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Beste Medizin: Bewegung in frischer Luft.

Raus an die Luft: Fahren Sie Fahrrad, oder machen Sie einen flotten Spaziergang. - Foto © picture alliance / zb

Die besten Tipps

Der große Gesundheits-Kalender 2014

Grippe, Allergie und Rückenschmerzen kann man nicht vorbeugen? Da sind wir anderer Meinung! Mit diesen Tipps kommen Sie glücklich, gesund und voller Lebenskraft durch das neue Jahr.

Mit dem Beginn eines neuen Jahres verbinden wir große Hoffnungen. Wir wünschen einander Glück. Und Gesundheit. Beim Glück sind wir tatsächlich auf das Hoffen angewiesen, denn das haben wir nicht selbst in der Hand. Bei der Gesundheit aber ist das anders. Jeder von uns kennt den Schlüssel zu mehr Wohlbefinden, denn der heißt Prävention. Mit gezielter Vorbeugung lassen sich viele Leiden verhindern. Dazu ist allerdings gute Planung wichtig.

Ernährung Gesundheit

Kurbeln Sie Ihren Stoffwechsel nach den Feiertagen mit vitaminreicher Ernährung an. - Foto © picture alliance / Bildagentur-o

Jetzt im Winter muss etwa schon die Hyposensibilisierung gegen Blütenpollen starten. Und spätestens im Herbst sollten wir beginnen, unsere Rückenmuskeln zu trainieren, damit uns der nächste Winter nicht in die Knie zwingt. Selbst OPs haben ihre ideale Jahreszeit: Eingriffe am Auge oder an der Haut sind im Winter erfolgreicher.

Operationen an den Füßen sollten besser auf den Sommer verlegt werden, da festes Schuhwerk dann nicht die Heilung behindert. Prof. Christoph Bamberger, Leiter des Medizinischen Präventionscentrums Hamburg (MPCH), sagt, wie Sie gesund durch das Jahr 2014 kommen.

Gesundheits-Tipps für den Winter (21.12. – 19.3.)

Augen-OP
Lasereingriffe am Auge sind im Winter erfolgreicher. Das hat eine US-Studie der Wake Forest University in North Carolina ergeben. Grund: Das trockene Winterklima wirkt sich so auf die Beschaffenheit der Hornhaut aus, dass der Laser viel exakter arbeiten kann.

Kontrolle des Blutdrucks
"Eisige Kälte lässt den Blutdruck ansteigen", warnt Prof. Bamberger: "Hypertoniker sollten deshalb jetzt ihre Medikation den Temperaturen anpassen." Studien zeigen, dass bei ihnen die Infarktgefahr um 62 Prozent steigt, wenn sich die Temperatur von einem Tag auf den nächsten um mehr als fünf Grad verändert.

Nervennahrung
Wal- und Erdnüsse sind mit ihren B-Vitaminen verlässliche Stressexperten. Eine Handvoll pro Tag ist ideal. Achtung: Finger weg von alten Nüssen! Sie können giftige und krebserregende Schimmelpilze (Aflatoxine) gebildet haben.

Walnüsse

Kraftpaket Walnuss: voll gesunder Energie. - Foto © picture alliance / Arco Images

Schutz vor Pollen
Allergiker, die im Frühjahr Ruhe vor Birken- und Weidenstaub haben möchten, müssen bereits jetzt mit einer Kurzzeitsensibilisierung beginnen. "Oft halten schon vier bis sieben Injektionen die Allergie in Schach", sagt Allergologe Prof. Thomas Fuchs von der Universität Göttingen.

Hautkrebs-Screening
Sind alle Leberflecke im gesunden Bereich? Das sollten Sie möglichst im Winter kontrollieren lassen, weil Unregelmäßigkeiten auf weißer Haut besser sichtbar sind. Ab 35 Jahren zahlt die Krankenkasse alle zwei Jahre diese Vorsorgeuntersuchung beim Hautarzt.

Darmkrebs-Vorsorge
Früh erkannt ist Darmkrebs zu 100 Prozent heilbar! Vereinbaren Sie doch gleich im März, dem weltweiten Darmkrebsmonat, einen Termin beim Arzt. Ab 50 Jahren zahlen die Kassen einmal jährlich eine Untersuchung des Darms (Abtasten des Enddarms, Test auf Blut im Stuhl) und ab 55 Jahren zwei Darmspiegelungen im Abstand von zehn Jahren.

Venen-OPs
Besser im Winter einplanen. Nach den Eingriffen müssen die Beine nämlich meist fest gewickelt werden. Diese Bandagen lassen sich im Winter besser unter einer langen Hose verstecken. Zudem schwitzt man dann weniger.

Altlasten entsorgen
Müde und kraftlos nach den Feiertagen? Dann befreien Sie sich von Giftstoffen, und kurbeln Sie Ihren Stoffwechsel an. Die besten Regeln zur Entgiftung: 1. Viel Gemüse, Obst, Kartoffeln, Fisch und mageres Geflügel essen. 2. Zwei Liter Wasser und Tee pro Tag trinken. 3. Mit Basenbädern (Apotheke) entsäuern. 4. Ein warmes Tuch auf den rechten Oberbauch legen. Das regt die Durchblutung der Leber an.

