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Kiwis und Orangen enthalten viel Vitamin C.

Ob Vitamine vor Krebs schützen ist noch nicht nachgewiesen. - C.Foto © www.piqs.de / JürgenWald, CC (Some rights are reserved.)

Die Wahrheit hinter den Medizin-Mythen

Die 33 größten Gesundheits-Irrtümer

Natürlich kennen wir sie alle, die gut gemeinten Tipps von Oma und die schlauen Sprichwörter. Eigentlich klingen sie auch alle klug: Wer Kirschen isst, darf kein Wasser dazu trinken. Kaugummi sollte man nicht verschlucken, weil er den Magen verklebt. Oft weiß kein Mensch mehr, woher diese Weisheiten stammen. Sie werden einfach nicht hinterfragt und von Generation zu Generation weitergegeben. Richtiger werden sie dadurch nicht. Doch auch in der Schulmedizin halten sich hartnäckig Halbwahrheiten, Mythen und Vorurteile. "Das liegt daran, dass es sich viele Ärzte im bestehenden Wissen bequem gemacht haben", sagt Werner Bartens, selbst Mediziner und Wissenschaftsjournalist.

Neue medizinische Erkenntnisse setzen sich dagegen nur langsam durch. So gilt etwa noch in vielen Praxen die Maxime: Salz erhöht den Blutdruck! Obwohl Studien längst das Gegenteil beweisen. Solche Irrtümer sind nicht nur ärgerlich, sondern auch gefährlich, glaubt Dr. Michael Prang, Arzt und Buchautor ("Vegetarier leben länger: Die 101 größten Gesundheitsirrtümer", Beck, 9,95 Euro). Beispiel: Fasten. Der vollständige Verzicht auf Nahrung, oft als optimale Entschlackungsmaßnahme gepriesen, kann zu ernsten Komplikationen führen, etwa zu Herzproblemen. Andere Irrtümer beruhen auf falsch verstandenen körperlichen Zusammenhängen – zum Beispiel der Tipp, sich bei Rückenschmerzen zu schonen, oder der Trugschluss, Haare würden schneller wachsen, wenn man sie schneidet. In anderen Fällen macht schlichtweg die Forschung Fortschritte und widerlegt alte Ansichten. Auch solche, die von ausgewiesenen Experten vertreten werden, etwa: Vitamine schützen vor Krebs.

Um zu beweisen, dass ein Mittel oder eine Methode wirkt, reichen blumig beschriebene Einzelfälle eben nicht aus. Zuverlässige Daten liefert allein die sogenannte "evidenzbasierte Medizin". In unabhängigen Untersuchungen wird dabei stets eine ausreichend große Gruppe untersucht und parallel eine Vergleichsgruppe beobachtet, die zum Beispiel ein Scheinmedikament oder eine Scheinbehandlung erhält. Allein die Ergebnisse solcher Studien gelten als seriös. Für den Laien bedeutet das: kritisch bleiben, nicht jedem Heilsversprechen glauben! "Auch Ärzte stehen nicht auf dem Olymp", so Dr. Michael Prang. Fragt sich nur, wie man die guten von den schlechten unterscheidet? Dabei gilt immer: Wer mit seinem Arzt zufrieden ist, sollte froh sein, denn ein gutes Arzt-Patient- Verhältnis unterstützt und verstärkt nachweislich den Heilerfolg. Nur wer Zweifel hat, sollte sich nicht scheuen, den Doktor zu löchern, bis er eine zufriedenstellende Antwort bekommt.

Ebenso klug ist es, in ernsten Fragen einen zweiten Fachmann zurate zu ziehen. Oder sich über ein medizinisches Problem selbst zu informieren. Beispielsweise im Internet. Leider ist dort nicht immer erkennbar, ob es sich um seriöse Informationen handelt. Verlässlichere Anlaufstellen sind deshalb die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) und die Stiftung Warentest. Im großen HÖRZU-Report haben wir hier die 33 häufigsten Gesundheits-Irrtümmer aufgelistet.

Autor: S.Naumann - Foto © www.piqs.de / JürgenWald, CC (Some rights are reserved.)