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Innere Entspannung tut dem Rücken gut.

Stress schwächt den Rücken. Sorgen Sie für genügend Ruhezeiten im Alltag! - Foto © picture-alliance / beyond/beyond

Schnelle Hilfe im Akutfall

Der geheime Rücken-Atlas

Ein steifer Hals, ein Stechen im Kreuz – Rückenprobleme, wie sie fast jeder kennt. In den meisten Fällen gehen die Beschwerden auf Muskelverspannungen zurück. Diese können nicht nur sehr schmerzhaft sein, sondern wirken sich auf den gesamten Organismus aus. "Alle Organe sind über das vegetative Nervensystem mit der Wirbelsäule verbunden", erläutert Internist und Sportmediziner Dr. Wolfgang Grebe. Hals-, Brust- und Lendenwirbelsäule korrespondieren dabei mit unterschiedlichen Körperregionen. Eine Wechselwirkung mit spürbaren Folgen: Organische Erkrankungen manifestieren sich nicht selten als Rückenbeschwerden, umgekehrt können Blockaden und Verspannungen auf Dauer zu organischen Beschwerden führen. "Rückenschmerzen sollten daher immer ganzheitlich behandelt werden", sagt Experte Grebe. Für die schnelle Hilfe im Akutfall, aber auch zur Vorbeugung empfehlen sich folgende Tipps:

1. Bewegung: aktiv bleiben

Bei akuten Beschwerden kostet es Überwindung, doch Bewegung ist das beste Mittel gegen Schmerz! Sie erhöht die Durchblutung des gereizten Gewebes, sodass die Muskulatur besser mit Nährstoffen und Sauerstoff versorgt wird. Also statt Couch lieber spazieren gehen! Ausdauersportarten wie Joggen oder Fahrradfahren sowie gezieltes Rückentraining sind zudem die beste Prävention!

2. Wärme: die richtige Temperatur

Muskeln verhärten sich bei Kälte. Im Winter sollten Sie daher am besten mehrere Kleidungsschichten tragen, zwischen denen sich ein wärmendes Luftpolster bildet. Bei akuten Verspannungen sorgt etwa ein heißes Kirschkernkissen für rasche Linderung. Sehr alltagstauglich sind Wärmeumschläge aus der Apotheke, die sich automatisch erhitzen und die schmerzende Rückenpartie viele Stunden wärmen.

3. Innere Entspannung: zur Ruhe kommen

Stress schwächt den Rücken: Wir ziehen unwillkürlich die Schultern hoch, die Muskeln verkrampfen sich. Sorgen Sie für genügend Ruhezeiten im Alltag! SOS-Atemübung: durch die Nase langsam und tief auf vier Zeiten einatmen, durch den leicht geöffneten Mund auf acht Zeiten ausatmen.

4. Grüne Helfer: Pflanzenkraft

Eine aktuelle Herstellerstudie mit dem Beinwell-Wirkstoff ("Traumaplant", Apotheke) zeigt, dass bei den meisten der damit behandelten Rückenschmerzpatienten schon nach drei bis vier Tagen eine Besserung eintrat. Natur kann heilen!

5. Die Mitte Stärken: Bauchmuskeltraining

Die Bauchmuskeln unterstützen den Rumpf von vorn, verleihen eine bessere Haltung. Neben gezielten Übungen eignen sich auch Sportarten wie Pilates oder Yoga zur Stärkung der Körpermitte.

Problemzonen
Drei Bereiche der Wirbelsäule und die inneren Organe, mit denen sie korrespondieren:

7 Halswirbel
"Die Halswirbelsäule ist besonders anfällig für Stress", sagt Experte Grebe. Seelische Belastungen äußern sich oft in schmerzhaften Verspannungen der Nacken- und Schultermuskulatur. Reizungen der Nervenbündel an den obersten Halswirbeln Atlas und Axis können zu Kopfschmerzen, Migräne, Schlafproblemen oder Schwindel führen. Die mittleren Wirbel werden mit Augen, Ohren und Nase in Verbindung gebracht. Beschwerden am untersten Halswirbel deuten unter Umständen auf Herzprobleme hin.

12 Brustwirbel
Verspannungen in der Brustwirbelsäule sind oft sehr schmerzhaft, verursachen mitunter Atemprobleme. Vom zweiten Brustwirbel aus wird das Herz nervlich versorgt: Hier kann die Ursache für funktionelle Herzbeschwerden liegen. Der dritte Brustwirbel korrespondiert mit Lunge und Bronchien. Von weiteren Brustwirbeln laufen Nerven zu Magen und Galle, eine Blockade in dieser Region kann etwa zu Sodbrennen und Gastritis führen.

5 Lendenwirbel
Hier sind Verspannungen und Schmerzen besonders häufig. Vom obersten Lendenwirbel führen Nerven zum Dickdarm, Verdauungsstörungen können hier ihre Ursache haben. Die zwei Wirbel darunter stehen mit den Geschlechtsorganen in Verbindung – viele Frauen leiden daher während der Menstruation an Rückenschmerzen. Auch Blase und Knie werden von hier aus versorgt. Mögliche Folge bei Blockaden: Unterleibsbeschwerden, Impotenz, Blasenleiden. Am vorletzten Lendenwirbel entspringt der Ischiasnerv, der bei einer Reizung extrem wehtun kann.

Autor: HÖRZU