HÖRZU Android Logo
HÖRZU
TV-Programm
kostenlose App
Get it on Google Play
HÖRZU iOS Logo
HÖRZU
TV-Programm
kostenlose App
Get it on Google Play
HÖRZU Logo
Unterhaltung Filter
Kategorie einstellen
Allergie

Ein lästiges Symptom von Allergie ist Schnupfen. - Foto: © dpa - Fotoreport

Der große Ratgeber

Hilfe gegen Allergien

Wer glaubt, Allergien seien mit dem Sinkflug der Pollen überstanden, irrt gewaltig. Sie sind ein Ganzjahresproblem. Denn die krank machenden Allergene stammen nicht nur von Feldern und Wiesen. Sie gedeihen auch in der Wohnung – als Milben im Hausstaub, als Sporen in Schimmelpilzen.

Immuntherapie

Andere Auslöser finden sich als Zusätze in Wasch-, Putz- und Pflegemitteln. "Mit der allergenspezifischen Immuntherapie können wir Allergien für einen sehr langen Zeitraum stoppen", sagt Prof. Thomas Fuchs, leitender Oberarzt an der Universitätsmedizin Göttingen und Vorstandsmitglied des Ärzteverbandes Deutscher Allergologen. Er schränkt aber ein: "Leider wird sie viel zu wenig genutzt." Zudem rät er: "Der erste Schritt auf dem Weg zu einer dauerhaften Besserung ist das Vermeiden von allergieauslösenden Stoffen."

Immuntherapie
Foto: © dpa - Report

Der beste Schutz vor Allergien

Rund vier Millionen Deutsche reagieren allergisch auf Hausstaubmilben – etwa mit Dauerschnupfen und Niesattacken. "Ursache ist der Eiweißstoff im Milbenkot", so Experte Fuchs. Etwa zwei Millionen dieser Plagegeister leben in jedem Bett. Aber auch in Kissen, Decken, Vorhängen und Teppichen fühlen sie sich wohl.

Tauschen Sie Polstersessel gegen Ledermöbel, und verzichten Sie auf Staubfänger wie Kissen oder Pflanzen. Ideal sind Synthetikteppiche mit dem TÜV-Siegel "Für Allergiker geeignet", da sie Staub binden, den man dann bequem absaugen kann. Damit die Allergene auch im Gerät bleiben, sollte der Staubsauger einen HEPA-Filter (High Efficiency Particulate Airfilter) haben.

Ganz wichtig: die Sanierung des Bettes. Für Matratze, Bettdecke und Kissen gibt es spezielle Schutzbezüge (Encasings), die bis zu 99 Prozent der Milben fernhalten. Die Bettwäsche so oft wie möglich bei 60 bis 95 Grad waschen.

Der Großteil der kleinen Spinnentiere nistet in der Matratze. Deshalb besser jede Woche absaugen und alle sechs Monate vom Profi säubern lassen (Kosten: etwa 30 Euro). Praktisch und einfach: Für die Reinigung von Matratze und Polstermöbeln zwischendurch gibt es auch spezielle Antimilbensprays (etwa "Milbopax", Apotheke). Sie machen die Allergene für etwa sechs Monate unschädlich.

Schimmelpilze wachsen dagegen überall dort, wo es feucht und warm ist, etwa auf den Fugen in der Dusche oder den Silikondichtungen an Fenstern. Kleine Flächen können mit Brennspiritus oder Bio-Ethanol abgewischt werden. Der Fachmann ist gefragt bei Flächen über 50 Quadratzentimeter. Achtung: Schützen Sie sich mit Handschuhen, Brille und Atemmaske!

Auch Wasch-, Putz- und Körperpflegemittel können Allergien auslösen. Verzichten Sie auf Cremes mit Duftstoffen. Tragen Sie beim Kontakt mit Haushaltschemikalien Handschuhe. Besser: mit Essig reinigen. Das ist genauso gründlich.

Schnelle Hilfe gegen Allergien

Beschwerdefrei durch sanfte Hilfen:

● Globuli

- Bei Husten: 3-mal täglich 5 Globuli Bryonia D6.
- Bei Fließschnupfen 3-mal täglich 3 Globuli Luffa D12.
- Bei juckenden Augen 5-mal täglich 5 Globuli Galphimia glauca D6.

● Akupunktur

Die Stimulierung von bestimmten Körperpunkten mit feinen Nadeln ist vor allem bei Asthma und allergischem Husten hilfreich.

● Tuina

Tuina ist ein Therapiekonzept aus der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM). Es lindert Allergiebeschwerden mit Energiemassage, Akupressur und verschiedenen manuellen Methoden.

● Heilpflanzen

Die Heilpflanzen Pestwurz und Brennnessel sollen die Produktion bestimmter Allergene hemmen können.

Autor: S. Junghans-Knoll