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15 Tipps zum Geldsparen

Einfach mal die Welt retten! Mit 15 Tipps, die auch noch Geld sparen. - Foto: © picture alliance / JOKER

Ratgeber

15 Tipps zum Geldsparen

Einfach mal die Welt retten! Mit kleinen, alltäglichen Dingen, die auch noch Geld sparen. HÖRZU stellt die besten Ideen eines klugen Ratgebers vor.

Alle Lampen an, Heizung hoch, den Braten in die Röhre und im Internet ausgiebig nach Kurzreisen gesucht: So könnte ein normaler Feierabend aussehen. Sollte er aber nicht.

Wer das Buch des Biologen Andreas Schlumberger liest, sieht die Welt mit neuen Augen und überlegt dreimal, wie viel Waschpulver er in die Maschine füllt und ob es zu Weihnachten unbedingt Erdbeeren sein müssen.

Schlumberger sammelt 50 hilfreiche Tipps. Vielleicht rettet man damit nicht sofort die ganze Welt, man spart jedoch garantiert ein paar Euro. Das gute Gewissen gibt's umsonst.


Buch-Tipp:
Andreas Schlumberger: "50 einfache Dinge, die Sie tun können, um die Welt zu retten, und wie Sie dabei Geld sparen", Westend, 256 Seiten, 12,99 Euro


● 1. Auf Plastiktüten verzichten!

Abfalltrennung ist gut, Abfallvermeidung besser! Weltweit werden jährlich 500 Milliarden Plastiktüten weggeworfen. Von den insgesamt 240 Millionen Tonnen Plastikmüll landen sieben Millionen in den Ozeanen. Tipp: Auf Stoffbeutel umsteigen, Folienverpackungen meiden!

Plastiktüten verschmutzen die Umwelt
Plastiktüten verschmutzen die Umwelt. - Foto: © dpa

● 2. Putzmittel reduzieren!

Damit alles blitzt, genügen Schmierseife und Spiritus gegen Fett, Essig und Zitronensäure gegen Kalk. WC-Steine und Raumdüfte sind so giftig wie überflüssig. Vorsicht: Haushaltssprays können Asthma & Allergien erzeugen.

● 3. Schonzeit für Fische!

Nicht auf den Teller gehören laut WWF Rotbarsch aus dem Nordatlantik, Dorade aus dem Mittelmeer, Aal und roter Thunfisch. Meiden Sie allzu billige Edelprodukte wie Shrimps.

Dorade
Beim WWF stehen Doraden aus dem Mittelmeer auf der roten Liste. - Foto: © picture alliance / dpa Themendienst

● 4. Strom sparen im Büro!

Schalten Sie in Pausen Bildschirme, Drucker, Licht und PC ab, denn die verschwenden Strom und heizen die Räume auf. Wenn in Zimmern oder Gängen keine Dauerbeleuchtung nötig ist, sind Bewegungsmelder besser als Lichtschalter. Im Wettbewerb Büro und Umwelt kann man Gutscheine für nachhaltige Büroprodukte im Wert von 10.000 Euro gewinnen (www.buero-und-umwelt.de).

● 5. Kochsalz statt Pestizide!

Synthetische Unkraut- und Insektenvernichter stören die Bodenfauna, vergiften Vögel, sickern ins Grundwasser. Die EU listet 60 Chemikalien auf, die unser Hormonsystem belasten. Besser: Kochsalz gegen Pflanzen mit Pfahlwurzeln; koffeinhaltige Brühe gegen Schnecken; Ausstechen, Abflammen und kochendes Wasser gegen Unkraut.

● 6. Seltener Fenster putzen – für die Vögel!

Jährlich prallen Millionen Vögel gegen Glasscheiben. Viele sterben sofort, andere verenden wegen innerer Verletzungen. Tipp: Nicht so häufig Fenster putzen. Werden die Scheiben etwas staubig, reflektieren sie den UV-Anteil des Sonnenlichts nicht mehr und sind dadurch für Vögel besser zu erkennen.