Operationen
Muttermale, Pigmentflecken, Warzen – Eingriffe an der Haut sollten, sofern möglich, auf den Winter verlegt werden. "UV-Licht stört den Heilungsprozess", sagt Prof. Bamberger: "Außerdem droht durch die Sonne eine stärkere Pigmentierung der neu gebildeten Haut."

Zähne zeigen
Nehmen Sie sich jetzt die Zeit für einen Check beim Zahnarzt! Wer regelmäßig zur Vorsorge geht, wird von den Krankenkassen belohnt, weil die jährliche Untersuchung das Gesundheitssystem entlastet.


Gesundheits-Tipps für den Frühling (20.3. – 20.6.)

Gut geschützt?
"Die Vierfach-Impfung gegen Diphtherie, Keuchhusten, Tetanus und Polio muss alle zehn Jahre aufgefrischt werden", sagt Prof. Bamberger. Wichtig für die Urlaubsplanung: Spätestens jetzt sollten sich alle immunisieren lassen, die im Sommer eine Reise in Länder planen, für die Impfungen empfohlen werden.

Pfunde verlieren
Schon die Strandsaison im Blick? Wenn Sie zweimal pro Woche das Abendessen ausfallen lassen, verlieren Sie im Handumdrehen ein Kilo – ganz ohne strenge Diät und aufwendige Kocherei.

Gänseblümchen

Gänseblümchen leisten Erste Hilfe bei kleinen Verletzungen. - Foto © picture alliance / blickwinkel/J

Raus an die Luft!
Fahren Sie Fahrrad, oder machen Sie einen flotten Spaziergang. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt, sich fünfmal pro Woche 30 Minuten lang zu bewegen. Das beugt nahezu allen Zivilisationskrankheiten vor.

Achtung, Zecken!
Jetzt beißen sie wieder. Schützen Sie sich im Freien mit langen Hosen und langärmligen T-Shirts. Schon gebissen? Dann die Zecke vorsichtig drehend herausziehen. Bildet sich ein roter Kreis um den Biss, bitte schnell zum Arzt gehen.

Mammografie
Vom 51. bis zum 70. Lebensjahr bezahlen die Kassen alle zwei Jahre die Mammografie. Ebenso wichtig: Die Selbstuntersuchung. Ganz leicht geht sie mit einer Folie (Aware Kissen, Apotheke), die die Reibung zwischen den Händen und der Haut verringert.

Kraftquelle Ernährung
"In der kalten Jahreszeit haben sich unsere Nährstoffspeicher rapide geleert", sagt Ernährungsexpertin Meike Schmalstieg. Füllen Sie sie wieder auf. Die besten Kraftquellen: Paprika, Möhren, Eigelb und Leber für Vitamin A. Müsli, Hülsenfrüchte, Fenchel und Champignons für alle B-Vitamine. Sanddorn und Zitrusfrüchte für Vitamin C. Nüsse und Weizenkeimöl für Vitamin E.

Gesundheitscheck
Am 7. April ist Weltgesundheitstag. Nehmen Sie ihn zum Anlass, sich wieder mal ausführlich untersuchen und ein Blutbild machen zu lassen. Die Kassen übernehmen alle zwei Jahre die Kosten.

SOS-Stressbremse
Die Ereignisse überschlagen sich? Der Akupressurpunkt "Talsenke" harmonisiert. Er liegt auf dem Handrücken, auf der weichen Stelle zwischen dem Daumen und dem Zeigefinger. Zehn Sekunden drücken, dann Seitenwechsel.


Gesundheits-Tipps für den Sommer (21.6. – 22.9.)

Fuß-OP
Hallux valgus, Fersensporn, Fehlstellungen: Fußoperationen sollten, wenn möglich, für den Sommer geplant werden. Der Grund ist simpel: Dicke Verbände haben in leichten, offenen Schuhen mehr Platz. Das fördert die Heilung.

Doktor Gänseblümchen
Nicht nur hübsch, sondern auch heilsam! Bei kleinen Blessuren Gänseblümchen zwischen den Fingern zusammenpressen und den austretenden Saft auf die verletzte Stelle träufeln. Gerbstoffe und ätherische Öle fördern die Wundheilung.

Ernährung Erdbeeren

Beeren: Jetzt sind sie reif und voll wichtiger Vitalstoffe. - Foto © picture alliance

Beerige Besserung!
Erdbeeren, Himbeeren und ihre vielen Kollegen schmecken nach Sommer, haben kaum Kalorien und stecken voller Heilkräfte. Erdbeeren sind mit ihrem prallen Vitamin-C-Aufgebot ein potenter Immunschutz. Brombeeren wirken entzündungshemmend. Himbeeren sind gut für den Harnstoffwechsel.

