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Pollenallergiker können dank Traditioneller Chinesischer Medizin aufatmen.

Pollenallergiker können dank Traditioneller Chinesischer Medizin aufatmen. / Foto © www.piqs.de / Fotograf: Erbitux (Some rights are reserved.)

Mit Naturheilmediziner Prof. Andreas Michalsen

Von Pollenallergie bis Neurodermitis: Das hilft sofort!

Endlich wieder durchatmen! Jahrelang war das für Cagatey Güneyt aus Ludwigsburg im Frühling und Sommer kaum möglich. Der 30-Jährige litt unter Heuschnupfen mit schwersten Symptomen. Monatelang juckten bei ihm die Augen, die Nase lief, die Schleimhäute waren heftig angeschwollen. Mit diesem Problem steht er nicht allein: Jedes Jahr zwischen Februar und August verbreitet sich ein feiner Nebel aus Pollen in der Luft.

Für die meisten ist er harmlos – doch Millionen Menschen bereitet er immense Pein. Die Winzlinge gelangen über Mund und Nase in den Körper und sorgen dort bei Pollenallergikern für helle Aufregung. Während das Immunsystem die kleinen Neuankömmlinge normalerweise sofort als harmlos erkennt, bekämpft das Abwehrsystem von Allergikern die Pollen wie gefährliche Schädlinge. Die Folge: Juckreiz, Rötung, Schnupfen und Schwellungen.

Allergie-Auslöser

Egal ob Pollen, Insektengift, Tierhaare, Milcheiweiß oder Cremes: Derzeit sind mehr als 20.000 unterschiedliche Stoffe bekannt, die eine Vielzahl von Allergien auslösen können. "GA2LEN", ein von der Europäischen Union finanziertes Exzellenz-Netzwerk für Allergie und Asthma, schätzt, dass 2015 jeder zweite Europäer betroffen sein wird.

Neue Tallergie-Tests

Um herauszufinden, worauf Patienten nun genau reagieren, stehen dem Arzt verschiedene Methoden zur Verfügung. Eine Neuheit ist der Chip-Test. Er soll mit einer winzigen Blutmenge über 100 verschiedene Einzelallergene überprüfen können und zudem genauer sein als bisherige Tests. Routinemäßig wird er allerdings noch nicht eingesetzt.

Sobald die "Schuldigen" ausfindig gemacht sind, gilt der Grundsatz: Die Auslöser meiden, wo es nur geht. "Auch wenn das bedeutet, dass die Katze nicht im Haus bleiben kann oder Sie auf ein Nahrungsmittel oder ein Kleidungsstück verzichten müssen", sagt Andreas Michalsen, Professor für Naturheilkunde an der Berliner Charité. "Pollenallergiker können in der Hochsaison an die See oder ins Gebirge fahren, dort ist die Konzentration der Allergene deutlich geringer." Sind die Symptome schwerer, bietet die Schulmedizin eine Reihe von lindernden Medikamenten. "Leider haben viele dieser Wirkstoffe aber auch Nebenwirkungen, etwa Müdigkeit", so Prof. Michalsen. "Eine Alternative sind Naturheilverfahren wie etwa Homöopathie, Akupunktur oder Entspannungstechniken."

Auch bei Cagatey Güneyt konnten herkömmliche Medikamente die Immunabwehr nicht beruhigen. Hilfe fand er schließlich bei der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM). Deren Heilkräuter-Tees und Akupunkturen halfen ihm: Irgendwann konnte er alle Medikamente absetzen. Güneyt: "Ein Spaziergang durch blühende Sommerwiesen ist für mich jetzt kein Problem mehr."

10 Tipps für schnelle Linderung bei Allergien

1. Medikamente In vielen Fällen können Antihistaminika allergische Reaktionen wirkungsvoll in Schach halten.

2. Kleidung Wer auf Chemikalien in Textilien allergisch reagiert, sollte neue Kleider immer zuerst waschen.

3. Hautpflege Cremen, cremen, cremen! So lautet die wichtigste Devise für alle Menschen mit Neurodermitis oder einer Kontaktallergie. Denn ihre geschundene Haut braucht besonders viel Pflege.

4. Spülen & Waschen Wer tagsüber viel draußen war, sollte vor dem Schlafengehen die Haare waschen. Auch gut: eine Nasendusche, die Pollen aus den Schleimhäuten spült.

5. Traditionelle Chinesische Medizin (TCM) Es gibt viele Hinweise, dass Akupunktur bei Allergien sehr hilfreich sein kann. Chinesische
Heilkräuter werden häufig ebenfalls erfolgreich eingesetzt.

6. Entspannungsübungen Bei Asthmatikern lockern sich die Bronchien dadurch nachweislich. Auch andere Allergiker können davon profitieren.

7. Homöopathie Studien haben gezeigt, dass die Wirkstoffe des Indischen Lungenkrauts (Adhatoda vasica) viele Symptome lindern, vor allem bei Pollenallergie ("Allergin", Apotheke). Inzwischen gibt es den Wirkstoff auch in Form von Streukügelchen (Globuli).

8. Staubfänger Dicke Vorhänge, Teppiche, Zierkissen, und offene Regale sind Milbenbiotope. Hausstauballergiker sollten auf sie verzichten.

9. Pflanzenkraft Pestwurz kann Symptome (Juckreiz, Niesen etc.) ähnlich gut bekämpfen wie Antihistaminika.

10. Bakterien Allergiker profitieren von Milchsäurebakterien, wie sie in vielen herkömmlichen Joghurts vorkommen.

Autor: Nicole Simon