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Fondssparpläne bieten höchste Renditeaussichten.

Wer Geld klug anlegt, profitiert im Alter davon. - Foto © picture alliance / ZB

Anlagetipps, die Sie perfekt absichern

Sparen für später

Die Deutschen lieben Sicherheit. Ganz besonders beim Geld. Ein Grund, warum es hierzulande über 90 Millionen sogenannte kapitalbildende Lebensversicherungen gibt – für jeden Einwohner mehr als eine. Beliebt sind sie wegen ihrer hohen Kapitalsicherheit und garantierten Verzinsung. Doch ihr Image bekommt Kratzer: Die Steuerfreiheit bei Auszahlung im Alter wurde beschnitten, die Sparzinsen gingen stark zurück. Der Garantiezins halbierte sich von 4,0 auf 2,25 Prozent, die Gesamtverzinsung inklusive Überschüsse schrumpfte von im Schnitt sieben auf gut vier Prozent.

Sparverträge mit Investmentfonds

Höhere Renditen ermöglichen Sparverträge mit Investmentfonds. Vorsorgesparer profitieren langfristig von attraktiven Gewinnen – insbesondere bei finanzieller Förderung durch den Arbeitgeber oder durch den Staat. Zwei Wege bieten sich dabei an:

Vermögenswirksame Leistungen

Vermögenswirksame Leistungen: Arbeitgeber können den privaten Kapitalaufbau ihrer Angestellten mit bis zu 40 Euro monatlich unterstützen. Was viele nicht wissen: Die vermögenswirksamen Leistungen (VL) gibt es nicht nur für Bausparverträge, sondern auch für Fonds. Laut Bundesverband Investment und Asset Management (BVI) nutzen derzeit 3,4 Millionen Sparer VL-Fonds zum Vermögensaufbau. Knapp 600 Fonds stehen dafür bereit. Neben dem Geld vom Chef profitieren Fondssparer zusätzlich von der Arbeitnehmer-Sparzulage. Bis zu 20 Prozent Prämie spendiert der Staat, wenn das zu versteuernde Jahreseinkommen 20.000 Euro nicht übersteigt. Wer den förderfähigen Höchstsatz von 400 Euro einzahlt, bekommt 80 Euro Sparzulage (Ehepaare 160 Euro).

Positiv: Werbungskosten und Sonderausgaben sowie nicht berücksichtigte Kinderfreibeträge erweitern die anrechenbaren Jahreseinkünfte. Insbesondere die Kinderfreibeträge von je 7008 Euro können den Spielraum erhöhen. Die Zulage wird per Einkommensteuer-Formular beim zuständigen Finanzamt beantragt. "Fondssparpläne mit VL-Förderung bieten höchste Renditeaussichten", sagt Panagiotis Siskos vom BVI. Normalerweise läuft ein VL-Sparplan sechs Jahre plus ein Jahr Wartezeit. Die Sparpläne lassen sich aber auch hintereinander koppeln. Wer monatlich in deutsche Aktienfonds 40 Euro einzahlt, erreicht nach 31 Jahren einen durchschnittlichen Depotwert von 54.000 Euro. "Das entspricht einer Jahresrendite von 7,4 Prozent", so Finanzexperte Siskos. Dabei ist die Arbeitnehmer-Sparzulage noch nicht berücksichtigt. Sie hebt die Rendite auf über acht Prozent.

Die Rieser.Rente

Riester-Rente: Fondssparpläne lassen sich mit Riester-Förderung kombinieren. Fünf Investmentgesellschaften offerieren insgesamt acht zertifizierte Sparpläne. Vorteil: Von allen Riester-Produkten bieten Fondssparpläne beste Gewinnchancen. So weist die aktuelle Sparplanstatistik des BVI für "Aktienfonds Deutschland" nach 30-jähriger Spardauer eine Wertentwicklung von 6,8 Prozent pro Jahr aus. Aus monatlich 100 Euro wurden demnach 113.721 Euro, bei 36.000 Euro Einzahlung. Die Wertentwicklung für gleichartige Riester-Sparpläne dürfte leicht darunterliegen, denn der Aktienfondsanteil beträgt nicht immer 100 Prozent. Er variiert je nach Börsenlage und Lebensalter des Anlegers.

Es gilt die Faustregel: je jünger der Sparer, desto höher der Aktienanteil. Außerdem schichten die Fondsgesellschaften rechtzeitig vor Rentenbeginn die Aktienfondsanteile nach und nach in Rentenfonds um – das kann Rendite kosten, muss aber nicht. "Die schwankungsarmen Fonds gewährleisten, dass bei einem Börsencrash kein Geld verloren geht", begründet Siskos die Umschichtung. Riester-Sparer müssen vier Prozent ihres Vorjahreseinkommens – maximal 2100 Euro – in den Vertrag einzahlen. Allerdings verringert sich der Eigenanteil um die erhaltenen Zulagen. Pro Vertrag zahlt der Staat jährlich 154 Euro Grundförderung und für jedes ab 2008 zur Welt gekommene Kind 300 Euro. Diese Zulagen unterstützen und sichern über viele Jahre dann einen kontinuierlichen Kapitalaufbau.

Vermögenswirksame Leistungen: Das lohnt sich!

So lässt sich mit vermögenswirksamen Leistungen wirklich ein Vermögen aufbauen:
Jeder Vertrag läuft sieben Jahre, in den ersten sechs zahlt man jeweils 40 Euro monatlich ein, dann ruht der Vertrag ein Jahr. Lässt man ihn danach ohne weitere Einzahlung bis zum Rentenbeginn weiterlaufen und schließt jeweils nach sechs Jahren einen neuen VL-Vertrag ab, steht am Ende eine Summe von 54.000 Euro zur Verfügung.

Autor: Max Geissler