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Die neuen Gebote für gesunde Kost von US-Bestsellerautor Michael Pollan

US-Bestsellerautor Michael Pollan hat neue Gebote für gesunde Kost aufgestellt, Foto © www.piqs.de / Peter Lascaux, CC (Some rights are reserved.)

Besser essen mit Michael Pollan

22 Gebote für gesunde Kost

Morgens wie ein Kaiser, mittags wie ein König, abends wie ein Bettelmann. Diese uralte Ernährungsweisheit kennt fast jeder. Weil sie anschaulich, kurz und einprägsam ist. Scheitern viele moderne Diätkonzepte vielleicht, weil sie zu kompliziert, zu abstrakt, zu abgehoben sind? Das fragte sich US-Bestsellerautor Michael Pollan – und formulierte gemeinsam mit Ernährungswissenschaftlern und Medizinern neue Ess-Regeln – frech, provokant und prägnant. "Je weißer das Brot, desto eher bist du tot!" So lautet eine davon. Ihre Botschaft: Vollkorn ist die bessere Alternative, denn es enthält eine Menge wertvoller Ballaststoffe.

Seit vielen Jahren kämpft Michael Pollan für ein neues Ernährungsbewusstsein: "Das Problem ist: Wir essen, ohne uns Gedanken darüber zu machen. Wir verzehren industriell produzierte Lebensmittel, die viele Zusatzstoffe, Fett und Zucker enthalten." Genau das macht uns krank und ebnet den Weg etwa für Herz-Kreislauf Leiden. Deshalb lautet Pollans Devise: "Iss weniger – aber dabei mehr Frischkost!" Mit seinen lustigen Faustregeln kann man es schaffen.

1. Iss nichts, was in allen Ländern denselben Namen hat!
Pizza, Burger, Hotdog – egal, wo auf der Welt man sie verzehrt, überall sind sie gleich ungesund. Denn sie enthalten viel Fett und kaum Nährstoffe.

2. Iss nicht nur das Gemüse, trink auch das Gemüsewasser!
Die Flüssigkeit, in der frisches Gemüse gekocht wurde, ist reich an Vitaminen und wertvollen Pflanzenstoffen. Am besten: abfüllen und zu Suppen und Saucen verarbeiten. Oder einfach trinken. Ein Glas Spargelwasser ist optimal für eine kleine Entwässerungskur.

3. Süße und salze dein Essen selbst!
Fertigprodukte, wie zum Beispiel Saftmixgetränke, enthalten sehr viel Zucker. Wer seinen Eistee dagegen selbst zubereitet, würde nie auf die Idee kommen, für 0,3 Liter Flüssigkeit etwa 30 Gramm Zucker zu verwenden. Daher möglichst alle Produkte meiden, die bereits gezuckert bzw. gesalzen sind.

4. Iss nur Dinge, die irgendwann verrotten würden!
Je künstlicher Nahrungsmittel produziert werden, desto länger sind sie haltbar. Das bedeutet aber auch, dass sie weniger nährstoffreich sind. Denn echtes Essen, wie etwa Obst und Gemüse, "lebt" – und kann somit "sterben", also verrotten. Eine große Ausnahme ist der Honig: Er hält sich viele Jahre.

5. Nimm dir fürs Essen mindestens genauso viel Zeit wie fürs Kochen!
Das ist nicht nur bekömmlicher, sondern auch eine charmante Art, jedem Koch die Ehre zu erweisen, die er verdient hat. Schließlich hat er (oder sie) das Gericht mit Sorgfalt zubereitet. Man selbst sollte es deshalb genießen und sich dabei Zeit lassen. Wer langsamer isst, nimmt automatisch weniger Nahrung zu sich und verstoffwechselt diese auch viel besser.

6. Iss – so oft es geht – nicht allein
Denn wer allein isst, isst meist mehr. Mahlzeiten sind soziale Rituale. Nehmen wir sie gemeinsam mit anderen ein, stehen wir – im besten Sinn – unter "sozialer Kontrolle": Wir schlingen nicht so sehr, vertilgen nicht so viel, essen langsamer, genießen mehr.

Autor: Antje Raupach