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Tee ist gesund, schützt vor Alzheimer, stärkt Herz und Kreislauf.

Tee schützt vor Alzheimer, stärkt Herz und Kreislauf - Foto © dpa Picture-Alliance GmbH

Gesundheit zum Trinken

Die Heilkräfte des Tees

Tee belebt oder beruhigt. Er wärmt oder erfrischt. Er schmeckt nach Entspannung und Gemütlichkeit oder nach einem vitalen Start in den Tag. Und gibt man ihm genug Zeit, verwandeln seine getrockneten Blätter jede Tasse heißes Wasser in einen duftenden Zaubertrank, der Körper und Seele guttut. "Man trinkt Tee, damit man den Lärm der Welt vergisst", heißt es in China, der Wiege des Tees.

Auch hierzulande wächst das Interesse an diesem Klassiker und seinen modernen Variationen. Im vergangenen Jahr verbrauchten die Deutschen immerhin 18.000 Tonnen Tee. Demnach trinkt jeder im Schnitt 25,5 Liter pro Jahr.

Diese Zahlen beziehen sich auf den echten Tee, jenen Aufguss, der aus den Blättern und Knospen der Teepflanze (Camellia sinensis und Camellia assamica) hergestellt wird. Dazu zählen schwarzer Tee, grüner Tee, weißer Tee und Oolong-Tee, die sich in der Art ihrer Verarbeitung unterscheiden: "Für schwarzen Tee wird den Teeblättern zunächst durch Welken Feuchtigkeit entzogen", erklärt Sandra Nikolei, die im Hamburger Teehaus "Meßmer Momentum" als Teeverkosterin arbeitet. "Danach werden die Blätter gerollt, sodass ihre Oberfläche aufbricht. Jetzt reagiert der Zellsaft mit dem Sauerstoff in der Luft, das grüne Blatt färbt sich kupferfarben und verändert sein Aroma." Fermentation heißt dieser Vorgang. Während schwarzer Tee vollständig fermentiert wird, ist grüner Tee gar nicht, Oolong-Tee halb und weißer Tee nur an zufälligen Bruchstellen fermentiert (siehe Tabelle unten).

Obwohl alle Sorten also aus derselben Pflanze gewonnen werden, unterscheiden sie sich nicht nur geschmacklich, ihnen werden auch verschiedene positive Einflüsse auf unseren Körper nachgesagt.

Besonders oft wird die heilende Wirkung von Grüntee untersucht, da er aufgrund der fehlenden Fermentation die größte Menge des Antioxidans EGCG enthält, das unter anderem das Brustkrebsrisiko mindern soll. Mehrere internationale Studien belegen außerdem, dass grüner Tee einen zu hohen Cholesterinspiegel senken, Rheuma und Gicht lindern sowie Arteriosklerose vorbeugen kann. Am Max-Delbrück-Centrum für molekulare Medizin fanden Wissenschaftler zudem heraus, dass das EGCG giftige Eiweißablagerungen unschädlich macht – etwa jene, die bei Alzheimer vorkommen.

Doch auch die anderen Teesorten tun gut: So enthält sowohl der grüne als auch der schwarze Tee Fluoride, die beispielsweise unsere Zähne vor Karies schützen. Die Polyphenole im weißen und grünen Tee binden freie Radikale und stärken damit das Immunsystem. Und: Tee kann Vitalität und Konzentration über einen längeren Zeitraum fördern als Kaffee, weil das im Tee enthaltene Koffein anders auf den Körper wirkt: "Während die Koffeinkurve beim Kaffee schnell an- und wieder absteigt, baut sie sich beim Tee nur langsam auf, hält dafür aber länger an", sagt Expertin Sandra Nikolei. Übrigens wirkt Tee weniger aufmunternd, je länger er zieht, denn: "Im Tee löst sich zuerst das Koffein und dann mit der Zeit die Gerbstoffe. Sie verbinden sich mit dem Koffein, sodass es im Körper keine Wirkung mehr hat."

Autor: M. Schirmann; Fotos © dpa Picture-Alliance GmbH