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Rebellieren Magen und Darm, liegt das häufig an unbewältigten Problemen.

Rebellieren Magen und Darm, liegt das häufig an unbewältigten Problemen, Hektik, Kummer oder zu viel Stress. - Foto © picture-alliance

50 Symptome und was dahintersteckt

Wenn der Arzt nichts findet

Drei Ärzte – vier Meinungen. Sagt der Volksmund. Doch warum müssen selbst in unserer Zeit der immensen technischen Möglichkeiten Patienten lange leiden, bevor sie endlich erfahren, welche Krankheit sie haben? Nicht immer sind Diagnose und Therapie so einfach wie bei einem Beinbruch. Doch oft sind auch Mediziner überlastet. Oder nicht fähig, den Patienten ganzheitlich zu sehen. Werden Sie Ihr eigener Arzt! "Lange bevor es zu schwerwiegenden Leiden kommt, schickt der Körper Warnzeichen", weiß Prof. Dr. Ingo Froböse ("Versteckte Krankheiten", Gräfe & Unzer, 19,99 Euro). Wer diese frühzeitig erkennt, kann sich so manche Odyssee durch Arztpraxen ersparen. Die wichtigsten Alarmsignale – und was sie bedeuten.

Kopf & Hals

1. Trockene Augen
Man kriegt sie nicht nur, wenn man zu lange vor dem Bildschirm sitzt. Empfindliche, gerötete Augen können auch auf Rheuma, Hormonstörungen und Diabetes hinweisen.
2. Tinnitus
Wenn es permanent piept und rauscht, können innere Leiden schuld sein: Bluthochdruck oder Diabetes. Auch Verspannungen der Halswirbelsäule sowie Probleme im Hals-Kiefer-Bereich kommen infrage. Seelisch ist Tinnitus oft ein Zeichen von Überforderung.
3. Hervortretende Augen
Dieses Symptom kann an einer Schilddrüsenüberfunktion (Hyperthyreose) liegen. Der Stoffwechsel beschleunigt sich, Betroffene leiden zudem unter Unruhe, Schlafstörungen oder vermehrtem Schwitzen.
4. Reizhusten
Oft sind Medikamente das Problem, etwa Blutdrucksenker (ACE-Hemmer, Betablocker), deren Wirkstoffe die Bronchien verengen. Häufigste Nebenwirkung: Reizhusten!
5. Chronischer Husten
Nicht selten ist das Aufsteigen von Magensäure die Ursache. Denn dieser sogenannte Reflux kann nicht nur Sodbrennen, sondern auch viele Atemwegsbeschwerden auslösen.
6. Riechstörung
Wer den Oregano auf der Pizza nicht mehr riecht oder die Vanille im Kuchen, könnte an Parkinson leiden. Auch Menschen mit Alzheimer haben immer wieder Probleme, Düfte wahrzunehmen.
7. Mundgeruch
Die Mundhöhle ist häufig Indikator für Stoffwechselstörungen: Ein ranziger Mundgeruch weist auf Erkrankungen der Bauchspeicheldrüse und der Gallenblase hin, ein eher süßlicher Atem auf einen gestörten Zuckerstoffwechsel bei Diabetes.
8. Ständiger Ohrendruck
Dieses Gefühl kennen wir von Erkältungen oder Flugzeugreisen. Auslöser kann aber auch nächtliches Zähneknirschen sein: Die Kiefermuskulatur wird dabei so stark beansprucht, dass sie anschwillt und dann auf das Innenohr drückt.
9. Schwindel
Der Boden scheint sich unter den Füßen zu bewegen. Ein Nerven-oder Herzleiden, Nebenwirkungen von Medikamenten sowie Verspannungen im Halswirbelbereich können an diesem Gefühl schuld sein. In rund 80 Prozent der Fälle ist der Schwindel jedoch Ausdruck einer Überbeanspruchung.
10. Schläfenkopfschmerz
Dahinter könnte Arteriitis temporalis stecken, die Entzündung einer oder beider Schläfenarterien, verursacht durch eine Fehlsteuerung des Immunsystems. Symptom: ein starker Schläfenkopfschmerz, der sich über das ganze Gesicht ausbreiten kann.
11. Schwank-Schwindel
Eine Ursache für Schwindel kann Angst sein. Mediziner sprechen in diesen Fällen auch von phobischem Schwankschwindel.
12. Blitze vor den Augen
Viele Migränepatienten leiden unter diesen Lichtblitzen. Auch eine Netzhautablösung kann sich so ankündigen.
13. Zahnfleischentzündung
Achtung: erhöhte Blutfettwerte? Sie lassen die Konzentration entzündungsfördernder Stoffe im Mund ansteigen und können so indirekt das Zahnfleisch schädigen.
14. Halsentzündung
Unsere Milz spielt eine wichtige Rolle im Immunsystem. Daher sollten Ärzte bei immer wiederkehrenden Halsentzündungen stets auch die Milzwerte überprüfen.

Autor: Nicole Simon