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Gute Luft, bessere Laune. So einfach ist die Formel für mehr Wohlbefinden.- Foto

Gute Luft, bessere Laune. So einfach ist die Formel für mehr Wohlbefinden.- Foto © picture-alliance / Helga Lade Fo

Besser leben mit frischer Luft

Das perfekte Raumklima

Das Schönste bei Bibberkälte, Schnee und Regen?
Eine kuschelig beheizte Wohnung, in der man es sich so richtig gemütlich machen kann. Doch leider hat die wohlige Wärme auch ihre Schattenseiten.
Sie entzieht dem Raumklima Feuchtigkeit und kann so unserer Gesundheit schaden.

Erstes Anzeichen: Unsere Schleimhäute trocknen aus. Dann brennen die Augen, die Stimme wird heiser, der Hals kratzt – und am Ende haben Erkältungsviren leichtes Spiel.

Wissenschaftliche Untersuchungen zeigen: Bei einem Raumklima mit nur 20 bis 35 Prozent Luftfeuchtigkeit ist die Ansteckungsgefahr am höchsten. Aber wie sollten die rund 20.000 Liter Luft am besten beschaffen sein, die wir tagtäglich einatmen?


Feuchtigkeit messen

Grundsätzlich sollte unsere Atemluft etwa zu vier Fünfteln aus Stickstoff und zu einem Fünftel aus Sauerstoff bestehen, ergänzt durch Kohlendioxid und Edelgase. "Die Luftfeuchtigkeit ist optimal, wenn sie in Räumen zwischen 40 und 65 Prozent liegt", sagt Roland Dengler vom Ingenieurbüro für Gesundes Wohnen in Heubach. Messen lässt sie sich mit einem sogenannten Hygrometer, das man im Elektrofachhandel ab 20 Euro erhält.

Ist die Raumfeuchte zu gering, lässt sie sich mit kleinen Maßnahmen leicht verbessern. "Durch die moderne Bauweise sind unsere Häuser häufig immer besser isoliert und luftdichter, sodass ein natürlicher Luftaustausch gar nicht mehr besteht", bemängelt Experte Dengler.


Regelmäßig lüften

Der erste Schritt zum Wohlfühlklima heißt Stoßlüften – mindestens dreimal täglich für vier bis zehn Minuten alle Fenster vollständig öffnen. Für simpel, aber sehr effektiv hält der Ingenieur das Befeuchten der Raumluft durch nasse Handtücher, die man für kurze Zeit über die Heizung legt oder im Zimmer aufhängt: "Das sieht zwar nicht unbedingt schön aus, hilft aber sehr schnell, wenn die Atemwege durch das Raumklima gereizt sind", sagt Dengler.
Ebenfalls sehr effektiv ist cleveres Heizen! Die optimale Zimmertemperatur sollte im Winter bei 20 bis 22 Grad liegen.


Vorsicht bei Luftbefeuchtern!

Natürlich hilft es unseren Schleimhäuten auch, ausreichend zu trinken: Zwei bis drei Liter Wasser pro Tag sind perfekt, um den Körper von innen mit Feuchtigkeit zu versorgen. Wohlfühlklima aus der Steckdose versprechen die Hersteller von Luftbefeuchtern (Elektromarkt, ca. 80 Euro).
Aber Achtung: Solche Geräte können leicht zu Keimschleudern werden, warnt Ingenieur Dengler: "Bevor es komplett verdunstet, beginnt das Wasser zu leben, es können sich Algen darin bilden."
Die Folge: Krankheitserreger wie Bakterien oder Schimmelpilzsporen werden in die Raumluft gepustet und können so eingeatmet werden. Im schlimmsten Fall kann das zu Lungenerkrankungen führen, warnte jüngst die Deutsche Gesellschaft für Pneumologie. Auch die Zugabe von Desinfektionsmitteln ist, so Dengler, "keine Alternative". Denn auch sie werden an die Raumluft abgegeben. Wer dennoch einen Luftbefeuchter nutzen möchte, sollte ihn regelmäßig reinigen und auch das Wasser immer wieder erneuern.


Pflanzen
Pflanzen verbessern das Raumklima - Foto © picture alliance / dpa


Wie Pflanzen für Frischluft sorgen

Wer viel Grün in seine Räume holt, verbessert ihr Klima. Diese drei Gewächse sind empfehlenswert

1) Gummibaum

Er ist ein Klassiker und zählt nicht nur zu Omas absolutem Lieblingsgrün. Die Pflanze ist pflegeleicht, kann am Fenster oder im Halbschatten stehen. Weiteres Plus: Gummibäume bauen vergleichsweise viel schädliches Formaldehyd aus der Raumluft ab.

2) Birkenfeige

Der Ficus benjamini sorgt für Wohlfühlklima, weil er nicht nur die Luft mit Feuchtigkeit versorgt, sondern auch Luftschadstoffe wie Formaldehyd oder Ammoniak abbaut.

3) Arecapalme

Sie liegt in Sachen gesunde Raumluft weit vorn: Die Palme gibt viel Feuchtigkeit ab und eliminiert Schadstoffe wie Xylol, Toluol und Formaldehyd. Die schnell wachsende Pflanze braucht aber Helligkeit und viel Pflege

Autor: Susan Junghans-Knoll