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Investitions-Tipp Gold

Tipp: Höchstens zehn Prozent im persönlichen Anlagemix in Gold anlegen. Bild: © picture alliance/chromorange

Diese Tipps sind Gold wert

Investitions-Tipp Gold

Soll ich, oder soll ich nicht? Während Tagesgeldanlagen nach Abzug der Inflationsrate derzeit bestenfalls ein Nullsummenspiel sind, erreichte der Goldkurs im Jahr 2011 regelmäßig neue Höchststände. In der Eurokrise erscheint Gold immer mehr Anlegern deutlich sicherer als Aktien. Doch ist dem wirklich so? Und lohnt sich der Einstieg jetzt noch?

Der Goldpreis steigt in Krisenzeiten

Tatsächlich ist der Goldpreis in Krisenzeiten immer gestiegen. Denn anders als Papiergeld lassen sich Edelmetalle nicht beliebig vermehren. Gold wird weltweit gehandelt, es kann zum Bezahlen eingesetzt oder in Landeswährungen getauscht werden. Auch dann noch, wenn alle Aktienkurse im Keller sind.

Andere krisensichere Anlagen haben deutlich mehr Nachteile: Für eine Immobilie etwa muss man sich in der Regel verschulden, hat Folgekosten wie die Grundsteuer und kann nie sicher sein, dass sie kurzfristig zu einem angemessenen Preis veräußerbar ist.

Gold lässt sich dagegen in verschiedenen Stückelungen kaufen und verkaufen. Im Extremfall – bei einer Hyperinflation durch Krisen, Kriege oder Naturkatastrophen – würden allerdings viele ihr Gold verkaufen und der Goldpreis dadurch deutlich fallen. Ein Totalverlust ist jedoch praktisch ausgeschlossen.

Aber auch wenn sich die Wirtschaftslage bessert, sinkt der Goldpreis: Andere Anlageformen werden plötzlich attraktiver. Stiftung Warentest hat die Entwicklung der vergangenen 40 Jahre untersucht. Fazit: In Krisenjahren "haben Anleger aus Goldinvestments mehr herausgeholt als aus Aktienanlagen. In der Zwischenzeit hingegen waren in vielen Phasen die Aktien besser."

Wer in den 70er-Jahren in Gold investiert hat, könnte heute das 13-Fache erlösen: "Die Aktien jedoch sind 43-mal so viel wert wie damals." Und: Gold schwankt etwa genauso stark wie Aktien.

Tipp: Höchstens zehn Prozent in Gold anlegen

Erfahrene Anlageberater empfehlen, auf jeden Fall Gold in den persönlichen Anlagemix zu übernehmen, aber nur mit einem Anteil von etwa zehn Prozent. Und in Form von Goldbarren oder staatlichen Münzen wie Philharmoniker (Österreich), Maple Leaf (Kanada), Krügerrand (Südafrika) oder dem Australian Kangaroo, denn sie werden weltweit gehandelt.

Grundsätzlich gilt: Je kleiner die Stückelung, desto mehr fällt der Herstellungsaufschlag ins Gewicht. Bei einer Unze (31,1 Gramm) Krügerrand liegt er bei etwa fünf, bei der 1/10-Unze bei 19 Prozent.

Kauf von Goldmünzen, Goldanleihen und Goldfonds

In der EU mehrwertsteuerfrei ist der Kauf von Goldmünzen, die in ihrem Ursprungsland gesetzliches Zahlungsmittel waren oder sind (wie die genannten), nach 1800 geprägt wurden und einen Feingehalt von mindestens 900 Tausendstel sowie 995 Tausendstel bei Barren oder Plättchen haben.

Verkauft man sie frühestens nach einem Jahr, muss man eventuelle Kursgewinne nicht versteuern.

Wer sein Gold nicht zu Hause lagern will, kann ein Bankschließfach mieten (Preis je nach Bank etwa 30 Euro pro Jahr). Eine Alternative sind Goldfonds (siehe unten) oder die Xetra-Goldanleihe der Deutschen Börse (WKN A0S 9GB). Sie gibt nahezu 1:1 die Wertentwicklung des Edelmetalls wieder und ist ebenso leicht und schnell zu handeln.

Der Kauf ist schon für ein Gramm Gold möglich, aber erst bei höheren Beträgen sinnvoll, da die Bankgebühren sonst überproportional hoch sind. Hinzu kommt die Spanne zwischen Ankaufs- und Verkaufspreis, je nach Marktlage 0,1 bis 1 Prozent. Für die Verwahrung des Goldes, das für die Anleihe hinterlegt wird, fallen 0,36 Prozent an.

Wie mache ich Gold zu Geld?

Während die Preisunterschiede beim Ankauf von Barren und Münzen zwischen Banken und Goldhändlern eher gering sind, sollte man bei Schmuck und Zahngold mehrere Angebote einholen.

Bei Internet-Händlern (etwa moneygold.de, briefgold.de, goldsendung.de) lässt sich das durch den Versand per Post organisieren. Achten Sie jedoch unbedingt darauf, dass der Händler die Kosten für den (versicherten!) Transport übernimmt.

Überblick: Die besten Goldfonds

Sie investieren in Gold und Aktien der Goldindustrie, also in Abbau, Produktion, Weiterverarbeitung und Handel des gefragten Edelmetalls.

Name des Fonds: Stabilitas Pacific Gold+Metals P
Wertpapier-Kennnummer*: LU 0290140358
Wertentwicklung p. a.**: + 52,53 %

Name des Fonds: Gold Equity Fund USD B
Wertpapier-Kennnummer*: LU 0175576296
Wertentwicklung p. a.**: + 44,95 %

Name des Fonds: Earth Gold Fund UI EUR R
Wertpapier-Kennnummer*: DE000A0Q2SD8
Wertentwicklung p. a.**: + 44,03 %

Name des Fonds: Stabilitas Gold+Resourcen Spec Sit P
Wertpapier-Kennnummer*: LU 0308790152
Wertentwicklung p. a.**: + 40,87 %

Name des Fonds: Nestor Gold Fonds B
Wertpapier-Kennnummer*: LU 0147784465
Wertentwicklung p. a.**: + 39,66 %

* ISIN
** pro Jahr im Durchschnitt, bezogen auf die letzten drei Jahre; Quelle: Morningstar

Autor: Thomas Röbke