HÖRZU Android Logo
HÖRZU
TV-Programm
kostenlose App
Get it on Google Play
HÖRZU iOS Logo
HÖRZU
TV-Programm
kostenlose App
Get it on Google Play
HÖRZU Logo
Unterhaltung Filter
Kategorie einstellen
Der Darm beeinflusst unser Wohlergehen. - Foto © picture alliance / Arco Images

Der Darm beeinflusst unser Wohlergehen. - Foto © picture alliance / Arco Images G

Bakterien im Darm

7 Tipps für einen gesunden Darm

Die Gesundheit sitzt im Darm, sagen die Chinesen. Immerhin befindet sich hier die größte Fläche schützender Schleimhaut, die der Körper besitzt. Und rund 100 Billionen Bakterien – ein insgesamt etwa zwei Kilo schwerer Haufen von Mikroben, die unverdauliches Essen aufspalten, den Darm mit Energie versorgen, Vitamine herstellen, Gifte oder Medikamente abbauen und das Immunsystem stärken. Inzwischen bestätigen immer mehr wissenschaftliche Befunde die Macht der Darmflora. Selbst westliche Mediziner halten sie unterdessen für einen unterschätzten, vielversprechenden Forschungszweig und betrachten Darmbakterien zunehmend als eigenständiges Organ.


Lesen Sie auf der nächsten Seite "Zu viele "böse" Bakterien im Darm?" - Das können die Folgen sein! "

Lesen Sie auf Seite 3: "7 Tipps für einen gesunden Darm"


Ein empfindliches Gleichgewicht

Der Mensch spürt den Einfluss der Darmflora meist erst, wenn ihre empfindliche Balance gestört wird. Vorwiegend geschieht dies durch Antibiotika. Oft auch durch falsche, stark kohlenhydrathaltige Ernährung, manchmal sogar durch übertriebene Hygiene. Mögliche Folge: eine bakterielle Fehlbesiedelung mit mehr "bösen" als guten Keimen, die über 25 verschiedene Leiden nach sich ziehen kann. Diese treten nicht nur im Bauchraum auf, sondern äußern sich auch an ganz anderer Stelle: als Gelenk- und Kopfschmerzen, Müdigkeit oder Erschöpfung. Sogar eine Beeinträchtigung der Psyche ist möglich, denn Kopf und Bauch sind direkt verbunden: Über den Vagusnerv und das Rückenmark schicken sie sich Signale hin und her.

Dass der Kopf den Darm beeinflusst, kennt jeder, dem depressive Stimmung schon mal den Appetit verdorben hat. Allerdings senden nur zehn Prozent der Nerven, Blinddarm Dünndarm Dickdarm Magen die zwischen Gehirn und Darm angesiedelt sind, Informationen vom Kopf in den Bauch. In umgekehrter Richtung sind es 90 Prozent!


3 Typen der Zusammensetzung der Darmflora

Bestimmt der Darm also Vorgänge im Hirn mit? Studien belegen bereits, dass sich die Darmflora von Parkinson-Patienten stark von jener gesunder Menschen unterscheidet. Einige Forscher glauben deshalb, die Krankheit beginne im Darm. Ähnliches vermutet man bei Alzheimer. Die Zusammensetzung der Darmflora beeinflusst auch, wie gut man Nahrung verwertet – und ob man folglich eher dicker oder dünner ist. Die Forscher unterscheiden dabei drei Typen:

Typ 1 besitzt sehr viele Bacteroides-Bakterien im Darm, die Kohlenhydrate besonders gut umsetzen sollen und so den Körper pro Tag mit bis zu 150 zusätzlichen Kalorien versorgen.

Bei Typ 2 überwiegen Prevotella-Bakterien, die Zucker-Protein-Komplexe abbauen.

Bei Typ 3 sind es Ruminococcus- Bakterien, die hauptsächlich pflanzliche Hartfasern, etwa aus Vollkorn, verdauen.

Die Hoffnung der Forscher Studien mit Mäusen legen diesen Schluss nahe: Die Mehrheitsverhältnisse der Bakterien bestimmen auch darüber, wie unser Gehirn organisiert ist. Jetzt wird untersucht, ob sich dies auch auf das Verhalten auswirkt. Mikrobiologen, Neurologen und Gastroenterologen hoffen, im nächsten, noch weit entfernten Schritt die Darmflora mit individuellen Medikamenten oder funktionellen Lebensmitteln zu steuern – gezielt und langfristig.


Lesen Sie auf der nächsten Seite "Zu viele "böse" Bakterien im Darm?" - Das können die Folgen sein! "

Lesen Sie auf Seite 3: "7 Tipps für einen gesunden Darm"


Autor: Melanie Schirmann