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LED Lampen Gluehbirnen

Zur Glühbirne gibt es heute vielfältige und immer bessere Alternativen. - Foto: Scott Olson/Getty Images

LED, Halogen, Energiesparlampe

Leuchtmittel Ratgeber

Es gibt ein hartnäckiges Vorurteil gegenüber Energiesparlampen und Leuchtdioden, kurz LEDs: Ihr Licht sei zu kalt. Abgesehen davon, dass kaltes Licht dank seiner muntermachenden Wirkung in bestimmten Bereichen sinnvoll sein kann, etwa am Arbeitsplatz, überwiegen längst Energiesparlampen und LEDs mit warmweißer Lichtfarbe: Sie haben eine Farbtemperatur von 2700 Kelvin.

Je höher der Kelvinwert, desto kälter wirkt das Licht. Die wichtigste neue Währung beim Lampenkauf heißt jedoch Lumen. Dieser Wert gibt die Helligkeit an und ersetzt die bisherige Orientierung an Wattzahlen. Denn die ist beim wachsenden Angebot an Alternativen kaum noch aussagekräftig.
Grobe Faustregel: Alte Wattzahl mal zehn gleich Lumen. Allen, die es genauer wissen wollen, hilft die HÖRZU-Tabelle.


So finden Sie das richtige Leuchtmittel

Lumen (lm) ist die Einheit des Lichtstroms, mit der man die Helligkeit von Lichtquellen vergleicht. Moderne Leuchtmittel erhellen einen Raum mit immer niedrigerer Leistung (gemessen in Watt). Die Tabelle gibt laut "Test" den mittleren Lichtstrom über die ganze Lebensdauer an.

Tabelle Leuchtmittel


Enormes Sparpotenzial

Der große Trend heißt LED. Die "Licht emittierenden Dioden" sind auf Chips befestigt und strahlen ausschließlich in eine Richtung ab. Im Jahr 2000 erreichten LED-Lampen eine Lichtausbeute von 15 Lumen pro Watt – das war Glühbirnen-Niveau. Heute liegen sie bei 60 bis 90 Lumen pro Watt, mittelfristig sind sogar mehr als 100 drin. Ihr Einsparpotenzial ist beeindruckend.

Ein Beispiel: Eine herkömmliche 100-Watt- Glühbirne, die an 300 Tagen im Jahr jeweils fünf Stunden brennt, verbraucht dabei 150 Kilowattstunden Strom – nur fünf Prozent davon wandelt sie in Licht um. Bei einem Preis von 28 Cent pro Kilowattstunde entspricht das 42 Euro im Jahr. Mit LEDs lassen sich 80 Prozent sparen: 33 Euro. "Die Anschaffung einer LED-Lampe rechnet sich darum meist schon nach einem Jahr", sagt "Test"-Redakteur Michael Koswig, der die Entwicklung der Leuchtmitteltechnik seit Jahren begleitet. Zumal die Preise in den vergangenen Jahren rapide gesunken sind, zum Teil auf unter zehn Euro. Auch gegenüber Energiesparlampen, die auf der Leuchtstoffröhrentechnik basieren, haben die LEDs deutliche Vorteile: Sie sind viel kompakter gebaut, kommen ohne giftiges Quecksilber aus und strahlen sofort nach dem Einschalten mit voller Leistung: Zehntausende Stunden lang.

LEDs gibt es für die klassischen Glühbirnensockel E14 (Edisonschraubgewinde mit 14 Millimeter Durchmesser) und E27 sowie für die Halogenlampensockel GU10 (die mit den Füßchen) für 230 Volt und GU5.3 (die zum Stecken) für 12 Volt. Einzig beim Dimmen kann es Probleme geben: Manche LEDs sind generell nicht dimmbar, andere nur mit bestimmten Dimmern.

Energiesparlampen aussortieren

"Gute Anbieter listen diese Dimmer auf. Wer seinen Dimmertyp nicht kennt, sollte sich vom Verkäufer ein Rückgaberecht einräumen lassen, für den Fall, dass es nicht funktioniert", rät Koswig. Eine interessantere Alternative sei, "bei LED auf mehrere kleine Lichtquellen zu setzen, die man nach Bedarf zu- oder abschaltet. So kommt das Licht punktgenau dorthin, wo man es auch benötigt".

Die eben erst angeschafften Energiesparlampen muss man nicht gleich auf den Sondermüll werfen. Koswig rät aber, dort wo die Lampen am häufigsten eingeschaltet werden und am längsten brennen, durchaus mit der Umstellung auf LED zu beginnen. Alte Glühbirnen lassen sich am besten dort aufbrauchen, wo selten Licht brennt, etwa in der Abstellkammer. Auch Halogenglühlampen sind Stromfresser, "haben aber nach wie vor ihre Existenzberechtigung, wenn es um eine sehr gute Farbwiedergabe geht, etwa am Schminkspiegel", so Koswig. Ideal sei ein CRI- oder Ra-Wert ab 90. Beide Werte geben die Qualität der Farbwiedergabe an und sollten auf der Verpackung stehen. Im Alltag reichen Werte ab 80. Tipp: Für zehn Euro erhält man in Internet (test.de) ein ausführliches "Themenpaket Lampen".

Autor: Thomas Röbke