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Worauf Liebhaber sich dieses Jahr freuen dürfen. - Foto © picture alliance / Rob

Worauf Liebhaber sich dieses Jahr freuen dürfen. - Foto © picture alliance / Robert Hardin

Klassiker und Newcomer

Die Weintrends 2014

Alles geht! - So könnte das Motto dieses Weinjahres lauten.
Die Vielfalt und das Angebot werden immer größer, neue Regionen sind im Kommen. Markus Berlinghof, Chefsommelier des Hotels "Louis C. Jacob" in Hamburg: "Den Trend zur Globalisierung können wir auch beim Wein beobachten. So werden gerade Anbauländer wie die Türkei, Israel und der Libanon entdeckt, die sehr gute Weine produzieren." Sie seien zunehmend auch hier erhältlich und fänden ein aufgeschlossenes, neugieriges Publikum.

Alte Rebsorten neu entdeckt

Doch auch bei den deutschen Weinen tut sich einiges. Neben klassischen Reben wie etwa dem Riesling feiern alte und unbekanntere Sorten wie Auxerrois, Kerner und Silvaner ein Comeback. "Einige Winzer bauen diese alten Rebsorten wieder an. In kleinen Mengen zwar, aber das trägt natürlich ebenfalls zu einer größeren Vielfalt bei", erläutert Markus Berlinghof. Überhaupt plädiert der Experte dafür, offen an Wein heranzugehen und dem eigenen Geschmack zu vertrauen.

"Vor 30 Jahren kam für den anspruchsvollen Kenner nur Wein aus klassischen Anbaugebieten wie dem Burgund in Frage", erklärt Berlinghof. Heute seien gerade jüngere Weintrinker wesentlich experimentierfreudiger. Berlinghof: "Das finde ich gut. Schließlich ist Geschmack eine sehr individuelle Angelegenheit, die auch geschult werden kann."


Wein

Alte und unbekannte Weinsorten feiern ein Comeback. - Foto © picture alliance / blickwinkel/D


Mit allen Sinnen genießen

Doch woran erkennt man guten Wein? Der Schluck sollte länger als zehn Sekunden am Gaumen haften (langer Nachgeschmack), ein angenehmes Mundgefühl hervorrufen, über einen guten Körper sowie gute Säure verfügen, rät der Sommelier. Wichtig sei zudem, sich Zeit zum Genießen zu nehmen, etwa den Wein im Glas zu schwenken und in Ruhe daran zu schnuppern.

"Wenn wir Wein schmecken, riechen wir ihn in Wahrheit", erklärt Berlinghof. Denn nur durch das Zusammenspiel von Nase und Mund könne sich das Bouquet optimal entfalten. Wie die Auswahl größer wird und der Geschmack der Weinliebhaber individueller, so lockern sich auch die Trinkregeln zum Essen. An einigen klassischen Tipps würde Berlinghof dennoch festhalten.

Zum Spargel einen Rotwein? Das würde er beispielsweise nicht empfehlen: "Zu diesem feinen Gemüse passt sehr gut ein Sauvignon blanc oder ein frischer Silvaner mit knackiger Säure aus der Pfalz."


Wein für den Frühling

Und zum sehnsüchtig erwarteten Frühling? "Leichte, frische Weißweine, etwa ein Riesling mit Restsüße. Auch Prosecco und Champagner oder ein deutscher Rieslingsekt sind fein."
Rotweinfreunden legt der Sommelier einen leichten Beaujolais aus der Rebsorte Gamay ans Herz. Hauptsache beschwingt und frisch – wie der Frühling.


Wein-Empfehlungen der HÖRZU-Redaktion:

Jeder hat seine Lieblingssorte. Hier verraten Redaktionsmitglieder, was bei ihnen ins Glas kommt.

Martin Wiemann, stellv. Art- Director:

Domaine Saint André Chardonnay 2012, Frankreich Ein wunderbar frischer Weißer aus der Region Languedoc in Frankreich. Ich trinke ihn gern nur für sich oder zu einem leichten Essen wie Salat, gegrilltem Fisch oder Geflügelgerichten.

Kai Riedemann, Redakteur:

Valoroso Cabernet Touriga Nacional Syrah 2011, Portugal Vollmundig und fruchtbetont. Samtweich am Gaumen. Wichtig: vor dem Servieren unbedingt dekantieren, damit sich die Aromen entfalten können.

Anne-Kathrin Hasse, Redakteurin:

Ca’ Bolani Prosecco Frizzante, Italien Leicht, prickelnd und mit feiner Restsüße. Ein eleganter Italiener mit blumigem Aroma, den ich gern an Frühlingsabenden trinke.

Alle Weine zu beziehen unter: www.hoerzuweine.de

Autor: Elke Polomski