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Experten-Tipps für einen gesunden Urlaub

Experten-Tipps für einen gesunden Urlaub - © dpa Picture-Alliance GmbH

Einfach schöne Ferien

Experten-Tipps für einen gesunden Urlaub

Endlich ab in die Ferien! Bis zum Anschlag wurde in den Tagen davor noch gearbeitet, organisiert, Besprechungen geführt, Sachen gepackt, die Vorfreude der Kinder gebändigt, die Wohnung urlaubssicher gemacht. Dann endlich: der Tag der Abreise! Morgens klingelt meist ganz früh der Wecker. Raus aus dem Bett, auf zum Flughafen, ab in Richtung Sonne. Mallorca, Kreta, Sardinien – wir kommen!

Doch nur 48 Stunden später kann der Traum bereits geplatzt sein. Gerade wer viel Stress hatte, läuft Gefahr, nicht am Strand zu liegen, sondern im Bett: Halskratzen stellt sich ein, Schnupfen, Husten, Kopf- und Gelenkschmerzen, oft sogar Fieber. Die Diagnose ist schnell gestellt: Erkältung oder Grippe.

Stress macht krank

"Viele Menschen investieren zu viel Kraft in ihren Beruf und haben auch im privaten Bereich zu hohe Erwartungen", sagt Dr. Wolfgang Wesiack, Vorsitzender des Berufsverbands Deutscher Internisten e. V. Diese körperliche und psychische Überforderung im Alltag sorgt für einen erhöhten Stresspegel, der durch die Urlaubsvorbereitungen noch gesteigert wird. Stress aber ist es, der das Immunsystem schwächt und den Körper anfälliger macht für Infekte.

Nach den anstrengenden Monaten im Büro und der aufgeregten Urlaubsvorbereitung fährt der Körper in den Ferien oft schnell herunter. Nicht immer ist das von Vorteil: Wenn sich der Organismus abrupt umstellen muss, ist die Gefahr, krank zu werden, besonders hoch. Sinkt der Stresspegel, macht sich die Erschöpfung auf ihre Weise bemerkbar – und mit ihr etwa auch die Erkältung, die wochenlang unterdrückt wurde, weil man es sich einfach nicht leisten wollte, gerade jetzt beim Job oder im Haushalt auszufallen. Der Körper verordnet sich dann leider oft selbst eine Zwangspause.

Vorsicht, Klimaanlage!

Allerdings lauern auch am Urlaubsort viele Gefahren. Besonders häufig sind Darmerkrankungen, ausgelöst durch Keime im Essen. So gut die kleinen Imbissbuden an der Straße in der Sonne auch aussehen, sie können dem Urlaub ein jähes Ende bereiten. Vermeiden Sie daher Eiswürfel, Wasser, das nicht abgekocht wurde, und alles, was nicht geschält werden kann oder ungekocht ist. Nehmen Sie außerdem nur Essen an, das noch kühl ist oder direkt aus der Küche kommt.

Auch an die Zeitumstellung muss der Körper sich erst langsam gewöhnen. Viele überfordern sich jedoch, weil sie gleich am ersten Tag alles ausprobieren möchten. Tropisches Klima ermattet Körper und Geist und belastet Herz und Kreislauf. Wer in der Hitze viel schwitzt, muss besonders darauf achten, viel zu trinken. Zwei Liter Flüssigkeit dürfen es durchaus sein – gern auch mehr.

Wenn es nach einem heißen Sommertag ins Bett geht, freut man sich über ein kühles Hotelzimmer – Klimaanlage sei Dank! Oft jedoch ist es in den Räumen viel zu kalt, zusätzlich reizt die trockene Luft die Schleimhäute. Spezielle Viren oder Bakterien, die im Urlaubsgebiet vorhanden sind und die unser Immunsystem nicht kennt, haben dann besonders leichtes Spiel.

10 Tipps, wie Sie vorbeugen können

1. Auch wenn die Temperaturen hoch sind, gilt: Zu luftige Kleidung fördert Infekte.

2. Wasser oder Tee hält die Schleimhäute feucht. Zwei Liter sollten Sie täglich trinken – bei großer Hitze weit mehr.

3. Ausreichende Pufferzeiten zwischen Arbeitsende und Reisebeginn sind ganz entscheidend, um das Tempo langsam herunterzufahren.

4. Hände oft waschen! Hygiene ist gerade auf Reisen von entscheidender Bedeutung.

5. Nicht überforden! Lange Klettertouren können etwa die Immunabwehr schwächen.

6. Kneipp-Bäder und Wadengüsse stärken die Abwehr.

7. Viel schlafen: gut für die Regeneration, senkt das Infektionsrisiko.

8. Besonders nach einem Langstreckenflug sollte man sich ausreichend Ruhe gönnen. Die Radtour kann sicher noch einen Tag warten.

9. Eine neue Studie zeigt, dass der Wirkstoff der Kapland-Pelargonie ("Umckaloabo", Apotheke) vor virusbedingten Atemwegsinfekten schützt und bei akuten Beschwerden für kürzere Krankheitsverläufe sorgt. Vorsorge: Da die Ansteckungszeit einer Erkältung circa vier Tage beträgt, vier Tage vor Abreise mit der Einnahme beginnen.

10. Obst und Gemüse gehören als Vitamin- und Mineralienspender zu jeder Mahlzeit.

Autor: Georg Francken; Fotos: © dpa Picture-Alliance GmbH