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Heilpflanze Holunder

Die Blüten und Beeren des Holunders sind ein altbewährtes Erkältungsmittel.
Foto: © picture alliance / Arco Images GmbH

Wildpflanzen am Wegesrand

6 Heilkräuter, die gesund halten

An vielen Pflanzen gehen wir achtlos vorbei. Und ahnen nicht mal, dass sie für unsere Gesundheit wichtig sein können. Denn viele von ihnen enthalten jede Menge gesundheitsfördernde Wirkstoffe. Dabei waren noch vor knapp 200 Jahren diese Heilmittel der Natur die einzigen, die den Menschen zur Verfügung standen. Also: Raus in die Natur, denn jetzt im Sommer ist der Zeitpunkt ideal, Heilkräuter zu sammeln.

Wichtig: Meiden Sie landwirtschaftlich intensiv genutzte Flächen. Die Kräuter darauf können pestizid- und herbizidbelastet sein. Auch nicht an Hundespazierwegen oder in Straßennähe sammeln. Um alle Wirkstoffe der Wildpflanzen zu erhalten, sollten Sie diese frisch verwerten. Alternative: Kräuter trocknen.

6 Heilkräuter, die uns gesund halten

1. Beinwell

Beinwell
Foto: © picture alliance / Arco Images GmbH

Inhaltsstoffe
Gerbstoffe, Kieselsäure, Allantoin (für das Zellwachstum), Cholin.

Wirkung
Er fördert Durchblutung verletzten Gewebes, hemmt Bildung von Ödemen.
Gut bei Prellungen, Zerrungen, Verstauchungen und rheumatischen Erkrankungen. Auch geeignet zur Anregung der Knochenheilung.

Anwendung
Für einen Sudumschlag 100 g getrocknete Wurzeln in 1 l Wasser 10 Min. köcheln lassen, abseihen. Baumwolltuch damit tränken und 2 bis 3 Stunden lang auf die schmerzende Stelle legen.

2. Spitzwegerich

Spitzwegerich
Foto: © picture alliance / blickwinkel/F. Hecker

Inhaltsstoffe
Gerb- und Bitterstoffe, Schleimstoffe, Aucubin (wirkt antibiotisch).

Wirkung
Das Kraut wirkt reizmildernd und beruhigend bei Husten, Halsweh und Entzündungen der Mund- und Rachenschleimhaut. Äußerlich aufgetragen hilft es bei Hautentzündungen und Insektenstichen.

Anwendung
Für Hustensaft 100 g frische, klein geschnittene Blätter mit 1 l siedendem Wasser übergießen, 1 Stunde zugedeckt stehen lassen. Anschließend mit 750 g Honig unter Rühren zu Sirup verkochen. Praktisch bei Insektenstichen: frische Blätter zerdrücken und den Pflanzensaft an der Einstichstelle auftragen.

3. Löwenzahn

Heilpflanze Loewenzahn
Foto: © picture alliance / Romain Fellens

Inhaltsstoffe
Flavonoide, Inulin, Bitter- und Schleimstoffe.

Wirkung
Die "Pusteblume" hat blutreinigende, harntreibende Eigenschaften, regt Gallenfluss und Leberfunktion an. Sie wirkt außerdem appetitanregend und leicht abführend, hilft bei Völlegefühl und Blähungen.

Anwendung
Für Tee etwa 1 EL zerkl
einerte Wurzel mit 150 ml kochendem Wasser übergießen und 10 Min. ziehen lassen. 3-mal täglich 1 Tasse vor den Mahlzeiten trinken. Bei Verstopfung: frische junge Löwenzahnblätter als Salat essen oder, wer es milder mag, mit anderen Salaten mischen.

4. Schachtelhalm

Schachtelhalm
Foto: © picture alliance / Arco Images GmbH

Inhaltsstoffe
Kieselsäure, Flavonoide, Kaffeesäurederivate, Kaliumsalze.

Wirkung
Die auch als Zinnkraut bekannte Pflanze hilft bei Harnwegsentzündungen und unterstützt die Wundheilung. Außerdem festigt sie das Bindegewebe und die Haare.

Anwendung
Für Tee 2 bis 3 TL Kraut in 150 ml kochendes Wasser geben, 5 Min. köcheln und weitere 10 bis 15 Min. ziehen lassen. Täglich 3 Tassen trinken. Für einen Umschlag 2 bis 3 EL Kraut mit 1 l Wasser 20 bis 30 Min. köcheln, abseihen und abkühlen lassen. Verbandsmull damit tränken und auf die Wunde aufbringen.

5. Brennnessel

Brennnessel
Foto: © picture alliance / Arco Images GmbH

Inhaltsstoffe
Aminosäuren, Mineralien (z. B. Eisen), Flavonoide, Kaffeesäurederivate.

Wirkung
Das Kraut hilft sehr gut bei rheumatischen Beschwerden, Harnwegsentzündungen und Prostataerkrankungen. Äußerlich angewendet gut zur Pflege der Haare und Kopfhaut. Innerlich auch als "blutbildendes" Mittel.

Anwendung
Für Tee 4 TL gut zerkleinerte Blätter mit 150 ml kochendem Wasser überbrühen und 10 Min. ziehen lassen. Täglich 2 bis 3 Tassen trinken.

6. Schwarzer Holunder

Schwarzer Holunder
Foto: © picture alliance / Arco Images GmbH

Inhaltsstoffe
Ätherische Öle, B-Vitamine, Vitamin C, Mineralstoffe, Flavonoide.

Wirkung
Die Blüten (Mai bis Juni) und Beeren (August bis September) des Holunders sind ein altbewährtes Erkältungsmittel. Sie verfügen über schweißtreibende, schleimlösende und harntreibende Eigenschaften.

Anwendung
Für Saft 1 kg reife Beeren mit der Gabel von den Rispen abstreifen und mit 200 ml Wasser weich dünsten. Durch ein Tuch abseihen und mit etwas Honig süßen. In saubere Flaschen abfüllen. Heiß trinken.

Autor: Claudia Brock