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Verlierer: Trotz Knochenjob verdienen Tierpfleger nur wenig.

Verlierer: Trotz Knochenjob verdienen Tierpfleger nur wenig. - Foto © picture alliance / dpa

Wer verdient wieviel?

Der große Gehalts-Check

Der große Gehalts-Check: Das Jahr 2013 beschert vielen Arbeitnehmern deutlich mehr Geld. Was in 100 Berufen aktuell verdient wird und ob Sie genug verdienen.

"Sag mal, wie viel verdienst du eigentlich?" Wer diese Frage stellt, erntet oft betretenes Schweigen. Laut einer Umfrage der Online-Jobbörse Stepstone geben 74 Prozent der Befragten darauf keine Antwort. Grund sind auch "Verschwiegenheitsklauseln" im Arbeitsvertrag, die Mitarbeitern verbieten, über ihr Gehalt zu plaudern. "Nur wenige können sicher einschätzen, ob sie im Vergleich eher gut oder schlecht verdienen", sagt Rainer Bispinck von der Düsseldorfer Hans-Böckler-Stiftung. "Was fehlt, ist der Zugang zu seriösen Daten."

Eine Internetseite der Stiftung gibt jetzt kostenlos Auskunft: Auf www.lohnspiegel.de können für 374 Berufe konkrete Gehälter abgerufen werden. Nicht nur ein einziger Wert pro Job, sondern Dutzende, fein differenziert nach Berufserfahrung, Betriebsgröße und weiteren Faktoren.

Errechnet werden sie aus persönlichen Angaben, die jeder für seinen Beruf anonym melden kann. Über 230.000 Menschen haben es schon getan. "In der jetzigen guten Wirtschaftslage sind unsere Zahlen Gold wert", sagt Bispinck. Vor allem für jene Arbeitnehmer, die nicht automatisch von Tariferhöhungen profitieren – was nach Schätzungen ganze 35 Prozent sind.

Sie können die Daten beim Gehaltspoker als Druckmittel einsetzen. "Die Zeit dafür ist günstig", ermutigt Bispinck, "denn die Tariflöhne sind bereits im zweiten Jahr in Folge deutlich gestiegen. Allein 2013 waren es bislang je nach Branche zwischen zwei und vier Prozent." Wie viel Sie jetzt verlangen können, verraten die großen Tabellen in der aktuellenHÖRZU Heft 35. Dort finden Sie 100 Berufe im Vergleich.

Gehalts-Check: Wer verdient wieviel?

Ärzte
Sie sind gehaltsmäßig die größten Gewinner der vergangenen Jahre. Je nach Berufsstatus gibt es aber Unterschiede: So verdient ein angestellter Arzt im Schnitt bis zu 6022 Euro pro Monat. Niedergelassene Ärzte können sich dagegen über 13.750 Euro freuen – ein absoluter Spitzenwert.

Kfz-Mechaniker
Einer der beliebtesten Ausbildungsberufe junger Männer. Offizieller Name: Kfz-Mechatroniker. Deren Gehälter stiegen in den letzten Jahren stärker als in anderen Handwerksberufen. Grund: Da Autos mit Bordcomputer, Klimaanlage und anderen Extras kompliziert werden, geht ohne Werkstatt nichts mehr.

Maurer
Sie erleiden seit Jahren Einbußen. Zu spüren bekommen das Neueinsteiger ebenso wie langjährige Mitarbeiter. Ein Grund für den Niedergang des Traditionsberufs: die Konkurrenz von Billigmaurern aus Osteuropa. Oft hausen diese im Container direkt auf der Baustelle. Vor allem größere Baufirmen haben ihre "teuren" deutschen Kolonnen auf diese Weise ersetzt.

Tierpfleger
Dieser Job ist härter, als viele Fernsehsendungen vermuten lassen: Gehege müssen ausgemistet und – jawohl – Mäuse und Ratten getötet werden. Denn: Nur wenige Zootiere ernähren sich allein von Grünzeug. Hinzu kommen Nacht- und Wochenendarbeit. Trotz dieses Knochenjobs ist die Bezahlung bescheiden und wird seit Jahren niedriger. Noch mieser bezahlen Tierheime. Grund: Hier machen Ehrenamtliche den Profis Konkurrenz, drücken so indirekt das Gehalt.

Autor: Isabel Doß / Stefan Vogt