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Vorsicht: Wächst der Bauchumfang, hilft nur Abnehmen.

Wächst der Bauchumfang, hilft nur Abnehmen. - Foto © www.piqs.de /hckRuby, CC (Some rights are reserved.)

Risiko Bauchfett

Abnehmen am Bauch

Bauch oder Hüfte? Wo sich überflüssige Pfunde absetzen, kann über unsere Gesundheit entscheiden. Dass Übergewichtige ein deutlich erhöhtes Risiko für Zivilisationsleiden wie Diabetes, Herzprobleme oder Thrombosen haben, ist hinlänglich bekannt. Aber dabei gilt: Fett ist nicht gleich Fett. Menschen mit einem großen Taillenumfang sind besonders gefährdet, denn sie sammeln das Körperfett besonders im Bauchraum an. "Das viszerale Fett, so der medizinische Name für inneres Bauchfett, legt sich um die Organe und schadet dem Körper“, sagt Dr. Philipp Stawowy, Kardiologe am Deutschen Herzzentrum in Berlin.

Im Gegensatz zu den Fettzellen unter der Haut ist es deutlich mehr als ein Energiespeicher: "Die Zellen dort haben eine hohe Stoffwechselaktivität, schütten Hormone aus und können die Entstehung von Entzündungen begünstigen", so Stawowy. Bislang sind rund 100 Produkte des Fettgewebes bekannt, die dort neu gebildet werden. Stawowy: "Ein erhöhter Taillenumfang steigert das Risiko, in den nächsten fünf Jahren ein metabolisches Syndrom zu entwickeln, um fast 50 Prozent." Aber nicht nur übergewichtige Menschen deponieren im Bauchraum inneres Fett. Auch Normalgewichtige tun dies oft. Viel besser als der bisher übliche Body-Mass-Index (BMI-Formel: Körpergewicht in kg dividiert durch das Quadrat der Körpergröße in m) gibt also der Taillenumfang Auskunft über Gesundheitsrisiken durch Bauchfett.

Fünf wichtige Fragen rund um den Bauch
Ab wann sind die Kilos gefährlich? Wie werde ich Fett nachhaltig los? Hier finden Sie nützliche Antworten.

1. Warum ist der BMI nicht aussagekräftig?
Antwort: Der Body-Mass-Index (BMI, Formel siehe Text) gibt das Verhältnis von Gewicht zu Größe wieder. Er zeigt Übergewicht (BMI über 25) an sowie Adipositas, die Fettsucht (BMI über 30). Wo das Fett sitzt, berücksichtigt er jedoch nicht.

2. Wie messe ich das Fett?
Antwort: Nachweisen lässt sich das Fettgewebe durch bildgebende Verfahren, etwa Computertomografie. Einfacher ist es, den Taillenumfang zu messen.

3. Wie viel Bauch ist gut?
Antwort: Ein Bauchumfang von über 88 Zentimetern bei Frauen und über 102 Zentimetern bei Männern erhöht deutlich das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Diabetes. Das belegen mittlerweile viele Studien.

4. Lässt sich übermäßiges Bauchfett reduzieren?
Antwort: Diäten bringen meist nichts, weil man dadurch nur Gewicht verliert. Zudem schwindet dabei häufig bloß die Muskel- und nicht die Fettmasse. Nur durch Sport und gesündere Kost lassen sich die inneren Fettspeicher nachhaltig abschmelzen – auch wenn dünne Menschen die Wirkung auf der Waage kaum bemerken.

5. Wie viel Gewicht muss ich verlieren?
Antwort: Schon 5 bis 10 Prozent weniger Gewicht und ein entsprechend reduzierter Bauchumfang vermindern das Rrisiko für Diabetes Typ 2 um bis zu 50 Prozent.

Autor: Nicole Simon - Foto © www.piqs.de /hckRuby, CC (Some rights are reserved.)