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Portoerhoehung 2016

Mit dem Januar erhöht die Post die Kosten für den Versand eines Standardbriefs
von 62 Cent auf 70 Cent. Foto: Jens Büttner © dpa

Diese neuen Gesetze und Regelungen sollte jeder kennen

Was sich 2016 alles ändert

Das neue Jahr hält wieder viele Neuerungen bereit. Über diese Gesetze, Erhöhungen und Regelungen sollte jeder Bescheid wissen.

Die 13 wichtigsten Neuerungen im Überblick:

1. Schluss mit der hohen Handyrechnung!

Ab dem 30. April 2016 verbilligt sich das Telefonieren und Surfen im EU-Ausland. Der Netzbetreiber darf dann bei Telefonaten nach Deutschland nur noch maximal fünf Cent pro Minute auf den Inlandspreis aufschlagen. Bei SMS beträgt der erlaubte Aufschlag nur noch zwei Cent und beim Surfen pro Megabyte Datenvolumen höchstens fünf Cent.

2. Kindergeld nur mit Steuer-ID

Ab Januar wird das Kindergeld um zwei Euro erhöht. Für das erste und zweite Kind bedeutet das jeweils 190 Euro. Aber: Anrecht darauf besteht nur noch, wenn den Familienkassen die Steuer-Identifikationsnummer (ID) von Eltern und Kind vorliegt. Keine Panik: Wer bislang Kindergeld erhalten hat, bekommt es weiter. In 90 Prozent der Fälle liegt die Steuer-ID ohnehin vor. Falls nicht, wird die zuständige Familienkasse die Eltern im Lauf des Jahres 2016 kontaktieren.
Für Fragen steht die Kindergeld-Rufnummer 0800/4555530 zur Verfügung.

3. Steigende Krankenkassenbeiträge

Den gesetzlichen Krankenversicherungen fehlen 2016 mehrere Milliarden Euro. Darum werden die Beiträge steigen. Genauer gesagt erhöht sich der durchschnittliche Zusatzbeitrag um 0,2 Prozentpunkte auf 1,1 Prozent. Dieser Zusatzbeitrag wird allein vom Arbeitnehmer gezahlt und addiert sich zum Sockelbeitrag von 14,6 Prozent, an dem sich Arbeitgeber und Arbeitnehmer zu gleichen Teilen beteiligen.

4. Das steckt in unserer Nahrung

Es wird Zeit! Ab 13. Dezember 2016 müssen, von wenigen Ausnahmen abgesehen, alle Lebensmittelverpackungen mit Nährwerttabellen versehen sein. Laut Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen werden dann bei vorverpackten Lebensmitteln diese Daten angegeben: Brennwert, Fett, gesättigte Fettsäuren, Kohlenhydrate, Zucker, Eiweiß und Salzgehalt des Produkts.

5. Endlich mehr Rente!

Darf man den Angaben des Schätzerkreises Rentenversicherung glauben, werden ab Juli 2016 über 20 Millionen Rentner ein Plus von 4,3 Prozent in West- und etwas über 5 Prozent in Ostdeutschland erhalten.

6. Top-Bildqualität

Im neuen Jahr können auch Haushalte mit Antennenempfang Fernsehbilder in HD-Qualität empfangen. Möglich macht dies die schrittweise Einführung des neuen Standards DVB-T2.

7. Elektroschrott zurück zum Händler!

Was tun mit dem alten Fernseher oder dem kaputten PC? Ab 24. Juli können ausgediente Elektro- und Elektronikgeräte auch zu großen Elektronikketten gebracht werden. Die müssen sie kostenlos zurücknehmen - das gilt insbesondere für Kleingeräte bis 25 Zentimeter Kantenlänge. Bei größeren Apparaten können Händler den Kauf eines gleichwertigen Neugeräts verlangen.

8. Energiesparhäuser müssen besser werden

Ab Januar gelten zwei verschärfte Standards der Energieeinsparverordnung (Enev). Demnach muss bei Wohnhausneubauten der Verbrauch bei Heizung und Warmwasser um 25 Prozent besser werden als bislang gefordert. Der Wärmeschutz von Wänden und Dächern um rund 20 Prozent.

9. Erleichterter Tarifwechsel in der PKV

Laut der Verbraucherzentrale NRW haben private Krankenversicherungen (PKV) den Kunden immer wieder Hürden in den Weg gestellt, wenn sie den Tarif wechseln wollten. Das wird sich 2016 ändern. So sollen etwa Anfragen für einen Wechsel binnen 15 Arbeitstagen beantwortet werden.

10. Überweisungen nur mit IBAN

Ab 1. Februar müssen Privatpersonen bei Überweisungen die IBAN-Nummer verwenden. IBAN - was ist das eigentlich?

11. Briefporto wird teurer

Mit dem Januar erhöht die Post die Kosten für den Versand eines Standardbriefs (bis 20 Gramm) von 62 Cent auf 70 Cent. Der internationale Standardbrief und die Postkarte ins Ausland kosten dann statt 80 Cent nun 90 Cent. Der Großbrief ins Ausland (bis 500 Gramm) statt 3,45 Euro nun 3,70 Euro.

12. Facharzttermin: Schluss mit langen Wartezeiten

Ab 23. Januar sollen Terminservicestellen der Kassenärztlichen Vereinigungen gesetzlich versicherten Patienten helfen, rascher einen Facharzttermin zu erhalten: beim Neurologen, Orthopäden und Röntgenfacharzt binnen einer Woche. Dabei darf die Wartezeit auf den Termin nicht länger als vier Wochen dauern. Patienten verzichten bei dem Service allerdings auf die freie Arztwahl.

13. Keine Gratistüten

Ab April sollen Kunden in Kaufhäusern, Elektromärkten oder Modeläden für Plastiktüten zahlen. Pro Tüte mindestens 20 Cent.

Autor: Alexander Weis