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Für kleine Wunden reicht ein Pflaster. Aber auch sterile Verbände sind Pflicht.

Für kleine Wunden reicht ein Pflaster. Aber auch sterile Verbände gehören in eine gute Hausapotheke. / Foto: © picture alliance/Bildagentur-online

Erste Hilfe im Notfall

Die perfekte Hausapotheke

Der Hals ist rot, im Bauch rumort’s, am Finger eine kleine Wunde. Glücklich, wer bei solchen Wehwehchen rasch ein Mittel parat hat – am besten aus der eigenen Hausapotheke. Vier von fünf Deutschen besitzen tatsächlich ein Arzneischränkchen. Doch viele wissen nicht genau, was hineingehört und wie man es pflegt.

"Sehr oft hängt es im Badezimmer – und da gehört es nicht hin", warnt Dr. Ursula Sellerberg von der Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände. "Die hohe Luftfeuchtigkeit kann dazu führen, dass Tabletten aufquellen und unbrauchbar werden." Kühl, trocken und dunkel sollten sie lagern, gut verschlossen in einem Schrank, der idealerweise im Schlafzimmer hängt. So ist auch die Gefahr gebannt, dass der Nachwuchs bunte Pillen mit Bonbons verwechselt.

"Die meisten Arzneimittel können bei Raumtemperatur gelagert werden", sagt Dr. Sellerberg. Nur wenige gehören in den Kühlschrank. Unsere Checkliste zeigt, was Sie für welche Notfälle immer zur Hand haben sollten.

Die grosse Checkliste für die Hausapotheke

Für Erkältungen Der Kopf ist dicht, die Nase zu, oft fühlt man sich ganz schwach auf den Beinen. Gut, wenn man dann für Hustenlöser, Halspastillen oder Nasenspray nicht extra zur Apotheke laufen muss, sondern alles schon zu Hause hat.

Gegen Fieber Sogenannte Analgetika können es senken, sie wirken zudem schmerzstillend und bekämpfen Entzündungen.

Zum Fiebermessen Ein gutes Fieberthermometer ist Pflicht. Es gibt diverse Modelle: Praktisch sind Digitalanzeigen. Für Kinder eignen sich Ohrthermometer. Oder Sensormodelle zur Messung auf der Haut.

Für Magen und Darm Fragen Sie Ihren Apotheker nach speziellen Magenkapseln gegen Sodbrennen oder Blähungen. Außerdem: Kohlekompretten gegen Durchfall sowie sanfte Hilfen bei Verstopfung.

Bei Herpesbläschen Sie tauchen an Lippen oder Zunge schneller auf, als man denkt. Oft werden sie schlicht von Fruchtsäuren ausgelöst. Wer zu Herpes neigt, sollte spezielle Salben und Pflaster parat haben.

Für kleine Wunden Desinfektionsmittel und Wundsalbe zur Erstversorgung. Die meisten Unfälle passieren im Haushalt!

Für die Haut Allergien, leichte Verbrennungen, Insektenstiche, Sonnenbrand: Für jeden Fall gibt es Gels oder Salben (in der Apotheke fragen). Waren Gels zuvor im Kühlschrank, haben sie zudem kühlenden Effekt.

Bitte ins Eisfach! Für kleine Unfälle: Kühlkompressen im Gefrierfach haben! Sie stoppen Blutungen, leisten bei Verbrennungen Erste Hilfe, lassen Schwellungen rascher abklingen.

Im Notfall: Adressen und Telefonnummern Notieren Sie vorsorglich Nummer und Anschrift der nächsten Notfallambulanz, des Giftnotrufs, des Hausarztes. Besorgen Sie sich einen Notfallplan der nahen Apotheken. Das spart Zeit – und kann Leben retten!

Nun sollten Sie nur noch eines beachten: Jede Hausapotheke muss regelmäßig gecheckt werden. "Mein Tipp: einmal jährlich, etwa beim Frühjahrsputz", rät Sellerberg. Prüfen Sie alles auf Vollständigkeit und Haltbarkeit, entsorgen Sie abgelaufene Präparate. "Aber auf keinen Fall in der Toilette! So könnten sie das Grundwasser verunreinigen", warnt die Expertin. Bringen Sie sie am besten dorthin zurück, wo sie herkommen: in die Apotheke.


Auch das darf in der Hausapotheke nicht fehlen:

Verbandsmaterial ist das A und O einer Hausapotheke. Auch hier gilt: regelmäßig prüfen – etwa ob Druckverbände noch steril sind, Binden noch elastisch und Pflaster noch richtig klebefähig.

1 Pflaster Sie sind wichtiger Grundbestandteil jeder Apotheke. Sie decken Wunden ab und schützen gleichzeitig vor Bakterien.

2 Mullbinden Sie halten Kompressen und eignen sich als Verband. Zum Fixieren: Verbandklammern oder Sicherheitsnadeln. Auch gut als stützende Schlinge bei Armverletzungen.

3 Schere, Pinzette Verbände am besten mit einer abgerundeten Schere zuschneiden. Pinzetten kommen bei Dornen oder Splittern zum Einsatz.

4 Blasenpflaster Sie lindern bei wund gelaufenen Füßen den Schmerz.

5 Einmalhandschuhe Unerlässlich, um Wunden steril behandeln zu können.

Autor: Anne-Kathrin Hasse