● 7. Benzin sparen – dank Flüsterreifen!

Leichtlauf- oder auch Energyreifen können den Fahrlärm um vier Dezibel senken und den Rollwiderstand um bis zu 30 Prozent verringern. Mit der richtigen Bereifung sind acht Prozent Benzinersparnis möglich! Was nur wenige wissen: Schon ab einem Tempo von 35 bis 40 km/h übertönen die Geräusche der Reifen und des Straßenbelags den Motor eines Pkw.

● 8. Sinnvolle "Herdprämie" – dank Gas!

Mit rund 17 Prozent des gesamten Strombedarfs eines Haushalts gehören Herd und Backofen zu den Großverbrauchern. Besser: ein Gasherd. Außerdem: Restwärme nutzen; Nudelwasser im Wasserkocher erhitzen.

● 9. Sondermüll korrekt entsorgen!

In Deutschland fallen jährlich 1,1 Millionen Tonnen Elektroschrott an. Seit September 2005 sind alle Hersteller verpflichtet, Altgeräte zurückzunehmen. Tipp: Im Internet kann man unter www.geldfuermuell.de Toner, Tintenkartuschen, Mobiltelefone, Kabel und CDs korrekt entsorgen lassen und kassiert dafür sogar noch einige Euro.

● 10. Wenn Ihnen Kleidung stinkt: Hände weg!

Baumwollkulturen werden über 20-mal im Jahr mit Pestiziden eingesprüht. 90 Prozent der Chemikalien, die zur weiteren "Veredelung" benutzt werden, versickern im Grundwasser, der Rest bleibt in der Faser. Tipp: Weniger und langlebige Kleidung kaufen. Baumwolle aus kontrolliertem Anbau (kba) wählen.

Baumwolle
Baumwollpflanze. - Foto: © picture alliance / Nabil Zorkot

● 11. Sag's durch die Blume – aber fair!

Kolumbien ist nach Holland zweitgrößter Lieferant von Schnittblumen. Rund 200 Kilogramm Pestizide gehen dort jedes Jahr auf den Hektar Anbaufläche nieder. Der BUND warnt vor günstiger, oft belasteter Ware aus Supermärkten. Tipp: Das Siegel "Fairfleurs" garantiert eine umweltverträgliche Produktion.

● 12. Vorsicht vor den Giftzwergen im Geräteschuppen!

Rasenmäher mit Zweitaktmotor setzen 90-mal so viel Kohlenmonoxid frei, wie für den Straßenverkehr zugelassen ist. Bei modernen Mähern ist der Benzolausstoß deutlich reduziert! Laubbläser und -sauger zerstören den Lebensraum von Kleintieren.

● 13. Nicht so oft in die Luft gehen!

In wenigen Jahren wird Flug- den Autoverkehr als weltweiten Klimakiller abgelöst haben. Auf Strecken bis 400 Kilometer verbraucht das Flugzeug pro Person sechsmal so viel Energie wie die Bahn. Deshalb: Bei kürzeren Strecken Zug fahren!

● 14. Exoten bitte nur bestaunen!

Egal ob exotische Pflanzen oder Tiere: Wenn der Import nicht ohnehin verboten ist, führt er zu Problemen. Viele tierische Immigranten verdrängen die heimischen Arten. Beispiel: Der Ochsenfrosch, gern als Kaulquappe für den Gartenteich verkauft, verspeist alles, was kleiner ist als er selbst.

Ochsenfrosch
Asiatischer Ochsenfrosch. - Foto: © picture alliance / Arco Images GmbH

● 15. Sich nichts weismachen lassen!

Waschpulver vorsichtig dosieren, lieber niedrige Temperatur wählen: 90-Grad-Wäsche frisst siebenmal so viel Energie wie 30 Grad. Weichspüler weglassen: Seine Tenside belasten Haut und Abwasser.

Autor: A. Meyer-Barg