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10 Tipps gegen Bluthochdruck

Bluthochdruck schädigt Herz und Gefäße; Bild: dpa picture-alliance

Für ein starkes Herz

10 Tipps gegen Bluthochdruck

Er gilt als der heimliche Killer. Denn ohne Schmerzen zu verursachen, kann hoher Blutdruck Herz und Gefäße lebensgefährlich schädigen. Mediziner vermuten, dass jedes Jahr 400.000 Tote auf das Konto dieser Krankheit gehen.

Ob Bluthochdruck vorliegt, entscheidet bei der Blutdruckmessung das Verhältnis zweier Zahlen: Die erste, der sogenannte systolische Wert, registriert den Blutdruck, wenn sich der Herzmuskel zusammenzieht, um das Blut in den Körper zu pumpen. Der zweite, der diastolische Wert, entsteht, wenn das Herz erschlafft und sich erneut mit Blut füllt. Optimal sind Werte von 120 mmHg (Millimeter Quecksilbersäule) systolisch und 80 mmHg diastolisch. "Damit ist unabhängig vom Alter das Risiko eines Schlaganfalls oder einer Herzerkrankung am geringsten", sagt Privatdozent Dr. Henning Baberg, Chefarzt der Klinik für Kardiologie am HELIOS Klinikum Berlin-Buch.

Alles, was deutlich darüber hinausgeht, kann das Herz empfindlich treffen: Dauerhaft zu hoher Druck treibt eine Verkalkung der Gefäße voran, verengt die schmalen Blutbahnen und verschlechtert so die Durchblutung der Organe.

Risikofaktor für Schlaganfall

Jede Erhöhung um 20/10 mmHg bringt laut Deutscher Hochdruckliga eine Verdopplung des kardiovaskulären Risikos mit sich. Damit ist Bluthochdruck der größte Risikofaktor für Schlaganfall und neben Diabetes Hauptursache für Herzinfarkt und Herzschwäche. "Doch nur 50 Prozent der Betroffenen wissen von ihrer Erkrankung", so die Experten der Deutschen Hochdruckliga. Ist der Blutdruck zu hoch, hilft nur eins: ihn in seine Schranken zu weisen. Meist sind keine Erkrankungen an der Druckerhöhung schuld, sondern die eigenen Lebensumstände. Und die lassen sich mit ein paar Veränderungen korrigieren (siehe Tipps unten).

Bei Übergewichtigen treiben die überflüssigen Pfunde den Blutdruck in den Gefäßen massiv hoch. Studien zeigen jedoch: Nehmen diese Menschen etwa vier Kilo ab, können sie ihren systolischen Blutdruck um bis zu 10 mmHg senken, den diastolischen um bis zu 6 mmHg.

Ein weiterer Risikofaktor ist Homocystein, ein Stoffwechselprodukt, das beim Abbau von Eiweiß entsteht. Erhöhte Werte steigern das Risiko für einen Herzinfarkt um 70 Prozent, jenes für Schlaganfall gar um 150 Prozent (!). Der natürliche Gegenspieler von Homocystein ist Folsäure. Allerdings dokumentiert die "Nationale Verzehrsstudie", dass 79 Prozent der Männer und 86 Prozent der Frauen zu wenig Folsäure zu sich nehmen. Studien zeigen, dass sich durch Gaben von Metafolin, einer stoffwechselaktiven Form der Folsäure, ein erhöhter Homocystein-Spiegel abbauen lässt ("Taxofit Folsäure + Metafolin", Apotheke).

Zudem ist eine kochsalzarme Ernährung extrem wichtig. Eine US-Untersuchung kommt zu dem Fazit: Wer seinen Salzkonsum täglich um ein Drittel einschränkt, reduziert das Risiko von tödlichen Herz-Kreislauf-Leiden um 20 Prozent.

10 Tipps gegen Bluthochdruck

1. Ausdauertraining:
Dadurch weiten sich die Gefäße, das Blut fließt gegen weniger Widerstand – der Blutdruck sinkt.

2. Nicht Rauchen:
Nikotin ist der Hauptauslöser für Bluthochdruck.

3. Wenig Speisesalz:
Mehr als 4 g täglich gelten als blutdrucksteigernd.

4. Wenig Alkohol:
Kleinere Mengen sind erlaubt, denn sie können vor Verkalkung und Verengung der Herzkranzgefäße schützen. Ideal sind etwa 0,2 Liter Rotwein pro Tag.

5. Gute Ernährung:
Mit viel Obst und Gemüse lässt sich der Druck reduzieren.

6. Diuretika:
Gelten als Mittel der Wahl bei der Bluthochdruck-Therapie.

7. Betablocker:
Sie puffern die Stresshormone Adrenalin und Noradrenalin ab.

8. Fischöl:
Konzentriert in Kapseln eingenommen, kann es den Blutdruck senken.

9. Abnehmen:
Pro Kilogramm Gewichtsabnahme sinkt bei Übergewichtigen der systolische Blutdruck im Schnitt um etwa 2,5 mmHg, der diastolische um 1,5 mmHg.

10. Entspannen:
Yogaübungen helfen, besser zur Ruhe zu kommen und Stresshormone wie Adrenalin abzubauen.

Autor: HÖRZU; Bild: picture-alliance / OKAPIA KG - Frankfurt/Main, Germ © Klaus Rose/OKAPIA