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Grüner Tee hilft bei Durchfall.

Grüner Tee hilft bei Durchfall. / Foto: © picture-alliance/chromorange

Teil 2 der neuen HÖRZU-Serie

Die besten Gesundheits-Tipps

''Eine Frage hätte ich noch.'' Mit diesem Satz werden Mediziner oft konfrontiert – nicht nur in ihrer Praxis, sondern auch im Privatleben. Freunde und Familie holen sich gern einen schnellen Rat. Etwa um sich einen Arzttermin zu sparen. Oder um eine zweite Meinung einzuholen, weil sie unsicher sind, ob die Behandlung bei einem Kollegen richtig ist. Oft macht man sich auch Sorgen wegen diffuser Beschwerden – und hofft, mit ein paar klaren Sätzen beruhigt zu werden. Man weiß ja: Bei Nahestehenden gibt sich der Mediziner besonders viel Mühe. HÖRZU befragte Fachärzte, was sie ihren Kinder und Freunden raten.


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Allgemeinmedizin

Hausärzte wie Dr. Claus haben den Überblick und kennen ihre Patienten meist sehr gut. Sie führen Vorsorge-Checks durch und wissen am besten, wann eine Impfung nötig ist und wann man zum Facharzt gehen sollte.

61) Niedriger Blutdruck
Das beste Mittel gegen schlappen Kreislauf ist immer noch dieser Klassiker: Jeden Morgen mit einer Sisalbürste den Körper fünf Minuten lang trocken bürsten. Erst die Beine außen, dann innen, später die Arme, am Ende den Rumpf. Schöner Nebeneffekt: Regelmäßiges Bürsten macht die Haut ebenmäßig, straff und wirkt gegen Alterserscheinungen.

62) Durchfall einfach kurieren
Oberstes Gebot bei Durchfall: Viel trinken! Ideal ist dabei die Kombination von Zucker und Salz. Folgende Trinkkur wirkt besonders effektiv: In eine Hand einen Becher salzige Brühe nehmen, in die andere grünen oder roten Tee mit Zucker gesüßt. Von beiden Bechern bitte abwechselnd trinken. Das gleicht die Salz- und Mineralverluste durch den Durchfall besonders gut aus. Folge: Man fühlt sich sehr schnell wieder besser.

63) Infekte mit Darmkrämpfen
Bei Infekten kommt es häufig zu schweren Darmkrämpfen. Feuchte Wärme hilft sofort gegen das lästige Drücken im Bauch. Dafür ein heißes feuchtes Tuch auf die Körpermitte legen. Vorher aber kurz testen, ob die Temperatur stimmt. Über das Tuch anschließend noch eine Wärmflasche legen. Die Wärme entkrampft die Darmmuskulatur schnell.

64) Flauer Magen: Ingwer hilft
Ingwer ist eine echte Wunderwurzel: Die scharfe Knolle vertreibt Übelkeit und ein flaues Gefühl im Bauch. Ein daumengroßes Stück in dünne Scheiben schneiden und mit einem halben bis ganzen Liter kochendem Wasser überbrühen. Je dünner der Tee, desto milder schmeckt er. Nebeneffekt: Ingwer wärmt den ganzen Körper im Nu.

65) Übelkeit lindern
Wenn einem übel wird, brauchen Magen und Darm eine Pause! Und zwar möglichst komplett: Bitte mindestens einen Tag lang nur Kräutertee trinken. So wird das entzündete Organ ruhiggestellt und kann auf diese Weise besser wieder ausheilen. Der Darm wird ebenfalls entlastet.

Relaxen

15 Minuten Auszeit am Tag sollte sich jeder gönnen. / Foto: © picture alliance/Bildagentur-online

66) Raus aus der Erschöpfung!
Wer immer 100 Prozent gibt, gerät irgendwann aus dem Takt, fühlt sich häufig wie zerschlagen. Ich rate meinen Patienten dann, ganz bewusst jeden Tag für 15 Minuten gar nichts zu tun. Für manche ist das schon eine Art Meditation. Ich nenne es "Löcher in die Luft starren". Die Wirkung ist die gleiche. Nur verstehen es die Menschen so besser. Manchen hilft es, wenn sie dabei etwas beobachten, etwa die leisen Bewegungen der Blätter eines Baums, einen Vogel oder den Flug der Wolken am Himmel.

67) Snack-Stopp!
Ein süßes Teilchen hier, ein paar Pommes da, einen Croque an der Ecke: Die meisten Snacks sind wahre Kalorienbomben. Man sollte sie sich verkneifen. Ist man länger unterwegs, sind hart gekochte Eier eine gute Alternative: Sie haben wenig Kalorien, gute Nährwerte, sättigen lang.

