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Lindern Sie die Symptome von Allergien mit dem 7-Punkte-Plan

Mit dem 7-Punkte-Plan gegen Allergien lindern Sie die lästigen Symptome; Bild: © picture-alliance / beyond/Alessandro Ventura

7-Punkte-Plan gegen Allergien

Sanfte Hilfe gegen Allergien

Die Augen tränen, die Nase läuft. Egal wo man ist, egal was man tut. Etwa 15 bis 25 Prozent der Deutschen kennen diese Symptome: So viele leiden jedes Jahr unter Heuschnupfen. Bäume, Sträucher und Gräser pulvern feinen Blütenstaub in die Luft – und der Körper reagiert völlig überzogen. Die harmlosen Eiweißverbindungen bekämpft er wie gefährliche Feinde, die Abwehr spielt verrückt – ähnlich wie bei der Staub-, Tierhaar-, Insektengift und Nahrungsmittelallergie.

So entsteht eine Allergie

Während das Immunsystem bei gesunden Menschen Freund und Feind unterscheiden kann, gerät es bei Allergikern durcheinander. Schon beim ersten Kontakt mit einem Allergen legt der Körper eine Art Steckbrief an und bildet Abwehrstoffe (Immunglobuline, IgE). Zu diesem Zeitpunkt hat der Betroffene noch keine Beschwerden. Beim nächsten Kontakt mit dem vermeintlichen Feind schüttet der Körper jedoch Botenstoffe aus (vor allem Histamin) und reagiert mit den typischen, lästigen Symptomen.

Hilfe gegen Allergien

Medikamente wie Antihistaminika helfen rasch, haben aber Nebenwirkungen. Frei von unerwünschten Begleiterscheinungen sind alternative Heilmethoden oder kleine Verhaltensänderungen. Tipp: Kombinieren Sie beides! Oft genügt das, um eine Allergie zu stoppen.

7-Punkte-Plan gegen Allergien

1. Schutzschirm
Einfach, aber effektiv: Wer Pollen aus seinem Auto und seiner Wohnung fernhält, schafft seinem Körper erholsame Schutzräume. Das ist vor allem im Schlafzimmer wichtig. Feinste Pollengitter fürs Fenster (etwa von Polltec) schirmen die Räume bis zu 99 Prozent vor den Partikeln ab und lassen gleichzeitig frische Luft herein. Im Auto sorgen Pollenoder Aktivkohlefilter für Ruhe und Sicherheit (aus dem Fachhandel, Preis: 8 bis 25 Euro).

2. Das richtige Timing
Bei starkem Pollenflug joggen gehen? Falsch. Morgens Haare waschen? Auch nicht gut. Allein durch das richtige Timing lassen sich heftige Beschwerden lindern. Wer abends die Haare wäscht, entfernt gleichzeitig die „eingefangenen“ Pollen – und kann danach ungestört schlafen. Für das Lüften der Räume gilt: Ob morgens oder abends, hängt davon ab, wo man wohnt. Auf dem Land schwirren abends zwischen 19 und 24 Uhr die wenigsten Pollen. In der Stadt ist es genau umgekehrt: Dort ist die Luft zwischen 6 und 8 Uhr morgens besonders rein. Gut auch fürs Joggen!

3. Pflanzenkraft
Eine Therapie auf Pflanzenbasis ist bei Heuschnupfen oft das Mittel der Wahl. Beispielsweise haben die Inhaltsstoffe des Indischen Lungenkrauts schleimlösende und entzündungshemmende Wirkung. In einer Herstellerstudie gaben nach siebentägiger Einnahme 80 Prozent der Heuschnupfenpatienten an, dass sie sich deutlich besser fühlten („Allergin“, Apotheke). Den Wirkstoff gibt es auch in homöopathischer Potenzierung als Globuli. Zitrone und Quitte unterstützen in Nasensprays die Nasenschleimhaut.

4. Kurzurlaub
Fluchtpunkt Urlaub: Allergiker schlafen wieder durch, wenn sie in die Berge oder ans Meer fahren. In beiden Regionen fliegen besonders wenig Pollen. Ideale Reiseziele sind die deutschen Nordseeinseln und das Hochgebirge ab etwa 1500 Meter.

5. Klüger essen
Bei Nahrungsmittelallergien hilft nur das konsequente Meiden der Allergiequellen. Heuschnupfenpatienten sind aber ebenfalls gefährdet. Denn einige Nahrungsmittel besitzen ganz ähnliche Eiweißverbindungen wie die Pollen. Wer auf Baumpollen reagiert, hat oft auch Probleme mit Äpfeln oder Aprikosen. Verträgt man keine Gräserpollen, können auch Erdnüsse, Tomaten, Kartoffeln oder Soja Symptome hervorrufen. Weitere Infos über diese so genannte Kreuzallergie bietet der Deutscher Allergie- und Asthmabund e. V. (DAAB).

6. Hyposensibilisierung
Hilft bei vielen Allergieformen. Bis zu fünf Jahre lang verabreichen Ärzte den Patienten dosiert das Allergen, sodass der Körper sich daran gewöhnt und die Immunreaktionen nachlassen. Das geschieht per Spritze oder über die Mundschleimhaut. Gräserpollenallergiker bekommen eine „Grastablette“.

7. Chinesische Medizin
Akupunktur und die Kräuter der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) helfen bei verschiedenen Allergieformen. Die Therapie ist immer individuell ausgerichtet. Hier zählt vor allem die Erfahrung des TCMArztes oder der -Klinik.

Wo Sie Hilfe finden

Wichtige Adressen

Sanfte Medizin
- Klinik am Steigerwald Waldesruh
www.tcmklinik.de

- TCM-Klinik Bad Kötzting
www.tcm-klinik-koetzting.de

Netzwerk
Deutscher Allergie- und Asthmabund e. V. (DAAB)
Fliethstraße 114
41061 Mönchengladbach
Tel. 02161/81 49 40
Fax 02161/814 94 30
www.daab.de

Autor: Esther Langmack