten Fall ein Biosiegel trägt." Vertrauenswürdige Zeichen sind etwa NaTrue (Weleda, Dr. Hauschka) oder EcoControl (Annemarie Börlind).

Autor: Anne-Kathrin Hasse