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Glutenfreie Lebensmittel helfen bei einer Unverträglichkeit.

Wer bestimmte Lebensmittel nicht verträgt, hat oft Probleme mit Magen und Darm. Ein konsequenter Verzicht auf glutenhaltige Lebensmittel hilft. - Foto © picture alliance / dpa

Das hilft!

Lebensmittel-Unverträglichkeit

Unbeschwert genießen: Wer bestimmte Lebensmittel nicht verträgt, hat oft Probleme mit Magen und Darm. Das hilft.

Freunde zum Essen einzuladen wird immer mehr zur Herausforderung. Bei dem einen sorgt der Milchzucker im Salatdressing für Darmgrummeln, der andere bekommt vom Eiweiß in der Pasta Magenkrämpfe. Jeder vierte Deutsche leidet unter einer solchen Lebensmittelunverträglichkeit. "Das liegt vor allem an immer mehr Zusätzen in immer mehr Fertiggerichten, an Neuzüchtungen von Nahrungspflanzen und an der Globalisierung auf unserem Teller", erklärt Dr. Maximilian Ledochowski von der Uni Innsbruck. Und ergänzt: "Nicht jeder verträgt, was Asiaten oder Südeuropäer essen." Das hilft bei den häufigsten Intoleranzen.

Achtung, Milchzucker!

Milchzucker (Laktose) ist nicht nur in Milch, Schokolade und Eiscreme enthalten. Er versteckt sich als "Streckmittel" auch in Fertiggerichten, Wurstwaren oder Salatdressings.
Was läuft schief? Fehlt im Körper das Enzym Laktase, kann Milchzucker im Darm nicht aufgespalten werden. Es kommt zu Blähungen, Bauchschmerzen oder Durchfall.
Diagnose: Am sichersten lässt sich Laktoseintoleranz durch einen Wasserstoff-Atemtest nachweisen: Man trinkt eine Testlösung, und anschließend wird per Analysegerät der Wasserstoffgehalt der Atemluft gemessen. Die Werte zeigen, ob eine Intoleranz vorliegt.
Was hilft? Milchprodukte mit niedrigem Laktosegehalt wählen. Zudem gibt es Milchprodukte, die durch spezielle Herstellungsverfahren laktosefrei sind. Auch verschiedene Laktasepräparate können helfen (rezeptfrei in Apotheken und Reformhäusern). Vor dem Essen eingenommen sorgt das enthaltene Enzym dafür, dass die Nahrung aufgespalten wird und es nicht zu den typischen Beschwerden kommen kann.

Vorsicht, Fruchtzucker!

Fruchtzucker (Fruktose) steckt vor allem in Obst. Er ist aber auch in Honig sowie in vielen Softdrinks, Light-Produkten, Süßigkeiten und Lebensmittelkonserven enthalten.
Was läuft schief? Schuld ist ein Fehler im Transportsystem: Normalerweise wird der Fruchtzucker vom Dünndarm aus in den Organismus geschleust, bei einer Fruktoseintoleranz wandern die Zuckermoleküle jedoch unverdaut in den Dickdarm und lösen Blähungen, Krämpfe oder Durchfall aus.
Diagnose: Ein Wasserstoff-Atemtest – wie bei der Laktoseintoleranz (siehe oben).
Was hilft? Bei Produkten immer die Zutatenliste beachten. Auf Lebensmittel mit Fruktoseanteil verzichten. Obst nur zu einer Mahlzeit essen. Bananen, Aprikosen und Beerenfrüchte gelten übrigens als verträglicher.

Problemfall Gluten

Die Zöliakie ist keine klassische Unverträglichkeit, sondern eine Entzündung der Darmschleimhaut, die durch das "Klebereiweiß" Gluten hervorgerufen wird. Es steckt in Getreide wie Weizen, Roggen und damit in Nudeln, Backwaren, Fertiggerichten und Bier.
Was läuft schief? Unser Abwehrsystem bekämpft Gluten und löst eine Immunreaktion in der Darmschleimhaut aus. Folge: oft Durchfall sowie Magen- und Darmkrämpfe.
Diagnose: Per Antikörper-Bluttest (Preis: ca. 40 Euro, bei Verdacht zahlen die Kassen).
Was hilft? Leider nur eines: konsequenter Verzicht auf glutenhaltige Lebensmittel.

Autor: Susan Junghans-Knoll