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Cranberrys stärken das Immunsystem und beugen 27 Krankheiten vor.

Foto © Fotolia

Moosbeere: Gesundheitsinfos & leckere Rezepte!

Cranberry: Die stärkste Beere der Welt

Kleine Beere, große Kraft: Cranberries sind in aller Munde. Und das zu Recht, denn die roten Powerpakete, US-Verwandte der Preiselbeere, schützen vor Krankheiten. Außerdem ist die Cranberry leicht und ganz schön lecker!

Schon die indianischen Ureinwohner schätzten die Beeren aus den Hochmooren Nordamerikas als Heilmittel zur Wundheilung. Später beugten Seeleute auf Walfang mit Cranberries der Vitamin C-Mangelkrankheit Skorbut vor. Heute nutzen wir die Beeren, die ihren Namen der Ähnlichkeit ihrer Blüten mit einem Kranichschnabel verdanken, für Gesundheit und Genuss.

Cranberry: So gesund dank Antioxidantien

Laut wissenschaftlichen Studien stärken die Früchte das Immunsystem, schützen vor Arteriosklerose und stoppen Magenbeschwerden. Ihr Gesundheits-Plus: "Cranberries enthalten Mineralstoffe wie Eisen, Kalium und Natrium, aber auch eine Fülle von Vitaminen und damit Antioxidantien, die zellzerstörende freie Radikale in Schach halten und neutralisieren", sagt Antje Gahl von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung. "Am bedeutendsten sind aber die enthaltenen sekundären Pflanzenstoffe, unter ihnen die sogenannten Proanthocyanidine", so die Wissenschaftlerin. Diese Antioxidantien verlangsamen den Zellalterungsprozess, schützen vor Krankheiten.


Foto © istock

Cranberry gegen Blasenentzündung

Die Beeren sollen vor Blasenentzündungen und Harnwegsinfektionen schützen. Weil sie einen feinen Film bilden, der sich über die Schleimhaut der Harnwege legt. Antje Gahl: "Bakterien können so nicht mehr andocken und Infektionen auslösen.“ Dieser Mechanismus funktioniert sogar bei resistenten Keimen, die sich nicht einmal mehr von Antibiotika verdrängen lassen. Eine Studie aus Finnland belegt, dass der regelmäßige Verzehr der Powerfrucht das Risiko einer Blaseninfektion, eines typischen Frauenleidens, senken kann. Verantwortlich sind dafür die Proanthocyanidine − antibakterielle Bitterstoffe die bei Entzündungen hilfreich helfen.

Weiterlesen: Die 22 Gebote für gesunde Ernährung

Die kleinen Naturtalente können noch mehr. Sie schützen auch die Schleimhäute im Mundraum und Magen, wie Forscher der Universität Tel Aviv herausgefunden haben. Im Kampf gegen grippale Infekte wirken Cranberries ebenfalls: Im Blut von Menschen, die längere Zeit Cranberry-Saft tranken, fanden Wissenschaftler erhöhte Werte von Salicylsäure. Der entzündungshemmende Wirkstoff ist auch in Erkältungs- und Schmerzmitteln enthalten.

Woher kommt die Beere

Die Moosbeere ist zwar auch in Europa heimisch, die größten Anbaugebiete liegen aber in Kanada und den den USA, hier v.a. in Neuengland. Sie wächst an kleinen, immergrünen Sträuchern, deren Zweige sich am Boden kriechend ausbreiten. Die reifen Früchte haben ein intensives Rot. Weil sie im Inneren über vier Luftkammern verfügen, wird in Neuengland per Überflutung des "Feldes" geerntet. Die gelösten Beeren schwimmen oben. Und so sieht das aus:

Cranberry frisch oder getrocknet

Frische Cranberriess schmecken säuerlich und eher herb. Sie sind bei uns von September bis Dezember im Handel erhältlich und können nur kurze Zeit gelagert werden. Erst im getrockneten Zustand erhalten sie die für Trockenfrüchte bekannte Süße (und hohe Haltbarkeit), natürlich auch wegen des hinzugefügten Zuckers oder anderer Süßungsmittel. Während frische Beeren mit ca. 34 kcal pro 100g ein Leichtgewicht sind, sieht es bei getrockneten anders aus: Sie schlagen mit bis zu 300 kcal pro 100g zu Buche.

Noch ein Superfood: Gesundheitswunder Heidelbeere

Cranberry-Rezepte: Kekse, Salat & Co.

Cranberry-Saft gibt es mittlerweile fast in jedem Supermarkt. Mit den frischen oder getrockneten Beeren können wir aber selbst kreativ werden!

Cranberry-Salat

Am Salatdressing sind getrocknete Cranberries eine Entdeckung. Sie addieren verführerische Süße, ihr gleichzeitig säuerlicher Touch passt perfekt zur herzhaften Blattmischung. Besonders gut harmonieren die Beeren mit Salaten, in denen Äpfel und/oder Walnüsse zum Einsatz kommen. Auch zu Feta-Käse passen sie, wie dieses Instagram-Bild zeigt:

Ein von Lillian. (@marshmallow.booty) gepostetes Foto am


Dressing-Rezept (einfach mixen und über den Salat geben):
2 EL Apfelessig
2 EL Olivenöl
1-2 TL Honig
1 Handvoll getrocknete Cranberrys

Cranberry-Kekse

Yummie: getrocknete Cranberries sind so lecker in knusprigen Keksen. Hier ein Rezept für 40 Stück:


Foto © istock

100g getrocknete Cranberrys
100g Haferflocken
200g Butter
6 EL Milch
300g Mehl
75 Gramm Zucker
2 Eigelb
1 Prise Salz

Mehl, Milch, Zucker, Haferflocken, Eigelb, Salz, (kalte) Butter und die grob gehackten Cranberrys zu einem glatten Teig kneten, teilen, zu zwei schmalen Rollen formen und ein gute halbe Stunde kaltstellen. Dann die Rollen in schmale Scheiben schneiden und auf einem mit Backpapier ausgelegten Blech platzieren. Im (auf 180 Grad vorgeheizten) Ofen 10 - 15 Minuten backen.

Cranberry-Soße

Es muss ja nicht unbedingt der klassische Truthahn sein (auch wenn sie dazu in den USA gern gegessen wird). Cranberry-Soße passt wunderbar zu einer Reihe von Braten.


Foto © istock

300g frische Cranberrys
180g Zucker
200 ml Orangensaft

Zucker und Saft zusammen erhitzen, Cranberries zugeben und kochen, bis die Früchte aufplatzen. In eine Schale geben und abkühlen lassen.

Cranberrys zu Porridge, Müsli & Co.

Versteht sich, dass man die Powerfrüchte auch wunderbar in Frühstücksspeisen wie Müsli und Porridge genießen kann.


Foto © istock

Dazu einfach ein Handvoll getrockneter Beeren ins Müsli geben oder kurz vor Ende der Zubereitungszeit zusammen mit anderen Früchten unter den Porridge (alias warmer Haferbrei) rühren.

Autor: Susan Junghans-Knoll, Katharina Happ