68) Fitness im Alltag
Es muss nicht immer ein ausgeklügeltes Sportprogramm sein: Nutzen Sie lieber jede Möglichkeit für Bewegung. Tipp: Beim Laufen zwischendurch ruhig mal richtig Tempo machen. Das stärkt den Kreislauf und aktiviert die Fettverbrennung.

69) Schlank bleiben
Einfacher Tipp: Ab 19 Uhr nichts mehr essen! Wer das tut, gibt seinem Körper nachts Zeit für die Fettverbrennung, da die Bauchspeicheldrüse dann über einen langen Zeitraum kein Insulin ausschütten muss und der Blutzuckerspiegel absinken kann.

70) Herpes schnell behandeln
Gleich beim ersten Kribbeln die betroffene Stelle mit Zahnpasta betupfen. Das verhindert meist ein Ausbrechen der Pusteln.

71) Um die Seele kümmern
Nie gab es mehr Krankschreibungen wegen psychischer Probleme als heute. Aber: Viele Menschen kümmern sich auch kaum um ihre Gefühle. Deshalb rate ich meinen Patienten oft, dass sie sich Dinge und Erlebnisse gönnen sollten, auf die sie sich wirklich freuen – und zwar regelmäßig. Ganz besonders dann, wenn die Laune bereits angeschlagen ist.

Wasser gegen Kopfschmerzen

Kopfschmerzen lassen sich oft durch Trinken vertreiben. / Foto: © picture alliance/WILDLIFE

72) Wasser gegen Kopfschmerzen
Ein großes Glas Wasser hilft oft schon effektiv gegen einen Brummschädel. Auch ein starker Kaffee kann den Schmerz schnell vertreiben.

73) Nervosität
Natürlich ist unser Alltag hin und wieder hektisch. Das lässt sich oft nicht ändern. Aber: Wir können anders darauf reagieren. Mein Rat: Machen Sie bewusst alles ganz langsam. Meist schafft man dann mehr und schont nebenbei den Blutdruck.

74) Fieber und grippale Infekte
Die wichtigste Regel: Trinken, trinken, trinken! Heiße Tees, etwa mit Ingwer, verflüssigen den Schleim und bekämpfen die Erreger auf natürbesten liche Weise. Vorsicht: Während eines Infekts bitte keine heißen Bäder nehmen! Sie belasten den Kreislauf zu sehr und können sogar bis zum Kreislaufkollaps führen.

75) Husten und Schnupfen
Neben Kopfweh und Gliederschmerzen bereiten Schnupfen und verschleimte Bronchien bei einer Erkältung die größten Beschwerden. Oft kommt man aber auch ohne Medikamente zurecht. Mein Tipp: Tees mit Huflattich und Spitzwegerich trinken. Sie wirken auf natürliche Weise und lösen den Schleim zuverlässig.

76) Richtig niesen
Gelernt ist gelernt: Die meisten Menschen niesen nach wie vor in die Hände. Das ist falsch und erhöht die Ansteckungsgefahr für andere. Besser ist es, immer in die Armbeuge zu niesen.

77) Auf seinen Bauch hören
Auch wenn man sich gar nicht richtig krank fühlt: Es ist immer gut, sich auf sein Bauchgefühl zu verlassen. Ist kein Appetit da: Bitte nichts essen. Fühlt man sich müde und erschöpft: Einfach mal ganz bewusst gar nichts tun. Unser Bauch ist oft weiser als unser Verstand. Und der Körper zeigt uns durch solche Symptome häufig, was wir gerade wirklich nötig haben.

78) Hilfe gegen Verbrennungen
Bei kleinen Verbrennungen sofort den Finger, den Arm oder die betroffene Stelle unter kaltes Leitungswasser halten. Ich persönlich habe gegen kleine Verletzungen eine Aloepflanze zu Hause. Davon schneide ich bei Bedarf einen Pflanzentrieb ab und betupfe die betroffene Stelle mit dem austretenden Pflanzensaft. Das beschleunigt die Heilung tatsächlich.

Grippeimpfung

Der Impfschutz muss auch im Erwachsenenalter regelmäßig aufgefrischt werden. / Foto: © dpa

79) Impfungen einhalten
Ein gewissenhafter Hausarzt kontrolliert regelmäßig den Impfstatus seiner Patienten. Gerade im Erwachsenenalter gehen viele nachlässig damit um und verpassen Auffrischungsimpfungen, etwa bei Tetanus. Menschen mit geschwächtem Immunsystem und alle Älteren sollten jedes Jahr zudem frühzeitig an die Grippeimpfung denken.

80) Hautcheck wahrnehmen
Alle zwei Jahre können Menschen ab 35 kostenlos eine Untersuchung auf Hautkrebs wahrnehmen. Das sollten sie dringend tun, denn wird er früh entdeckt, sind die Heilungschancen groß. Für den Check muss man nicht zum Hautarzt, auch Allgemeinmediziner können ihn vornehmen.

Autor: Esther Langmaack