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Körperlich aktiv zu sein beugt Demenzerkrankungen vor.

Körperlich aktiv zu sein beugt Demenzerkrankungen vor. - Foto © picture-alliance / beyond/Alessa

Der effektive 6-Punkte-Plan

Alzheimer-Vorbeugung

Alzheimer kann man heute zwar medikamentös lindern, eine Heilung ist jedoch noch nicht möglich. Umso wichtiger wird die Prävention: Mit diesen Tipps senken Sie Ihr Risiko, an Gedächtnisstörungen zu erkranken.

1. Körperlich aktiv sein

Glück haben alle, die gern Sport treiben. Wer nicht gern läuft, Rad fährt oder Golf spielt, sollte sich dazu aber nicht zwingen. Hauptsache ist die Bewegung – und dass man dabei auch Freude empfindet. Selbst Gartenarbeit, Tanzen oder Spaziergänge mit dem Hund beugen Demenzerkrankungen vor. Die Aktivität begünstigt die Bildung und Vernetzung von Nervenzellen sowie die Sauerstoffversorgung des Gehirns.

2. Geistige und soziale Aktivität

Schach spielen
Foto © picture alliance / Arco Images GmbH

Wer sich lebenslang geistig betätigt, vermindert die Gefahr, ein Demenzpatient zu werden. Auch Kommunikation mit anderen Menschen ist wichtig. Am besten verbindet man beides miteinander, indem man zum Beispiel Schach spielt, Mal- oder Sprachkurse besucht, an Museumsführungen teilnimmt oder mit den Freunden ins Theater geht. Auch Ehrenämter sind sehr gut geeignet, denn neben geistiger und sozialer Betätigung steigern sie die individuelle Zufriedenheit. Ein enorm wichtiger Aspekt: Wer unzufrieden ist, könnte eine Depression entwickeln – und sie führt im Alter oftmals auch zu Demenz.

3. Gesunde Ernährung

Viel Obst und Gemüse, ungesättigte Fettsäuren (vor allem Olivenöl), viel Fisch und wenig Fleisch: Solch eine Ernährung stärkt den natürlichen Schutz vor Demenz wie vor anderen Krankheiten. Bei Rauchern ist die Gefahr, an Demenz zu erkranken, um bis zu 70 Prozent höher als bei Nichtrauchern. Selbstverständlich führen auch übermäßiger Alkoholkonsum sowie andere Rauschgifte zu Gedächtnisproblemen.

4. Krankheiten behandeln

Diabetes und Bluthochdruck sind Risikofaktoren. Durch korrekte medikamentöse Einstellung wird das Demenzrisiko deutlich gesenkt. Chronische Nierenprobleme erhöhen ebenfalls die Wahrscheinlichkeit, an Gedächtnisproblemen zu leiden. Das Gleiche gilt für Depressionen, die sich im Alter manchmal mit ganz anderen Symptomen bemerkbar machen als bei jüngeren Menschen, etwa durch häufige Langeweile, beunruhigende Gedanken an die Vergangenheit oder Schwierigkeiten, morgens aus dem Bett zu kommen. Schlafmangel bedeutet eine weitere Gefährdung. Er kann sich in Form von Ein- oder Durchschlafproblemen zeigen oder indirekt durch Unruhegefühl in den Beinen (Restless-Legs-Syndrom). Alle genannten Schlafstörungen sind gut behandelbar. Auch Gehör- oder Augenprobleme begünstigen das Entstehen einer Demenz. Also bitte immer die Brille und das Hörgerät tragen!

5. Medikamente prüfen

Alzheimer ist mit einem Mangel an dem Botenstoff Acetylcholin verbunden. Viele Nervenzellen benötigen Acetylcholin, unter anderem für die Gedächtnisbildung. Manche Medikamente hemmen den Botenstoff, man spricht dann von anticholinergenen Nebenwirkungen. Solche Medikamente (etwa trizyklische Antidepressiva) sollten im Alter so sparsam wie möglich eingesetzt werden.

6. Die Apotheke der Natur

Naturmedizin Gingko
Foto © picture alliance / blickwinkel/D

Extrakte aus den Blättern des Ginkgo-Baumes können Gedächtnisstörungen vorbeugen und Konzentrationsprobleme lindern (z. B. "Tebonin", Apotheke). Eine Langzeitstudie mit fast 4000 Teilnehmern ergab, dass sich nach 20 Jahren die geistige Leistungsfähigkeit bei Anwendern des Ginkgo-Spezialextrakes EGb 761 weniger verschlechtert hatte als bei jenen Personen, die kein Präparat fürs Gedächtnis einnahmen. Und eine weitere Studie zeigte: Bei Teilnehmern, die den Spezialextrakt mindestens vier Jahre eingenommen hatten (Tagesdosis 240 mg), gab es fast eine Halbierung der Alzheimerfälle.

Autor: Nele-Marie Brüdgam