Kein Stich
Wespen gehören zum Spätsommer wie Pflaumenkuchen. "Für 2,5 Millionen deutsche Insektenallergiker kann ihr Stich allerdings sehr gefährlich werden", warnt Prof. Fuchs. Der beste Schutz: Insektengitter an den Fenstern, Lebensmittel im Freien abdecken. Mit dem Strohhalm trinken – und vor allem Ruhe bewahren.

Achtung, Sonnenbrand!
Nicht kleckern, sondern klotzen! In Sachen Sonnencreme dürfen wir tatsächlich mal dick auftragen. Denn beim UV-Schutz gilt: Viel hilft viel! Faustregel: Sechs Teelöffel Creme für den Körper. Wichtig: Die Haut immer einige Zeit vor dem Sonnenbad eincremen. Der volle Schutz ist erst nach 15 bis 30 Minuten erreicht.

Krebsvorsorge
Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen bei Männern ab dem 45. Lebensjahr einmal pro Jahr die Kosten für die Tastuntersuchung zur Früherkennung von Prostatakrebs. Frauen sollten ab dem 20. Lebensjahr jährlich die Gebärmutter untersuchen und die Brüste abtasten lassen (Kassen zahlen erst ab 30!).

Fit in den Tag
Begrüßen Sie den Morgen mit tiefen Atemzügen vor dem offenen Fenster, und machen Sie dazu einige Kniebeugen. Das lässt Sie hellwach in den Tag starten.

Sommergrippe
Stark gegen Viren machen Homöopathika: etwa Echinacea (Dosis: 3-mal täglich 5 Globuli D6) oder Kalium jodatum (Dosis: 3-mal täglich 5 Globuli D12). Um den Körper gegen Erkältung zu wappnen, gibt es auch die Komplexmittel "Nisylen", "Influex" oder "Engystol".

Viel trinken
Unser Flüssigkeitsbedarf liegt jetzt bei 2,5 Litern täglich. Gute Lieferanten sind auch Gurke, Wassermelone, Papaya.

Perfekter Durchblick
Mit zunehmendem Alter steigt das Risiko für Augenerkrankungen. Werden sie nicht rechtzeitig erkannt, können sie irreparable Schäden anrichten. "Regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen ab 40 Jahren sind wichtig", betont Prof. Mike Holzer von der Universitäts-Augenklinik Heidelberg. Die Kassen tragen die Kosten allerdings zumeist nicht.


Gesundheits-Tipps für den Herbst (23.9. – 21.12.)

Stabile Knochen
Am 20. Oktober ist der Welt-Osteoporosetag. Der Osteologe Prof. Reiner Bartl aus München rät allen Frauen ab 50 Jahren und allen Männern ab 60 Jahren, die Beschaffenheit ihrer Knochen mithilfe einer Knochendichtemessung untersuchen zu lassen (Kosten: circa 35 Euro).

Gezinkte Abwehr
Wappnen Sie sich vor der Erkältungswelle mit zinkhaltigen Lebensmitteln (Rindfleisch, Eier, Meeresfrüchte, Käse). Studien belegen: Zink stärkt das Immunsystem sogar effektiver als Vitamin C.

Ernährung Fisch

Lachs liefert gesunde Omega-3-Fettsäuren. - Foto © picture alliance

Rücken stärken
Krafttraining ist ideal. Machen Sie Ihren Rücken fit, bevor Kälte und Feuchtigkeit ihm zusetzen. Dabei nicht nur die Rücken-, sondern auch die Bauchmuskulatur trainieren. Zusammen bilden sie ein Korsett, das die Wirbelsäule stützt.

Hausstaub
Jetzt leiden Milbenallergiker besonders. Zwar sterben die Spinnentiere meist im Herbst durch die Heizungsluft ab. Ihre zerfallenden Körper setzen aber Allergene frei. Das hilft: Staubfänger aus der Wohnung verbannen. Matratzen alle sechs Monate mit Anti-Milbenmittel behandeln.

Grippeimpfung
Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt die Impfung insbesondere chronisch Kranken, älteren Menschen ab 60 und allen Schwangeren.

Hand aufs Herz
Am 28. September ist Welt-Herztag. Eine gute Gelegenheit, den eigenen Lebensstil zu überprüfen. "Denn der ist für 90 Prozent aller Herz- Kreislauf-Leiden verantwortlich", sagt Prof. Bamberger. Auf diese Weise bleibt Ihr Herz schlagkräftig: täglich 30 Minuten flott bewegen, Cholesterin reduzieren, Stress abbauen und viel fetten Seefisch essen, etwa Lachs, Makrele oder Hering. Ihre Omega-3- Fettsäuren schützen die Gefäße.

Vitamin D zuführen
90 Prozent aller Bundesbürger sind in den dunklen Monaten unterversorgt. Dabei schützt das Vitamin vor den häufigsten Zivilisationskrankheiten – das belegen unterdessen einige wissenschaftliche Studien. Präventionsexperte Prof. Bamberger rät, in der sonnenarmen Zeit Vitamin-D-Tabletten einzunehmen: "1000 Einheiten täglich sind ideal!"

Autor: Susan Junghans-Knoll