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2010 haben viele Deutsche dank einiger Gesetztesänderungen mehr Geld übrig.

Foto © www.piqs.de / Fotograf: Baseking, CC (Some rights are reserved.)

Endlich mehr Geld!

Der große HÖRZU-Finanzplaner für 2010

Mit dem Finanzamt hat keiner gern zu tun. Normalerweise. Doch 2010 wird diese Begegnung weniger schmerzlich, weil erstmals seit gefühlten Ewigkeiten netto mehr übrig bleibt. "Zu den Bürgern ist diese frohe Botschaft aber noch kaum vorgedrungen", sagt Marlies Spargen vom Neuen Verband der Lohnsteuerhilfevereine in Berlin. "Zwar haben die meisten mitbekommen, dass das Kindergeld steigt. Hat man darauf aber keinen Anspruch, hält sich die Freude eher in Grenzen." Doch diesmal profitieren fast alle: Doppelverdiener, Singles, Ehepaare, steuerpflichtige Rentner und viele mehr. Trotz leerer Kassen werden sie um gewaltige 22,5 Milliarden Euro entlastet. Die meisten Vergünstigungen gehen übrigens noch auf Beschlüsse der alten Regierung zurück - und nicht, wie man meinen könnte, schon auf die neue. Was sich für wen im Einzelnen verbessert, erfahren Sie hier.

Berufstätige, Rentner

Am meisten freuen können sich Berufstätige und steuerpflichtige Rentner. Sie dürfen ab 2010 von ihren Beiträgen zur Kranken- und Pflegeversicherung mehr absetzen - oft sogar sehr viel mehr: Allein dadurch zahlt ein Ehepaar - beide berufstätig, gesetzlich krankenversichert, mit einen Brutto-Jahresverdienst von jeweils 50.000 Euro - sensationelle 2088 Euro weniger an Steuern. "Um die zu sparen, muss nicht extra eine Steuererklärung abgegeben werden", sagt Peter Kauth von steuerrat24.de. "Beglückt werden Arbeitnehmer automatisch mit dem Januar-Gehalt." Tipp für steuerpflichtige Rentner und Selbstständige: Damit auch sie sofort entlastet werden, sollten sie noch 2009 ihre Einkommensteuer-Vorauszahlung beim Finanzamt reduzieren lassen. "Auch Privatversicherte können höhere Beiträge absetzen", sagt Kauth.

Steuerlich anerkannt wird hier allerdings nur ein medizinischer Basisschutz, wie ihn die gesetzliche Krankenkasse abdeckt. Darauf entfallen bei leistungsstarken Tarifen immerhin rund 80 Prozent vom gezahlten Beitrag. Nur die restlichen Anteile, etwa für Chefarztbehandlung, hochwertigen Zahnersatz oder Heilpraktiker, wirken nicht steuersenkend. Ebenfalls nicht anerkannt werden private Kranken-Zusatzversicherungen von Kassenpatienten. Achtung: Bei Privatversicherten berücksichtigt der Arbeitgeber die bessere Absetzbarkeit nicht automatisch. Hier muss der Firma mitgeteilt werden, wie viel Prozent vom Gesamtbeitrag auf den Basisschutz entfallen. Ein entsprechendes Schreiben, das man an die Personalstelle weiterleiten muss, verschicken derzeit alle Krankenversicherer an ihre Kunden.

Autor: Stefan Vogt