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Alternative Heilmethoden für Krankheiten

Massagen sind eine alternative Heilmethode z. B. bei einem Tennisarm. Foto © picture alliance/Bildagentur-online

2. Teil der neuen HÖRZU-Serie

Alternative Heilmethoden für 40 Krankheiten

Wer Beschwerden besser behandeln will, muss neue Wege gehen. Oder alte Weisheiten wiederentdecken. Die HÖRZU-Reihe endet mit Hilfe für 40 häufige Leiden.

Viele Ärzte haben für jedes Problem eine schnelle Lösung: Ein Myom? Operation! Verstopfung? Abführmittel! Entzündungen? Sofort Antibiotika! Aber ist das wirklich so einfach? Keinesfalls.

Jeder chirurgische Eingriff birgt Risiken. Abführmittel machen den Darm auf Dauer noch träger. Und Antibiotika können starke Nebenwirkungen hervorrufen. Oft helfen sie auch gar nicht, denn sie wirken nur gegen Bakterien, nicht aber gegen Viren.

Sanfte Heilmethoden - Anregungen aus Asien

Wirklich moderne Medizin bevorzugt sanfte Heilmethoden. Und solche, die den Menschen als Einheit aus Körper und Seele sehen – nicht als Puzzle aus einzelnen Körperteilen. Auch Bewegung und Ernährung sind wichtige Aspekte der ganzheitlichen Medizin, ebenso Entspannung, Zufriedenheit und ein selbstbestimmtes Leben.

Auf der Suche nach neuen, natürlichen Therapien haben aufgeschlossene Ärzte Anregungen in den asiatischen und alten amerikanischen Kulturen gefunden. Auch die traditionelle europäische Heilkunde liefert ihnen Inspiration. So gilt etwa Kamille wieder als ernst zu nehmendes Mittel gegen Entzündungen und Übelkeit. Andererseits wurden jüngst vielversprechende neue chemische Wirkstoffe entdeckt sowie Elektrostimulations- und Ultraschallverfahren.


Zum 1. Teil der HÖRZU-Reihe: Die besten Heilmethoden für 60 Diagnosen von A bis M


Die besten Heilmethoden für 40 Diagnosen von M bis Z

Unterstützt von den zwei erfahrenen ärztlichen Beratern Dr. Axel Moormann (Internist & Homöopath) und Dr. Ingfried Hobert (Arzt für Ganzheitsmedizin) gibt HÖRZU im 2. Teil der Serie einen Überblick über neue und bewährte Therapien.

61. Migräne

Chronisch Erkrankte, denen Medikamente nicht helfen, könnten von Stromstößen profitieren. Für die okzipitale Nervenstimulation (ONS) setzen Fachärzte Elektroden unter die Haut im Nacken, um die dortigen Nerven zu stimulieren. Seit eineinhalb Jahren ist Botulinumtoxin A ("Botox") zur Behandlung der chronischen Migräne in Deutschland zugelassen. Der Arzt spritzt das Nervengift in verspannte Muskeln.
Von Migräne bis Cluster-Kopfschmerz: So stoppen Sie Kopfweh!

62. Mittelohrentzündung

In akuten Fällen wirken Nasenspülungen mit Salzlösung abschwellend auf die Schleimhäute. So wird das Ohr besser belüftet, die Entzündung heilt schneller ab. Kamille-Inhalationen können die Genesung ebenfalls beschleunigen. Dagegen sind Antibiotika meist nicht nötig – oft wirken sie auch gar nicht, da Mittelohrentzündungen häufig durch Viren ausgelöst werden.

Ein Kamille-Bad gegen Mittelohrentzündung
© picture alliance / Arco Images G

63. Morbus Crohn

Den meisten Patienten helfen Mesalazin und Kortison gegen die akute Entzündung. Bei schwerem Krankheitsverlauf erhalten manche Patienten neue Medikamente mit den Wirkstoffen Infliximab oder Adalimumab, die beide das Ausbreiten der Entzündung verhindern.

64. Multiple Sklerose

Gegen Spastiken wirkt bei manchen Patienten ein Cannabis-Präparat, das seit 2011 in Deutschland zugelassen ist. Je nach Beschwerden kann Physio-, Logo- oder Ergotherapie guttun.

65. Muskelverspannungen

Bewährt haben sich pflanzliche Salben mit dem Wirkstoff der Heilpflanze Beinwell (z. B. "Traumaplant", Apotheke). Laut Herstellerstudien lindert Beinwell Schmerzen, wirkt entzündungshemmend und abschwellend. Bei den meisten der damit behandelten Rückenschmerzpatienten trat bereits nach drei bis vier Tagen eine spürbare Besserung ein. Für Nacken, Rücken und Schulter: 5 Übungen gegen Verspannungen.

Beinwell
© picture alliance / WILDLIFE

66. Myome

Seit einigen Jahren können manche Arten von Myomen mit Ultraschall behandelt werden: Der Patientin bleibt dann eine OP erspart. Während der Bestrahlung liegt die Frau auf dem Bauch in einem Magnetresonanztomografen (MRT), von unten kommt energiereicher Ultraschall, der das Myomgewebe erhitzt und zerstört. Gesetzliche Kassen zahlen die Therapie noch nicht.

67. Nagelbettentzündung

Selbst bei einer leichten Entzündung sollte ein Facharzt die Ursache (Bakterien, Pilze oder Viren) klären. Kamillebäder können die Heilung begünstigen. Die Pflege entzündeter Füße sollten Fachleute (medizinische Fußpfleger oder Podologen) übernehmen. Bei eitriger Entzündung muss der Arzt den Nagel öffnen oder entfernen.

68. Nagelpilz

Für Nagelerkrankungen sind meist Fadenpilze verantwortlich, die der Wirkstoff Ciclopirox wirksam bekämpft, wie Studien nachweisen. Er ist in einem wasserlöslichen, abwaschbaren Nagellack (z. B. "Ciclopoli", Apotheke) enthalten, der tief in den Nagel eindringt und Pilzsporen die Verbreitungsgrundlage entzieht. Da der Pilz vor allem an beschädigten Nägeln auftritt, ist auch gute Pflege notwendig – am besten beim medizinischen Fußpfleger bzw. Podologen.

69. Nahrungsmittelallergie

Nur das konsequente Meiden der Allergiequellen hilft. Heuschnupfenpatienten sind ebenfalls gefährdet: Einige Nahrungsmittel besitzen ähnliche Eiweißverbindungen wie die Pollen. Wer auf Baumpollen reagiert, hat oft auch Probleme mit Äpfeln oder Aprikosen. 7-Punkte-Plan: Sanfte Hilfe gegen Allergien.

Autor: N.-M. Brüdgam